- Ernährung
Gutes tun für Haut und Haar
4 Minuten
Vielen Menschen ist wichtig, Falten so lange es geht hinauszuzögern oder ein ebenmäßiges Hautbild zu erhalten. Kein Wunder, dass hierzu entsprechende Nahrungsergänzungsmittel im Angebot sind. Nur: Lohnt es sich, diese einzunehmen?
Für gut durchfeuchtete Haut, feste Nägel und gesundes Haar reicht es leider nicht aus, täglich ein Stück Obst zu essen – getreu dem Motto “an apple a day keeps the doctor away”. Abwechslungsreiches Essen ist aber eine gute Basis, um die Schönheit von innen zu pflegen.
Nutricosmetics für sämtliche Bedürfnisse
Viele Menschen, die heutzutage ihrer Haut etwas Gutes tun möchten, kaufen sich außerdem Nutricosmetics(nutrition: engl. Ernährung) in Drogeriemärkten, Apotheken, Reformhäusern, im Internet; es geht also um Haut- und Schönheitspflege von innen – und gegen Orangenhaut, für gesundes, kraftvolles Haar, verbunden mit besserem Wachstum, zur Bräunungsvorbereitung bis hin zu Kollagen oder Hyaluronsäure gegen unliebsame Falten. Angebote gibt es für jeden Geldbeutel; dabei muss ein teures Produkt nicht unbedingt besser sein.
Nicht nur Pillen und Pulver: Hautschutz kommt auch von Obst und Gemüse
Abzuraten ist von Hautschutz allein durch tägliche Einnahme bestimmter Pillen, Pulver oder Granulate. Vielmehr ist sinnvoll, die Haut von außen zu pflegen durch passende Creme, Sonnenschutz – und ebenso von innen durch täglich frisches Obst und Gemüse, regelmäßig Vollkorn- und Milchprodukte, Fisch und Pflanzenfette. Wer dazu anderthalb bis zwei Liter Wasser trinkt, ausreichend schläft, Nichtraucher ist, wenig Alkohol trinkt und sich regelmäßig bewegt, macht es richtig. Denn Nutricosmetics sind kein Ersatz für einen gesunden Lebensstil und empfehlen sich, wenn überhaupt, am besten lediglich als Kuranwendung.
Zur Bräunungsvorbereitung gibt es Pillen, die gegen sonnenbedingte, vorzeitige Hautalterung und zum Erhöhen der Eigenschutzzeit empfohlen werden. Enthaltene Karotinoide und Vitamin E wirken antioxidativ und können die Eigenschutzzeit der Haut minimal erhöhen. Gegen übermäßige Bildung von Pigmentflecken und gegen Bildung UV-bedingter Falten gibt es Kapseln mit Algenextrakten, sekundären Pflanzenstoffen wie Lycopin sowie Vitaminen und Mineralien. Deren Einnahme wird als Kur in der Regel drei Wochen vor Urlaubsbeginn empfohlen.
Wer tendenziell eher empfindlich auf UV-Licht reagiert, sollte besser erst gar nicht in der direkten Sonne liegen und sich reichlich und regelmäßig mit passender Sonnenmilch mit Lichtschutzfaktor 50 plus eincremen. Natürlich schützen können Sie sich mit einem Glas Karottensaft (zuckerfrei) mit ein paar Tropfen Pflanzenöl, einer Portion frischem Spinat als Salat oder gekocht sowie mit Wassermelone als Snack. Aber weder der Möhrensaft noch die Sonnenkapsel ersetzen den wirksamen UVA- und UVB-Schutz von Sonnenschutzmitteln.
Straffes Bindegewebe (k)ein Problem?
Ein typisches Frauenthema ist Orangenhaut und schlaffes Bindegewebe. Der Markt an Pflegeprodukten in dem Bereich boomt: Denn Cellulite kann sich schon in jungen Jahren zeigen. Eine Kombination aus regelmäßiger Pflege, vitalstoffreichem Essen, Sport und Massage kann tatsächlich helfen. Ganz verschwindet sie meist nicht, aber das Erscheinungsbild kann sich bessern und auch das Bindegewebe kann straffer werden. Sobald diese Maßnahmen eingestellt werden, kommt sie wieder, denn Cellulite ist hartnäckig.
Unterstützen kann hier eine Kur mit Kieselsäuregel. Enthaltenes Silizium ist ein wichtiger Bestandteil jeder Körperzelle: Es ist verantwortlich für Zellaufbau, Zellwachstum und damit verbunden einer strafferen Haut und strafferem Bindegewebe sowie gesundem Haarwachstum und elastischen Nägeln. Kieselsäure wird hier als dreimonatige Kur empfohlen. Das neutral schmeckende Gel lässt sich pur essen oder zum Beispiel in Müsli, Joghurt oder Smoothie mischen. Aus dem breiten Angebot der Lebensmittel sind besonders Hirse, Hafer, Linsen, Spargel, Rote Bete, Nüsse, Soja und Thunfisch empfehlenswert.
