YuScale – eine Waage, die mehr kann, als nur euer Essen zu wiegen

3 Minuten

Community-Beitrag
YuScale – eine Waage, die mehr kann, als nur euer Essen zu wiegen

Heute gibt es mal einen kleinen Testbericht über eine kleine, aber feine Waage, die euch nicht nur sagt, wie viel euer Essen wiegt, sondern auch, wie viele Kohlenhydrate darin enthalten sind.

Vor geraumer Zeit bekam ich eine Mail vom Unternehmen YuScale (deutsche Erklärung), ob ich nicht Lust hätte, deren neues Projekt zu testen: eine Waage, die genau weiß, wie viele Kohlenhydrate nun auf meinem Teller sind.

Die Yuscale-Waage

Wo liegt der kleine, feine Benefit?

Wow, dachte ich mir am Anfang, denn ich kannte schon zwei andere „Projekte“, die das Gleiche machen können bzw. sollen. Nur: Wo liegt hier nun der kleine, aber feine Benefit? Ganz einfach: Die Waage hat eine integrierte Essensdatenbank, und man wiegt doppelt.

Ihr fragt euch jetzt bestimmt, warum man doppelt wiegen muss? Nun … berechnet ihr das Gewicht des Tellers für eure Insulindosis oder nur das, was auch tatsächlich drauf ist? Natürlich nur Letzteres. Ergo muss man einmal das Leergewicht ermitteln.

Dies geschieht auf zwei Wegen und hat auch dementsprechende Einsatzmöglichkeiten:

  • Möglichkeit 1: Ihr wiegt den leeren Teller, bestückt diesen dann mit eurem Essen, wiegt den vollen Teller noch einmal und schon habt ihr das Gewicht eures Essens. Der letzte und entscheidende Schritt folgt nach der 2. Beschreibung 😉
  • Möglichkeit 2: Ihr wiegt den vollen Teller, esst auf und wiegt dann den leeren Teller noch einmal. Bei beiden Möglichkeiten MUSS ein Foto vom Essen gemacht werden, um die Nährwertermittlung überhaupt beginnen zu können. Also fix ’n Foto machen, mit dem Finger die einzelnen Essensbestandteile umranden und aus der integrierten Datenbank deklarieren. Aufgrund des Fotos und des Gewichtes ermittelt nun die App, was wie viel an Nährstoffen hat und wie viel Gramm Kohlenhydrate die Portion hat. Anschließend kann man im Log auch noch seinen Blutzucker und, wenn man möchte, sein aktuelles Körpergewicht eintragen.

Warum gibt es denn nun zwei Möglichkeiten?

Auch diese Frage ist relativ leicht und schnell beantwortet. Geht mal in ein Restaurant oder auf eine Fete und fragt nach einem identischen Teller: In den seltensten Fällen bekommt ihr einen. Ist es eine kleine Fete oder ein kleines Bistro, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ihr diesen bekommt.

Und wie geht es nun weiter?

Ob und inwieweit die Waage verfügbar sein wird, ist nach meinem aktuellen Stand nicht bekannt. Die Pilotphase wurde vor einigen Wochen abgeschlossen. Nebenbei wurde auch ein kleines Fundraising gestartet für eine Waage, die in eine Handyhülle verbaut wurde. Leider wurde das Projekt nach kurzer Zeit eingestellt.

Leider ist auch seit dem 22. März kein neues Update für die App mehr gekommen, in der auch die Anbindung zur Food-Database (Fddb; Lebensmitteldatenbank) angesprochen wurde. Auch hier gilt: Ob und wann es kommt, ist derzeit unbekannt.

Fazit

Für zuhause ist die Waage zum Lernen des Abschätzens von Portionen ganz gut. Für geschulte Diabetikeraugen oder für alle, die den Großteil der Nährwerte ihrer Nahrung kennen, ist sie eher als nettes Gimmick anzusehen. Für Neudiagnostizierte ist die Waage schon etwas, was ich persönlich den Leuten empfehlen würde. Auch für diejenigen, die oft unterwegs sind und dementsprechend oft in Restaurants essen.

Wenn noch Fragen offen sein sollten, stellt diese ruhig und ich versuche, diese so gut wie möglich zu beantworten.

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Diabetes-Anker-Podcast: Adventszeit und Weihnachten blutzuckerbewusst genießen – mit Kirsten Metternich von Wolff
Kirsten Metternich von Wolff erklärt im Diabetes-Anker-Podcast, wie man Weihnachtsmarkt-Besuche, Plätzchen-Backen und Schlemmen zu den Festtagen gesund und blutzuckerbewusst genießen kann. Zudem gibt die Ernährungs-Expertin einen Ausblick auf das diesjährige Diabetes-Anker-Weihnachtsmenü.
Diabetes-Anker-Podcast: Adventszeit und Weihnachten blutzuckerbewusst genießen | Foto: Picture People / MedTriX

2 Minuten

Rezept für Frozen Himbeer-Joghurt
Mit unserem Rezept für Frozen Himbeer-Joghurt zauberst Du in nur 30 Minuten eine köstliche und erfrischende Leckerei für den Sommer.
Rezept für Frozen Himbeer-Joghurt

2 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

    Wer ist am Start?

    ( 4 von 6 )
    66.67%
    ( 1 von 6 )
    16.67%
    ( 1 von 6 )
    16.67%