#DiabetesDialog: Wie gesunde Ernährung eine gute Diabetes-Einstellung unterstützen kann

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#DiabetesDialog: Wie gesunde Ernährung eine gute Diabetes-Einstellung unterstützen kann

Im März fand der erste #DiabetesDialog dieses Jahres statt. Diesmal drehte sich alles um das Thema gesunde Ernährung – ein zentraler Aspekt für eine selbstbestimmte Diabetes-Therapie. Wie immer standen Experten im Rahmen der von Sanofi initiierten Aufklärungskampagne „Wissen was bei Diabetes zählt – Gesünder unter 7 PLUS“ interessierten Patienten Rede und Antwort.

Wie kann ich mich gut und ausgewogen ernähren? Auf was muss ich als Mensch mit Diabetes besonders achten? Und wie bleibt man mit gesunder Ernährung am Ball? Die beiden Experten Prof. Andreas Pfeiffer, Diabetologe und Ernährungsmediziner an der Berliner Charité, und Prof Matthias Blüher, Diabetologe und Adipositas-Forscher an der Universität Leipzig, nahmen sich Zeit, diese und viele weitere Fragen der Betroffenen zu beantworten.

Zu Beginn des Gesprächs räumte Professor Pfeiffer direkt mit einem häufigen Irrglauben auf: „Patientinnen und Patienten mit Diabetes neigen dazu, die Kohlenhydrate möglichst wegzulassen, weil diese den größten Blutzuckeranstieg verursachen. Wir wissen aber mittlerweile, dass eine kohlenhydratarme Ernährung nicht gesund ist, auch nicht für Menschen mit Diabetes.“ Wichtiger sei es, eine optimale Versorgung des Körpers mit allen wichtigen Nährstoffen im Blick zu haben. Professor Blüher ergänzte: „Wir empfehlen eine vitamin-, gemüse- und obstreiche Ernährung. Aber gerade bei Obst darf man nicht vergessen, dass darin sehr viel Zucker enthalten sein kann, etwa in Weintrauben.“

Kleine Zielsetzungen und individuelle Herangehensweise

Die Umstellung auf eine ausgewogenere Ernährung und mehr Bewegung im Alltag fällt vielen Menschen schwer. Vor allem bei plötzlichen und drastischen Veränderungen, kann es schwierig sein, motiviert zu bleiben. Die Experten raten daher: kleine Zielsetzungen. Auch eine individuelle Herangehensweise sei wichtig. So einzigartig wie jeder Mensch, sei auch der Diabetes und daher sehe auch die optimale Ernährung für jeden anders aus.

Um den persönlichen Weg zu einer dauerhaft gesunden Ernährung zu unterstützen, empfehlen die Experten, regelmäßig Schulungen bei Diabetesberaterinnen und -beratern zu besuchen – auch nach vielen Jahren eines Lebens mit Diabetes.

Eine weitere wichtige Botschaft der beiden Experten lautete: Die Wahl der bevorzugten Ernährungsweise kann dabei helfen, motiviert zu bleiben. Mediterrane Kost zum Beispiel eigne sich hervorragend für Menschen mit Diabetes. Auch eine vegetarische oder vegane Ernährung sei problemlos möglich, wenn auf die Zusammensetzung der Mahlzeiten geachtet wird.

Das Livezeichner-Bild zum vergangenen Gesünder unter 7 PLUS:

Das Livezeichner-Bild zum vergangenen Gesünder unter 7 PLUS: “Wie gesunde Ernährung eine gute Diabetes-Einstellung unterstützen kann” | Foto: Sanofi

Langzeitblutzucker-Wert: „Gesünder unter 7“

Für Menschen mit Diabetes spielt Ernährung eine besonders wichtige Rolle. Durch die richtige Ernährung können sie eine bessere Blutzuckereinstellung erzielen. „Die Aktion heißt ja ‚Gesünder unter 7` und bezieht sich damit auf den Langzeitblutzucker“, sagt Prof. Blüher. Der Name „Gesünder unter 7“ nimmt Bezug auf den Langzeitblutzuckerwert, der in den meisten Fällen individuell vereinbart im Zielkorridor von ungefähr 6,5 bis 7,5 Prozent liegen sollte. Je besser die Blutzuckereinstellung ist, desto geringer sind die Risiken für schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Sofa-Talk in der Blood Sugar Lounge

Auch dieses Mal gab es im Anschluss an den #DiabetesDialog den traditionellen Sofa-Talk mit dem Kooperationspartner Blood Sugar Lounge (BSL). Dort sprach Moderatorin Stephanie Bagehorn mit den BSL-Autorinnen Katharina Weirauch, Mia Roßmanith und Huda El Haj Said über ihre Erfahrungen zum Thema Ernährung. Wie verändert sich nach der Diagnose Diabetes das Essverhalten? Welches Wissen zum Thema Ernährung muss man sich aneignen? Welche Vorurteile begegnen Menschen mit Diabetes diesbezüglich im Alltag?

Wer möchte, kann sich das Experten-Gespräch und den dazugehörigen Sofa-Talk hier ansehen.

Weitere Informationen und Services, um mit Diabetes ein besseres Leben zu führen sowie zur Veranstaltung #DiabetesDialog unter: www.gesuender-unter-7.de

von Redaktion Diabetes-Anker

Das Redaktionsteam des Diabetes-Ankers besteht aus erfahrenen Journalistinnen und Journalisten – teils mit medizinischem und naturwissenschaftlichem Hintergrund sowie selbst von Diabetes betroffen – die seit vielen Jahren zum Thema Diabetes publizieren.

mit Materialien von Sanofi

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  • kety22 postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

    • Hallo!
      Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
      Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
      Vielleicht hilft das etwas – viel Glück

  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen

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  • mr postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?