Auf Reisen mit Diabetes – 5 Punkte für eine gute Vorbereitung

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Auf Reisen mit Diabetes – 5 Punkte für eine gute Vorbereitung

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Gute Planung ist wichtig! Das jedoch muss nicht bedeuten, dass für die Planung viel Zeit draufgehen muss. Die folgende Liste soll euch helfen, den Diabetes schnell und sicher unter Dach und „Flieger“ zu bekommen, sodass einer harmonischen und vor allem erholsamen Zeit nichts im Wege steht.

#1 Dem Diabetes Platz im Koffer lassen

Um jeder Eventualität vorzubeugen, ist es wichtig, dass ihr das Material, das ihr sonst auch immer für den Diabetes nutzt, in ausreichenden Mengen einpackt. Und dabei gilt ganz die Prämisse: lieber zu viel als zu wenig. Um nichts zu vergessen, nutzt ihr am besten eine Packliste. Wenn ihr keine eigene habt, nutzt doch einfach folgende: http://www.blood-sugar-lounge.de/2014/09/diabetes-packliste-fuer-reisen/

Tipp für die Pumpis: Bei eurem Pumpenhersteller könnt ihr im Voraus eine Ersatzpumpe beantragen. Diese wird euch dann für den Zeitraum eures Urlaubs kostenlos zur Verfügung gestellt. Es empfiehlt sich, diese so rechtzeitig wie möglich anzufordern.

#2 Auf Reise kann es ganz schön heiß (oder auch kalt) hergehen

…und insbesondere das wehrlose Insulin mag keine Temperaturschwankungen. Beim Packen sollte man deshalb darauf achten, temperaturempfindliche Dinge separat zu verstauen. Denn in so einem Flugzeuggepäckraum (oder auch Auto) kann es ganz schön kalt (warm) werden.

Tipp fürs Auto: Wenn die Reise so lang ist, dass eine herkömmliche Kühltasche mit Tiefkühlakkus nicht reicht, empfiehlt es sich, je nach Temperaturen auf eine elektrische Kühlbox, die sich problemlos in nahezu jedem Auto anschließen lässt, umzusteigen.

Tipp fürs Flugzeug: In Flugzeugen gibt es laut einiger Erfahrungsberichte die Möglichkeit, etwas in „Flugzeugküchennähe“ zu kühlen. Dazu am besten einfach vorab oder vor Ort die Stewardessen ansprechen.

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#3 Den Diabetes im Handgepäck

Es empfiehlt sich, das ganze Diabeteszubehör nach Möglichkeit im Handgepäck unterzubringen. So ist für einen „Ihr-Koffer-ist-leider-nicht-mitgeflogen-Fall“ auch gleich vorgesorgt und zusätzlich für den Ernstfall (z.B. Katheter verstopft) alles griffbereit, ob in luftigen Höhen oder bei rasanten Autobahnfahrten.

#4 Ärztliche Bescheinigung

Im Internet findet man nicht nur zahlreiche deutsche Bescheinigungen, auf denen das mitgeführte Diabetes-Zubehör aufgelistet ist, sondern auch einige, die gleichzeitig noch andere Sprachen abdecken. Mit dieser Bescheinigung, die euer Arzt am besten vorher unterschreibt und/oder stempelt, seid ihr auf jeden Fall auf der sicheren Seite, falls sich die Sicherheitskontrollen mit einem Koffer voller Spritzen und Co doch als schwerer passierbar als ursprünglich angenommen rausstellen.

Grundsätzlich ist die Sicherheitskontrolle jedoch kein Grund zur Panik, wenn’s nicht grad ins absolute Exil geht. Diabetes ist mittlerweile sehr weit verbreitet und aus diesem Grund bist du sicher nicht der erste Passagier, der die Metalldetektoren mit chronisch streikender Bauchspeicheldrüse passiert.

#5 Gute Planung vor Ort ist die halbe Miete

Hast du dann endlich einige Kilometer hinter dir gelassen, möchtest du natürlich auch vor Ort ein paar harmonische Tage mit dem Diabetes im Handgepäck verbringen. Hier also zur Orientierung ein paar Fragen, die es sich lohnt, vorab einmal abzuklären.

→ Wo kann ich mein Insulin im Hotel kühlen?

→ Wie mache ich das mit Pumpe, Pen und Co am Strand?

→ Wie berechne ich besonders ausgefallene Speisen?

→ Gibt es im Zweifel Ärzte in der Nähe?

→ Wie sicher ich teures Zubehör (Ersatzpumpe, Pumpe am Strand, CGM …)?

Nun kann eurem Urlaub nichts mehr im Weg stehen. Denn eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete!

Also Handtuch einpacken, Luftmatratze aufpusten und auf geht’s in ein paar Tage Entspannung mit dem Diabetes. Und erfahrungsgemäß weiß der sich im Urlaub auch meist besser zu benehmen als anderswo!

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  • moira postete ein Update vor 2 Wochen

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 4 Tagen

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

    • Hi Thomas 🙂
      Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
      Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.

      Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!

    • thomas55 antwortete vor 2 Tagen

      @crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.

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