Kochen & Genießen & Bewegen: So gelingt der Festtagsgenuss

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Kochen & Genießen & Bewegen: So gelingt der Festtagsgenuss

Der Adventskalender lügt nicht: Ehe man sich versieht, ist Heiligabend. Und es folgen Tage mit reichlich leckerem Essen und Trinken. Das sollten Sie als etwas ganz Besonderes genießen. Und in der restlichen Weihnachtszeit können Sie mit einigen Tipps Blutzucker und Gewicht im Griff behalten.

Urlaub und Weihnachten – diese Dinge kommen jedes Jahr, und bei vielen Menschen macht sich das als Plus auf der Waage bemerkbar. Mittlerweile gibt es Studien, die sich mit dem Thema Zunehmen an den Festtagen beschäftigt haben – mit dem Ergebnis, dass der Durchschnittsmensch über die Feiertage zwischen einem halben bis einem Kilo an Gewicht zulegt. Dies geschieht allerdings nicht an den fünf Tagen Ende Dezember, sondern im Zeitraum von Ende November bis Anfang Januar.

Erfolg garantiert: Planen Sie im Voraus

Weihnachten ist immer mit Planen, Organisieren und Einkaufen verbunden. Wenn Sie dann einmal dabei sind, planen Sie Ihr Essen doch direkt eine Woche im Voraus. Legen Sie zum Frühstück beispielsweise 2 bis 3 Variationen und eine fürs Wochenende oder die Feiertage fest (siehe Diabetes-Journal 5/2018). Essen Sie mittags oder abends warm? Was soll es jeweils geben, und welche Plätzchen oder Knabbereien kommen noch dazu?

Wenn Sie den Wochenspeiseplan fertig haben, können Sie gezielt einkaufen. Sonderangebote von Großpackungen oder weihnachtliche Verlockungen können Sie einfacher ignorieren und im Laden lassen. Auch das hilft, zu Hause nicht ständig naschen zu wollen.

Rezeptideen aus dem Diabetes-Journal

Viele leckere und gesunde Rezepte finden Sie immer wieder im Diabetes-Journal: ob Suppen, Salate, Low-Carb-Gerichte, Speisen für eine Person, Plätzchen und natürlich unser Weihnachtsmenü. Alles ist fix und fertig berechnet, so dass Sie genau sehen können, wie es um Kalorien, Fett und Kohlenhydrate jeweils aussieht.

Wenn Sie sich dann dazu regelmäßig bewegen (mit dem Rad zum Einkaufen oder nach dem Essen ein Verdauungsspaziergang), fällt das Schlemmen an den Festtagen kaum ins Gewicht. Im folgenden Kasten finden Sie eine praktische Checkliste, die Sie durch die Weihnachtszeit begleiten kann.

So kommen Sie gesund und genussvoll durch die Weihnachtszeit


Die letzten fünf bis sechs Wochen des Jahres warten überall kulinarische Verlockungen: sei es im Supermarkt, bei der Weihnachtsfeier, auf Adventsmärkten, beim Plätzchenbacken und natürlich an den Festtagen. Puh – so lecker und schön das ist, so einfach und schnell wandert das Gewicht nach oben. Und Blutzuckerwerte können aus der Balance geraten. Unsere Checkliste hilft Ihnen, auch in dieser Zeit in Balance zu bleiben, ohne ein Gefühl von Verzicht zu haben.

Grundlegendes

  • Wiegen Sie sich an zwei festen Tagen pro Woche morgens nüchtern und schreiben dieses Gewicht auf.
  • Versuchen Sie, täglich eine halbe Stunde aktiv zu sein durch Alltagsbewegung wie Radfahren, Spazierengehen, Gymnastik, auf dem Ergometer fahren oder Walken.
  • Planen Sie täglich 8 000, besser 10 000 Schritte zu gehen. Hilfe bieten Schrittzähler, die es überall zu kaufen gibt.
  • Versuchen Sie, ausreichend zu schlafen: Sechs bis acht Stunden sind empfehlenswert.
  • Nach Tagen mit einem Plus an Kalorien bewegen Sie sich mehr.

Essen und Trinken

  • Planen Sie Ihre Mahlzeiten für eine Woche im Voraus: vom Frühstück bis zum Abendessen über Snacks.
  • Überlegen Sie vor der Weihnachtsfeier oder dem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt, was sie an diesem Tag vorab essen.
  • An Tagen mit reichlich Schlemmerei kann an den Folgetagen der Austausch einer Mahlzeit durch einen Formula-­Drink sinnvoll sein. Informationen dazu finden Sie im Diabetes-Journal vom Mai dieses Jahres.
  • Backen und kochen Sie möglichst selbst, dann wissen Sie genau, was darin steckt, und können Speisen besser einschätzen.
  • Essen Sie langsam, kauen gründlich und genießen das Essen. Legen Sie öfter das Besteck aus der Hand.
  • Essen Sie zu festen Zeiten ohne Ablenkung wie TV, PC oder Handy.
  • Trinken Sie täglich anderthalb bis zwei Liter kalorienfreie Getränke.
  • Verzichten Sie auf zuckerhaltige Getränke.
  • Planen Sie Alkohol bewusst ein und behalten die Mengen im Blick. Notieren Sie den Alkoholgenuss in Ihrem Blutzuckertagebuch oder in Ihrer App.
  • Planen Sie Snacks und Plätzchen bewusst mit ein.
  • Tauschen Sie fettreiche Lebensmittel gegen fettfreundliche.
  • Essen Sie täglich drei bis vier Portionen Gemüse und Salat und ein bis zwei Portionen frisches Obst.
  • Knabbern Sie statt Chips und Süßigkeiten ein paar Nüsse.

Ich wünsche Ihnen, liebe Diabetes-Journal-Leserinnen und -Leser, frohe Festtage und ein gesundes neues Jahr. Ich freue mich auch 2020 auf Ihre Anrufe, Briefe, E-Mails und natürlich Ihre Rezepte für unsere Rubrik Leserrezepte.

Herzlichst Ihre
Kirsten Metternich von Wolff

Anmerkungen zu den Rezepten:


Kohlenhydrate aus Gemüse (z. B. Zwiebeln, Karotten, Sellerie etc.) sind bis zu einer 200-g-Portion je Sorte nicht blutzuckerwirksam. Hilfe für das Schätzen der KH-Portionen geben KH-Tabellen (siehe die Diabetes-Journal-Nährwerttabelle – BE, KE und Kalorien auf einen Blick mit 1000 Lebensmitteln, K. Metternich, Kirchheim-Verlag, Mainz 2016).

Die berechneten Natriumwerte beziehen sich nur auf den natürlichen Natriumgehalt der Lebensmittel und nicht auf Salz, Brühe etc., die zum Würzen in den Rezepten verwendet werden.


Autorin:

Kirsten Metternich von Wolff
Diätassistentin DKL und DGE
Hildeboldstraße 5, 50226 Frechen-Königsdorf

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (12) Seite 92-94

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  • moira postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

    • Hi Thomas 🙂
      Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
      Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.

      Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!

    • @crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.

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