- Ernährung
Low Carb – High Fat
2 Minuten

Low Carb bedeutet, den Kohlenhydratanteil in der täglichen Ernährung zu reduzieren und durch Eiweiß (Protein) und Fette zu ersetzen (Low: niedrig, wenig; Carb: Kohlenhydrate). Ziel einer Umstellung auf Low Carb ist meist, das Körpergewicht zu reduzieren.
Wie wirken Kohlenhydrate auf den Stoffwechsel?
Wer von Low Carb überzeugt ist, erklärt das so: Werden Kohlenhydrate in Form von Haushaltzucker, Mehl, Nudeln, Pizza gegessen, werden diese bei der Verdauung in Einfachzucker zerlegt, die dann rasch ins Blut gelangen. Um den Blutzuckerspiegel auf einem normalen Niveau zu halten, schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus. Die Kohlenhydrate werden auf diese Weise schnell im Körper aufgenommen; ist der Insulinspiegel danach aber noch hoch, lässt dies den Blutzucker weiter absinken. So entsteht wiederum ein Hungergefühl, wieder wird Nahrung aufgenommen. Dieser Mechanismus macht es schwer, Körpergewicht abzunehmen.
Was steht nach den Annahmen von Low Carb einer Fettverbrennung außerdem im Weg?
Zum einen bewirkt das Hormon Insulin, dass Fett aufgebaut wird; Insulin blockiert zudem den Fettabbau. Außerdem müsse der Körper dadurch, dass durch die Aufnahme von Kohlenhydraten schon genügend Energie in den Körper kommt, kein Fett abbauen, um Energie zu gewinnen.
Ziel von Ernährungsformen, die auf Low Carb setzen, ist immer, durch eine geringe Aufnahme von Kohlenhydraten auch die Ausschüttung von Insulin niedrig zu halten. Dadurch, dass der Körper kaum Kohlenhydrate bekommt, aus denen er Energie gewinnen kann, muss er auf körpereigenes Fett als Energielieferanten zurückgreifen (dieser Vorgang wird als Ketose bezeichnet); in der Folge werden die Fettreserven des Körpers abgebaut.
Es gibt verschiedene Formen der Low Carb-Ernährung – zum Beispiel die Atkins-Diät, die Logi-Methode, die Glyx-Diät. Verbreitet ist auch „Low Carb High Fat“ (LCHF; übersetzt: geringer Kohlenhydratanteil, aber dafür hoher Fettanteil in der Nahrung). Dabei werden die Kohlenhydrate reduziert und durch Fett ersetzt; die Proteinmenge bleibt gleich. Oft enthalten auch Trend-Diäten Low Carb-Elemente.
Low Carb und Diabetes
Wer Typ-2-Diabetes hat und Tabletten einnimmt, die die Insulinproduktion anregen (Sulfonylharnstoffe mit Wirkstoffen wie Glibenclamid und Glimepirid; Glinide mit den Wirkstoffen Repaglinid oder Nateglinid), sollte vor einer Umstellung auf eine Low Carb-Ernährung mit seinem Arzt sprechen, um schwere Unterzuckerungen zu vermeiden. Wird die Kohlenhydratmenge reduziert und diese Medikamente weiter eingenommen, kann es zu schweren Unterzuckerungen kommen. In Absprache mit dem Arzt kann die Therapie auf andere Medikamente umgestellt werden, die keine Unterzuckerungen auslösen können (z. B. Metformin, DPP-4-Hemmer, GLP-1-Agonisten, SGLT-2-Hemmer).
Wird der Diabetes (egal ob Typ 1 oder Typ 2) mit Insulin behandelt, muss die Insulinmenge an die geringere Kohlenhydratmenge angepasst werden, um Unterzuckerungen zu vermeiden. Auch hier am besten mit dem Arzt sprechen!
Nicole Finkenauer-Ganz | Redaktion Diabetes-Journal
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
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123novesia postete ein Update vor 1 Tag, 11 Stunden
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo zusammen,
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lena-schmidt postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche
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Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena