Check: moderne Süßungsmittel

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Check: moderne Süßungsmittel

Mit welchem Produkt lässt sich Zucker im Alltag sinnvoll ersetzen? Diese Frage stellen sich viele Diabetiker, wenn sie vor den Regalen im Supermarkt stehen und die vielen Süß- und Zuckerersatzstoffe sehen. Aktueller Dauerbrenner ist

Doch neben Stevia und vielen weiteren klassischen Süßstoffen und Zuckerersatzprodukten, gibt es weniger bekannte Vertreter dieser Gruppe, wie beispielsweise

Erythritol: ideal zum Backen und Kochen

Es ist ein

Die Gewinnung funktioniert mittels Gärungsprozess. Dazu wird eine Bakterienkultur verwendet; sie bringt Kohlenhydrate zum Gären, diese werden in Erythritol umgewandelt. Anschließend wird gefiltert, kristallisiert und getrocknet – mit dem Ergebnis von reinem Erythritol. Der Herstellungsprozess ist vergleichbar mit Gärungsprozessen zur Herstellung von Wein, Käse oder Joghurt.

Bei Unverträglichkeiten

Erythritol bietet Menschen mit einer Unverträglichkeit gegen Fruchtzucker (

Generell kann Erythritol überall dort eingesetzt werden, wo sonst üblicherweise Zucker zum Einsatz kommt. Egal ob zum Süßen des morgendlichen Kaffees, von Desserts oder auch zum Backen – Vorteil gegenüber Stevia: Es gibt bei einer Überdosierung keinen bitteren oder metallischen Geschmack. Insbesondere beim Backen hat Erythritol mit einer Süßkraft von 75 Prozent im Vergleich zu Zucker positive Eigenschaften. Der Zuckeranteil des Rezepts kann leicht durch folgende Austauschvorgabe ersetzt werden:

Da es genau wie Zucker dem Teig Masse gibt, bleiben Struktur und Geschmack erhalten. Wer ein Gefühl für den Umgang mit Erythritol bekommen möchte, kann zunächst einen Teil des Zuckers im Kuchenteig damit ersetzen. Es gibt auch eine pudrige und eine braune Variante, die sich wie Puderzucker und brauner Zucker verwenden lassen. Zahlreiche granulierte Steviasüßen enthalten als Trägersubstanz Erythritol. Und:

Zum Marmeladekochen

Auch zur Herstellung von Marmelade ist es möglich. Dazu wird ein Kilo Früchte mit maximal 250g Erythritol gemischt. Also ein Verhältnis wie bei einer 4:1-Marmelade. Grund hierfür liegt in der geringeren Wasserlöslichkeit von Erythritol. Wird mehr vom Zuckeralkohol verwendet, kristallisiert es nach Erkalten der Marmelade aus. Dies ist aus gesundheitlichen Aspekten völlig unbedenklich, jedoch wird die Optik beeinträchtigt.

Auch die Haltbarkeit wird durch den fehlenden Zuckeranteil verkürzt – der eine wesentliche Rolle für die Konservierung spielt. Die Marmelade sollte deshalb kühl gelagert und nach Anbruch rasch verzehrt werden.


Tagatose: Weder Süßstoff noch Zuckeraustauschstoff

Sie gehört weder zur Gruppe der Süßstoffe, noch zu den Zuckeraustauschstoffen: Praktisch ist die

Kaum Blutzuckeranstieg

Tagatose wird im Körper nur zu etwa 20 Prozent im Dünndarm aufgenommen. Dabei liefert es dem Körper 1,5 kcal je Gramm. 1 g Zucker (

Weitere Vorteile: Tagatose und Erythritol erzeugen keinen Karies und haben, sofern man übliche Verzehrmengen nicht überschreitet, kaum eine abführende Wirkung.

Vorteile von Erythritol und Tagatose:

Nich für Kinder unter 3 Jahren

Lediglich bei Säuglingen und Kindern unter 3 Jahren sollte auf den Einsatz von Tagatose verzichtet werden, da die Darmflora meist noch nicht vollständig angelegt ist und es so zu Durchfällen und Übelkeit kommen kann. Reine Tagatose enthält keinerlei Spuren von Laktose und ist somit als Zuckerersatz für Menschen mit Laktoseintoleranz eine Alternative.

Auch für Menschen mit einer

Die Süßkraft von Tagatose liegt, gemessen an der Süße von Saccharose, bei 92 Prozent. In der Praxis lässt sich Haushaltszucker durch Tagatose im Verhältnis 1:1 ersetzen. Im Handel gibt es wenige Hersteller die reine Tagatose anbieten. Um diese für den häuslichen Einsatz kontrollierbarer zu machen, wurden Tagatose-Gemische entwickelt. Eines der bekanntesten ist

Bei der Verwendung sollte berücksichtigt werden, dass sie eine doppelte Süßkraft, im Vergleich zu Saccharose hat. Deshalb sollten die Zuckerangaben in Rezepten bei der Verwendung von Tagatesse oder anderen Tagatose-Gemischen halbiert und trotz der geringeren Bräunungseigenschaften auf niedrigere Backtemperaturen geachtet werden. Tagatose kann auch zum Süßen von Desserts, Süß- und Mehlspeisen und sogar in Getränken eingesetzt werden.

Das Fazit

Aus ernährungsphysiologischer Sicht steht einer verantwortungsvollen Verwendung von Erythritol, Tagatose und weiteren Zuckerersatzmitteln nichts im Weg. Wer Kalorien sparen, Blutzuckeranstiege reduzieren möchte und gleichzeitig nicht auf süßen Geschmack verzichten mag, für den ist der Einsatz von Zuckerersatzmittlen durchaus empfehlenswert.

Schwerpunkt

Corinna Lorenz, Bad Mergentheim
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  • florahdo postete ein Update vor 5 Tagen, 2 Stunden

    Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!

    Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB

    Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂

  • mr postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?

  • moira postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo!
    Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
    Ich wüsste gerne wie gut das klappt.