- Leben mit Diabetes
Die etwas andere „Diabetes-Medizin“: Humor ist, wenn man trotzdem lacht
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In unserer Umfrage zur Lebensqualität haben wir auch gefragt: „Was war bisher mein lustigster Moment mit Diabetes?“ Während sich die einen darüber empörten, fanden es andere eine gute Anregung, einmal darüber nachzudenken. Die meisten der Befragten bedankten sich für diese Frage: „Ich habe noch nie darüber nachgedacht – danke für die Frage“, „Ich nehme den Diabetes mit Humor und lasse meine Mitmenschen dies spüren :-)“.
Aus wissenschaftlicher Sicht ist Humor heilsam. Er kann Stress und Ängste abbauen, soziale Kontakte fördern und die psychische Gesundheit verbessern. Wenn wir lachen, werden in unserem Körper Endorphine, auch Glückshormone genannt, ausgeschüttet, die helfen, Stress abzubauen und eine positive Stimmung zu erzeugen. Studien zeigen, dass humorvolle Menschen Belastungen und Stress besser bewältigen und seltener unter psychischen Störungen leiden.
Humor ist eine Charaktereigenschaft und eine innere Lebenseinstellung. Die Humor-Forscherin Prof. Dr. Barbara Wild aus Stuttgart formuliert es so: „Humor ist eine wichtige Fähigkeit, um sich mit Ängsten, Aggressionen und anderen negativen Gefühlen auf eine positive und meist sozial verträgliche Art auseinander setzen zu können. Er hilft bei der inneren Distanzierung, die Situation von außen zu betrachten. (…) Um humorvoll zu sein, muss man etwas Distanz zu den Dingen, Menschen, Situationen haben [die einen beschäftigen]“.
Humor hilft: „Jung geblieben dank Verzögerungsinsulin“
Bei Diabetes helfen Humor, eine Prise Achtsamkeit und eine gewisse Gelassenheit, die täglichen Anforderungen des Diabetes gut zu bewältigen. So, wie eine Teilnehmerin es schilderte: „Wenn mir jemand sagt, wie jung ich aussehe, antworte ich, das komme daher, dass ich früher Verzögerungsinsulin gespritzt habe.“
Sehr viele Teilnehmer hatten schon lustige Erfahrungen im Zusammenhang mit Insulinpumpe oder CGM-System – und nicht selten schlagfertige Antworten: „Erstaunte Blicke wegen des Sensors und meine (nicht ernst gemeinte) Auskunft: Ich habe Kontakt zu einer außerirdischen Spezies“, „… als der Sensor für ein GPS-System gehalten wurde, womit mich meine Eltern überwachen“ oder „Was ist das an deinem Arm. Ich: GPS-Überwachung von meinem Mann. Dies hat man mir geglaubt:-)“.
Ein Klassiker sind auch die Reaktionen anderer Menschen, die Insulin mit Rauschgift verwechseln: „Die erste Reaktion der Flughafensecurity auf meine Insulinpumpe. Die Dame war wegen meiner Pumpe derart nervös und verunsichert, dass sogar die anderen Reisenden lachen mussten.“ Auch gut: „Als mich ein anderer Gast im Restaurant gefragt hat, ob ich legal Drogen spritze?“
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stephanie-haack postete ein Update vor 6 Tagen, 18 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 6 Tagen, 19 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 6 Tagen, 18 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
