Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #49 | Serie zu Vorsorgeuntersuchungen (9) – die Darmflora

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49 - Vorsorgeuntersuchung (9) – der Darm – Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt
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Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #49 | Serie zu Vorsorgeuntersuchungen (9) – die Darmflora

Die Darmflora beeinflusst Blutzucker, Gewicht und Immunsystem – bei Diabetes besonders relevant. Warum ein gesundes Mikrobiom zum Diabetes-Management gehört, was Probiotika leisten können und welche Vorsorgeuntersuchungen wichtig sind, erklärt Caro in ihrer Kolumne.

Diabetes ist ein sehr komplexes Krankheitsbild, was sich langfristig auf die gesamte Funktionalität des Körpers auswirkt. Daher ist es umso wichtiger, neben einem guten Diabetes Management, auch regelmäßige Vorsorgetermine wahrzunehmen, um eventuelle Folgeerkrankungen frühzeitig zu erkennen und entsprechend entgegenwirken zu können.

In dieser Beitragsreihe möchte ich Dich durch die verschiedenen Vorsorgebereiche mitnehmen. Mein Ziel ist es, ein Bewusstsein dafür bei Dir zu schaffen, sodass Du langfristig diese in Dein Diabetes Management etablieren kannst und somit langfristig einem langen Leben (trotz Diabetes) nichts mehr im Wege steht.

Gesundes Bauchgefühl: Wie die Darmflora unseren Diabetes beeinflusst

Es heißt, Liebe geht durch den Magen. Diabetes auch? Aber sowas von! Welcher Mensch mit (Typ-2-)Diabetes kennt diese übergriffigen Kommentare nicht, wie u. a. „Du musst Dich nur gesünder ernähren“ oder „Das solltest Du lieber nicht (mehr) essen“. Bei Diabetes steht die Ernährung immer an erster Stelle.

Und das nicht ohne Grund, denn diese macht den Löwenanteil bei einem erfolgreichen Diabetes Management aus. Doch nicht nur wenn die Erkrankung bereits ausgebrochen ist, sondern auch lange davor. Dieser Beitrag soll sich aber nicht ums Thema „Ernährung“ drehen, sondern vielmehr um das, was dahinter steckt: unsere Darmflora.

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Für alle, deren Biologie-Unterricht schon etwas her ist oder zu dem Zeitpunkt nicht anwesend waren (in welcher Form auch immer), kommt hier eine kleine Erläuterung über die Funktionen unseres Mikroorganismus. Unsere Darmflora, auch bekannt als Mikrobiom, ist eine Gemeinschaft bestehend aus Mikroorganismen, wie u. a. Bakterien, Viren oder Pilzen, die unseren Magen-Darm-Trakt besiegeln.1

Was erstmal total eklig klingt, kann aber für uns lebenswichtig sein, denn unsere Darmbakterien helfen uns bei der Verdauung, produzieren für uns wichtige Vitamine, stärken unser Immunsystem, steuern unser Gehirn und beeinflussen unseren Stoffwechsel.2 Und wie wir ja alle wissen, ist Diabetes eine Stoffwechselerkrankung, weshalb es nahe liegt, dass eine gesunde Darmflora für uns, egal, ob mit Diabetes oder nicht, das A und O ist.

In uns leben Billiarden von Bakterien aus über 100 verschiedenen Stämmen. Und natürlich haben die verschiedenen Bakterien-Arten auch unterschiedliche Aufgaben. Unter anderem gibt es Bakterien, die uns bei einer Gewichtsreduktion helfen können. Oder Einfluss auf erhöhte Blutzuckerwerte, einen erhöhten Blutdruck, Entzündungen oder auch Depressionen haben können. Alles Symptome, die wir z. B. durch Folgeerkrankungen bei Diabetes kennen. Baktierenstämme, die effektiv gegen die oben aufgeführten Symptome wirken, sind u. a. Lactobacillus rhamnosus / plantarum / casei oder Bifidobacterium lactis / bififum / infantis.2

Das hört sich jetzt ziemlich lateinisch an, aber alles zusammen ist das ein wirklich guter Probiotika-Cocktail, der wirkungsvoller als jede Saft- oder Smoothiekur ist. Doch natürlich kommt eine Saftkur aufgrund des hohen Fruchtzuckergehalts sowie dem Wissen, dass ganze Früchte wertvollere Vitamine und Ballaststoffe enthalten, als im pürierten Zustand, für uns Menschen mit Diabetes nicht in Frage. Oder?

