Welche Methode zum Abnehmen passt zu mir?

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Welche Methode zum Abnehmen passt zu mir?

Abzunehmen und das Gewicht dann auch zu halten, gleicht einem Langstreckenlauf. Worauf kommt es dabei an? Welche Taktik ist die richtige, um sicher ins Ziel zu gelangen? Das sagt Ihnen Dipl.-Psychologe Prof. Dr. Bernhard Kulzer und ergänzt so sein Titelthema „Emotionen, Stress und Übergewicht“ aus der Januar-Ausgabe des Diabetes-Journals.

Klar ist: Beim Abnehmen sind eher Ausdauerfähigkeiten als kurze Sprints gefragt. Wie gelingt es, durchzuhalten? Bei einem Marathonlauf gibt es ganz unterschiedliche Techniken, um zum Ziel zu kommen. Während des Trainings bekommt man ein Gefühl dafür, welcher Laufstil für einen selbst gut passt.

Ähnlich verhält es sich beim Gewichtsabnehmen: Auch hier gibt es ganz unterschiedliche Methoden, um langfristig erfolgreich zu sein. Einige schwören auf einen schnellen Start, z. B. mit Formula-Diäten oder dem intensiven Besuch eines Fitnesscenters. Andere haben gute Erfahrungen mit Intervallfasten gemacht oder favorisieren die 16:8-Methode, bei der nur in einem Zeitraum von 8 Stunden am Tag gegessen wird.

Die meisten Menschen lassen es lieber langsam angehen und setzen mit Änderungen am Essverhalten oder mehr Bewegung im Alltag eher auf den langfristigen Erfolg. „Viele Wege führen nach Rom“, könnte man sagen, und tatsächlich sollten Sie überlegen, welche Methode am besten zu Ihnen passt.

Diäten auf den Prüfstand

Viele Menschen haben schon Erfahrungen mit Diäten gesammelt – vielleicht auch Sie. Dann wissen Sie bestimmt, dass dabei oft die Nahrungsmenge begrenzt wird. Oder man darf zwar essen, so viel man möchte, aber nur bestimmte Lebensmittel. Bei vielen Diäten werden bestimmte Nahrungsbestandteile, wie beispielsweise Kohlenhydrate, Fette oder Eiweiß reduziert oder weggelassen. Andere Diäten hingegen fordern den bevorzugten Konsum einzelner Nahrungsbestandteile.

Studien haben ergeben, dass es eine Vielzahl von unterschiedlichen Diätmethoden gibt, die alle erfolgreich sein können. Ob jetzt Low Carb, Low Fat, Ketodiät, MIND-Diät, mediterrane Diät, intermittierendes Fasten oder die Konzepte professioneller Angebote wie das WW (ehemals Weight Watchers)-, Bodymed, Optifast-, M.O.B.I.L.I.S.-Programm oder wie immer sie auch heißen: Eine Gewichtsreduktion ist prinzipiell mit jeder Diätform möglich, solange die Energiezufuhr unter dem Energiebedarf liegt.

Das wichtigste Kriterium für die Auswahl einer geeigneten Ernährungsform für das Abnehmen ist, dass sie sich langfristig gut im Alltag umsetzen lässt, Sie nicht zu sehr einschränkt, Sie dabei nicht dauernd Hunger haben und sich wohlfühlen.

Monotonie vermeiden, Nährstoffmangel verhindern

So wäre es sicher wenig sinnvoll, wenn Sie eine Kostform wählen, bei der Sie nur bestimmte Obst- oder Gemüsesorten essen dürfen. Das ist auf Dauer sehr eintönig, und es ist wenig wahrscheinlich, dass Sie langfristig durchhalten. Und natürlich sollten Sie darauf achten, dass trotz der Kalorienreduktion Ihre Ernährung so ausgewogen bleibt, dass Ihr Körper alle notwendigen Nährstoffe erhält.

Daher sollte bei Ihrer langfristigen Ernährungsweise der Kaloriengehalt der Nahrung nicht unter 1.200 Kilokalorien täglich liegen, damit Sie keinen Nährstoffmangel bekommen. Vorsicht gilt auch für Crash-Diäten mit sehr rigider Kalorienbeschränkung, die eine starke Gewichtsabnahme versprechen, nicht selten aber den Jo-Jo-­Effekt und das Risiko von Heißhungerattacken begünstigen und zu Essstörungen führen können.

Sehr sinnvoll sind hingegen die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), die eine fettarme, energiereduzierte, kohlenhydrat- und ballaststoffreiche Ernährung (etwa 15 bis 20 Prozent Eiweiß, 25 bis 30 Prozent Fett und 50 bis 60 Prozent Kohlenhydrate) anregt. Die DGE rät zudem, bevorzugt pflanzliche Fette zu verwenden und nach Möglichkeit Zucker und Salz einzusparen.

Jede Form der Bewegung ist gesund

Körperliche Bewegung ist neben der richtigen Ernährung wichtig für einen gesunden Lebensstil und hilft beim Abnehmen. Leider haben der technische Fortschritt und unsere Art zu leben dazu geführt, dass wir uns im Alltag immer weniger körperlich betätigen. Dabei hat regelmäßige körperliche Bewegung eine Menge Vorteile für Gesundheit, körperliches Wohlbefinden und Lebensfreude.

Körperliche Bewegung müssen Sie nicht mit Sport gleichsetzen. Jede Form der Bewegung ist gesund, und jede Art von Aktivität ist besser als keine. Wichtig: Die Bewegung soll Ihnen Spaß machen!

Medikamente zum Abnehmen

Medikamente zum Abnehmen sind eher kritisch zu bewerten und sollten nur dann ergänzend zu Maßnahmen zur Lebensstiländerung eingenommen werden, wenn mit diesen allein kein Erfolg erzielt werden konnte. Es gibt aktuell nur ein Medikament (Orlistat; rezeptpflichtig), das mit Einschränkungen zur Unterstützung der Gewichtsreduktion eingenommen werden kann. Es bewirkt, dass das mit der Nahrung aufgenommene Fett teilweise unverdaut ausgeschieden wird.

Häufige Nebenwirkungen sind Magen- und Darmschmerzen, Stuhldrang und Blähungen. Auch kann es zu unerwünschten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen. Es ist daher wichtig, vor der Einnahme mit dem Arzt zu sprechen.

Mit dem Skalpell gegen Übergewicht

Eine chirurgische Therapie (z. B. durch Schlauch­magen, Magenbypass, bilio­pan­krea­tische Diversion) sollte erst dann erwogen werden, wenn eine extreme Adipositas – oft auch schon mit Begleiterkrankungen – besteht und die bisherigen Therapieversuche alle nicht zum Erfolg geführt haben. Auf der einen Seite belegen zahlreiche Studien die Wirksamkeit chirurgischer Verfahren zur Gewichtsreduktion. Allerdings sind diese wie alle Operationen auch mit einer Reihe von Risiken behaftet.

Und: Häufig müssen nachträglich weitere Operationen zum Vermindern der dann bestehenden Hautschürzen vorgenommen werden. Einige der Eingriffe können lebenslang nicht rückgängig gemacht werden und zudem müssen meist lebenslang bestimmte Nährstoffe eingenommen werden. Es ist daher absolut wichtig, sich mit einem Arzt des Vertrauens über die Chancen und Risiken zu beraten und gegebenenfalls auch eine zweite Meinung einzuholen.


von Prof. Dr. phil. Bernhard Kulzer
Forschungsinstitut Diabetes-Akademie Bad Mergentheim (FIDAM),
Diabetes Zentrum Mergentheim, 97980 Bad Mergentheim

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (2) Seite 30-31

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  • Huhu, ich bin Marina und 23 Jahre alt, studiere in Marburg, habe schon etwas länger Typ 1 Diabetes und würde mich total über persönlichen Austausch mit anderen jungen Menschen/Studis… freuen, vielleicht auch mal ein Treffen organisieren oder so 🙂 Schreibt mir gerne, wenn ihr auch Lust habt!

  • wolfgang65 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 2 Tagen

    Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!

    Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.

    Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.

    LG Wolfgang

  • Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!

    • Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
      Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
      Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
      Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
      Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!

    • @suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊

    • Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
      Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
      Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
      auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.

      Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.

      Gruss Wolfgang

    • michatype3 antwortete vor 2 Tagen

      Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.

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