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Kolumne „Fernweh“: Auf nach „Gartanien“?
2 Minuten
Stadtleben mit Schattenseiten: Zehn Jahre Hamburg, da wächst manchmal der Wunsch nach Ruhe. Übergangslösung: Haus- und Gartentausch bei Freunden – praktisches „Win-win“ für Susanne, die mobil arbeitet. Doch die Sehnsucht bleibt: eine leise Wohnung in Hamburg.
Ich wohne seit zehn Jahren in Hamburg. Meine Wohnung erwies sich – gerade für mich als damaligen Hamburg-Neuling – als echter Glücksgriff: Altbau mit viel Tageslicht, oberste Etage, Balkon, ein nettes Viertel, eine relativ günstige Miete ohne Staffelsteigerung, ein paar Nachbarn wurden zu engen Freunden, U-Bahn, Supermarkt, Drogerie – alles vor der Haustür und eine gemütliche Flaniermeile mit Eisdiele, Cafés, Boutiquen und Restaurants um die Ecke. Aber vor ein paar Monaten habe ich bemerkt: Ich will hier weg. Fernweh der ganz anderen Art …
Warum? Zehn Jahre später bin ich offenbar empfindlicher gegenüber Lärm geworden. So schön es ist, „mittendrin“ zu sein – Stadtleben und Ruhe findet man selten auf einmal. Man kann eben nicht alles haben. Und immer, wenn nachts auf der Straße besonders laut gefeiert wurde, stöbere ich am Morgen danach besonders intensiv in den Wohnungs-Inseraten. Aber es scheint ob der gestiegenen Preise und der mangelnden Auswahl aussichtslos. Also aktivierte ich mein ganzes Netzwerk: Kennt jemand jemanden, der jemanden kennt, der von einer freien Wohnung weiß?
Autorin Susanne Löw und ihre Kolumne Fernweh
Susanne Löw ist freie Journalistin und lebt in Hamburg. Die gebürtige Bayerin hat seit dem Jahr 2002 Typ-1-Diabetes und ist seitdem erst recht gern unterwegs. Ihre weltweiten Erfahrungen mit „Zucker im Gepäck“ hat sie in einem gleichnamigen Ratgeber zusammengefasst (ISBN 978-3-87409-701-7).
In der Kolumne Fernweh schreibt sie in jeder Diabetes-Anker-Ausgabe über ihre Reise-Leidenschaft uns alles, was dazugehört.

Bei einer dieser Unterhaltungen entstand dann eine Idee. „Wir sind demnächst drei Wochen im Urlaub, du könntest in dieser Zeit unser Haus nutzen“, schrieb ein Freund – der übrigens auch Typ-1-Diabetes hat und der mit seiner Familie rund acht Kilometer Luftlinie entfernt am ruhigen Stadtrand lebt. Das erzählte ich später anderen Freunden, die an der Elbe wohnen. Und siehe da: Auch die fuhren bald darauf für zwei Wochen weg und freuten sich, dass in der Zwischenzeit jemand aufs Haus aufpasste. Kurios: Auch diese Hausbesitzerin hat Typ-1-Diabetes. Ein lustiger Zufall.
„Win-win“ heißt das auf Neudeutsch – zumal ich von überall aus arbeiten kann. Die Auszeiten in fremden und vor allem ruhigen Gärten im Sommer waren toll, um die Geduldsbatterien wieder aufzuladen. Aber ein wenig habe ich ja schon die Nachbarn, die Cafés und unser „Urban Gardening Projekt“ vermisst. Nun kommt die kalte Jahreszeit, da wird es ohnehin draußen ruhiger. Aber falls doch noch jemand von einer ruhigen Wohnung in Hamburg weiß … ich wäre interessiert. Denn der nächste Sommer kommt bestimmt – und damit auch wieder das Fernweh!
von Susanne Löw
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 74 (11) Seite 82
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kasch postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 3 Tagen, 5 Stunden
Hey, ich habe die Omnipod 5 und zurzeit noch den Dexcom g6.
Die App läuft auf dem iPhone 12. wie kann ich das iPhone auf die Version 26.1 updaten? Automatische Updates würden ja gleich auf 26.2 gehen. Wie kann ich das manuell machen? -
thomas55 postete ein Update vor 3 Tagen, 12 Stunden
Ich komme gerne zum T1day. Sicher treffe ich einige von euch aus der online community.
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moira antwortete vor 3 Tagen, 2 Stunden
Ich würde auch gerne kommen – geht aber beruflich nicht. Gibt es noch einen anderen Termin um mal andere live zu treffen?
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lena-schmidt antwortete vor 3 Tagen
Hallo Thomas, super, dann sehen wir uns dort. Kommst du auch zum Vorabend-Event? Liebe Grüße Lena
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lena-schmidt antwortete vor 3 Tagen
@moira: Schau gerne mal in den Veranstaltungskalender hier beim Diabetes-Anker, vielleicht findest du etwas in deiner Region. 🙂
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