Was bei Falten helfen soll
Sie kommen bei jedem Menschen, bei manchen früher, bei anderen später – verschont bleibt niemand: die Falten. Wer in jungen Jahren reichlich Sonne getankt hat, raucht, wenig geschlafen und einseitig gegessen hat, sieht das meist im Alter ab 40 aufwärts im Gesicht: Die Haut wirkt fahl, Knitterfältchen bleiben, die Spannkraft lässt mehr und mehr nach. Nicht nur der Lebenswandel ist dafür verantwortlich, Gene spielen eine Rolle, ebenso Umweltbelastungen, Erkrankungen und die normalen Zeichen der Zeit. Hoch im Kurs stehen deshalb Kollagen und Hyaluronsäure. Heute werden sie nicht nur in Pflegeprodukten eingesetzt, sondern sind auch als Nutricosmetic zu haben.
Hyaluronsäure besitzt eine große Wasserbindungskraft, was die Haut prall und gesund erscheinen lässt. Ihr natürlich vorkommender Gehalt im Körper nimmt jedoch mit dem Alter stetig ab. Die körpereigene Produktion liegt mit 40 Jahren bei etwa 40 Prozent und mit 60 Jahren bei gerade einmal 10 Prozent. Auch Kollagen kann die Hautalterung hinauszögern und bestehende Falten mildern, jedoch auch nur bis zu einem bestimmten Grad.
Blattsalate, Spargel und Erdbeeren im Frühsommer
Stress erlebt jeder heutzutage: ob als Schulkind, in mittleren Jahren oder als älteres Semester. Auch hiergegen empfehlen Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln gern das eine oder andere Produkt. Präparate werden als Kur empfohlen, nicht zur Daueranwendung. Was zur Selbstverständlichkeit werden sollte, auch gegen Stress, ist, vitalstoffreich zu essen: Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe sind Schönmacher von innen.
Die Formel ist im Grunde simpel: Sämtliche Obst- und Gemüsesorten bieten sich dazu an, am besten ihrer Saison entsprechend. Dann sind sie besonders gehaltvoll – also Kohlgemüse, Kürbis und Zitrusfrüchte im Winter und Blattsalate, Spargel, Aprikosen, Kirschen und Erdbeeren während ihrer Saison im Frühling und Frühsommer, Paprika, Spinat, Tomaten, Beerenobst und Pflaumen im Sommer bis zum Herbst. Knackfrisches hat in seiner Hochsaison viele Farben, Duft und Aromen und ist besonders reich gefüllt mit sekundären Pflanzenstoffen, die als Radikalfänger im Körper fungieren.
Gegen Stress hilft Entspannung: ob beim Sport, mit einem guten Buch und einer Gesichtsmaske auf dem Sofa oder in der Badewanne. Auch das tut Haut, Haaren und Seele einfach nur gut.
Fette Fische für Haut und Haar …
Vitamine und Mineralien sind wichtig für gesunde Haut und gesundes Haar: So schützt fettlösliches Vitamin A beispielsweise Zellkerne und ist besonders in fetten Fischen wie Lachs, Makrele oder Thunfisch enthalten, ebenso in Leber, Eigelb, Käse und Milchprodukten. Beta-Karotin, enthalten in zahlreichen Gemüsesorten wie Karotten, wird im Körper besser ausgenutzt, wenn eine kleine Menge Öl oder ein paar Nüsse dazu gegessen werden.
Auch B-Vitamine und Folsäure sind wichtig, enthalten zum Beispiel in Hefe, Getreideprodukten, Hülsenfrüchten, Kartoffeln und Gemüse. Vitamin C gibt es beispielsweise in Beerenobst, Zitrusfrüchten, Kiwis, Kartoffeln und Paprika. Schon eine Kiwi und ein Glas frisch gepresster Orangensaft decken den täglichen Vitamin-C-Bedarf eines Erwachsenen. Für gesunde Haare empfiehlt sich zum Beispiel Biotin (auch Vitamin H oder B7 genannt). Es ist natürlich enthalten in Nüssen, Getreide, Pilzen, Soja, Hefe, Milch und Eigelb.
Nutricosmetics sind also eine Erweiterung im Land der Nahrungsergänzungsmittel. In der von Herstellern angegebenen Menge werden sie dem Körper nicht schaden. Ob sie jedoch halten, was sie teils versprechen, ist dem individuellen Empfinden geschuldet. Was Haut und Haar sicher guttut, sind vitalstoffreiches Essen und ein gesunder Lebensstil.
- Obst und Gemüse statt Pülverchen …
- Gutes tun für Haut und Haar
- Vitamin D: nicht nur für die Knochen
- Vitamin D schützt vielfältig – oder?
von Kirsten Metternich
Kirchheim-Verlag, Redaktion Diabetes-Journal
Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2016; 65 (6) Seite 20-22
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laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 3 Stunden, 45 Minuten
Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!
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vio1978 postete ein Update vor 1 Tag, 14 Stunden
Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀
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renrew postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 1 Tag
gibt es Tips oder Ratschläge dieser Pumpe betreffend?
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moira antwortete vor 5 Tagen, 6 Stunden
Das kommt sehr darauf an – in welchem Bereich?
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Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!