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Kommen wir also ans Eingemachte. Wir wissen, dass Zucker im Blut Alterungsvorgänge sowie Entzündungen beschleunigt. Gerade weil Darmbakterien mit der Verwertung und Resorption unserer Nahrung eng verbunden sind, nehmen diese auch einen starken Einfluss auf unseren Glukosehaushalt. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Menschen mit Diabetes eine ungesündere Darmflora, als gesunde Menschen aufweisen. Bspw. haben sie nur halb so viele Bakterien vorhanden, die für eine Gewichtsreduktion, doch doppelt so viele, die für eine Gewichtszunahme sorgen.2 Und wer kennt’s nicht – gerade bei Typ-2-Diabetes will die Waage bei vielen einfach nicht runter gehen. Falls Du dich immer gefragt hast warum, ist das hiermit eine der Antworten.

Aber natürlich erfinde ich mit diesem Beitrag nicht das Rad neu, sondern auch die Medizin ist immer hinten dran, auch auf diesem Gebiet Studien durchzuführen. So gab es bspw. eine Studie in den USA, wo verschiedene Darmbakterien Menschen mit Typ-2-Diabetes innerhalb von 12 Wochen an unterschiedliche Testgruppen verabreicht wurden. Und das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Der HbA1c-Wert sank um die 0,6 Prozent bei den Probanden, die Probiotika zu sich nahmen.3 Pretty good, oder? Und natürlich wurden diese Studien ebenfalls zuvor an Mäusen durchgeführt.

Caros Kolumne

Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt

Caros Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“

Hallo, mein Name ist Caro! Ich wurde als 27-Jährige mit einem Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Erfahrt in meiner Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“ alles über meine außergewöhnliche Reise als junge Frau mit Diabetes. Viel Spaß beim Lesen!

➤ alle Kolumnen-Beiträge von Caro

Zwar eine andere Studie, aber genauso ansehnliche Ergebnisse! Denn diesen kleinen süßen Nager wurden u. a. die Bifidobakterien „animalis“ und die Milchsäurebakterien „Lactococcus lactis“ zugeführt. Woraufhin der Blutzucker sichtlich gesunken ist, Entzündungen reduziert und die Zellen wieder empfindlicher gegenüber Insulin wurden.2 Wahnsinn, oder?

Ich finde, diese Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen und klingen sehr vielversprechend – auch bei der Behandlung sowie Prävention von Typ-2-Diabetes. Natürlich hat eine gesunde Darmflora mehr Vorteile, als nur bessere Blutzuckerwerte. Wie eingangs erklärt, steuert unser Darm u. a. unser Gehirn und beeinflusst viele lebensnotwendigen Funktionen.

Seit meiner Lebensmittelvergiftung im Januar 2023, bei der ich wirklich meinen Darm (inkl. Bakterien) vollends entleert hatte, verwende ich Probiotika, um meine Darmflora wieder aufzubauen. Wo anfangs ein kleiner Husten von einer außenstehenden Person gereicht hat, um mich direkt anzustecken und flach liegen zu lassen, so fühle ich mich heute geschützter durch ein gestärktes Immunsystem.

Doch nicht nur mein Immunsystem hat von profitiert – nein, auch meine Haut ist reiner geworden und ich verdaue Essen wesentlich besser. Ob es einen Einfluss auf meine Blutzuckerwerte hat, weiß ich nicht. Doch geschadet hat es sicherlich auch nicht. Ich kanns nur empfehlen, es einfach mal auszuprobieren und wer weiß, vielleicht hilft es ja auch Dir mit dem ein oder anderen „Problemchen“.

Wer lieber auf pure Natur setzen möchte, dem empfehle ich für eine gesunde Darmflora

  • auf kurzkettige Kohlenhydrate (Zucker, Weißmehl) zu verzichten
  • kohlenhydratärmer sich zu ernähren (vor allem am Abend)
  • auf genügend Proteine, Ballaststoffe und Omega-3-Fettsäuren zu achten
  • und ganz wichtig: immer ordentlich und genügend zu kauen, denn Verdauung beginnt im Mund.4

Quellen:
1 https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/organe/eine-intakte-darmflora-unverzichtbar-fuer-die-gesundheit/
2 Buch: „Gesund mit Darm“ von Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann (2022)
3 https://www.diabetiker-nds.de/news/meldung/news/probiotika-verbessern-darmflora-und-zuckerwerte
4 https://www.meinmed.at/gesundheit/darmflora/1726


von Caro

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  • zojou96 postete ein Update vor 1 Tag

    Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂

  • darktear postete ein Update vor 1 Tag, 15 Stunden

    Hallo,

    hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
    Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
    Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
    Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
    Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
    Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁

    LG Sandra

  • uho1 postete ein Update vor 2 Wochen

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute