- Psyche
Digitale Selbsthilfe: Apps für die psychische Gesundheit
3 Minuten

Psychische Gesundheit ist ein zentrales Thema bei Diabetes. Die Therapie soll nicht nur Akut- und Folgeerkrankungen verhindern, sondern auch eine gute Lebensqualität ermöglichen. Psychische Erkrankungen sind aber immer noch mit einem Scham- und Stigmatisierungs-Problem verbunden. An dieser Stelle können digitale Gesundheitsanwendungen wertvoll unterstützen.
Vielen Betroffenen fällt der Schritt, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, schwer. Sie spüren Scham, überhaupt über das Thema zu sprechen. Sie hoffen, dass die Beschwerden von allein wieder verschwinden. Sie sind unsicher, ob die Symptome wirklich „schlimm genug“ sind. Und die Aussicht auf lange Wartezeiten auf einen Therapieplatz schreckt ebenfalls viele ab, sich Hilfe zu suchen.
Viele Betroffene – wenige Hilfesuchende
Nach Schätzung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) sind jedes Jahr in Deutschland 27,8 Prozent der Erwachsenen oder etwa 17,8 Millionen Menschen von psychischen Erkrankungen betroffen. Lediglich 18,9 Prozent der Betroffenen suchen Unterstützung. Es gibt andere Schätzungen, die davon ausgehen, dass mehr als jede zweite Person in ihrem Leben eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung entwickelt.
Dieser Zahl stehen etwa 39.000 niedergelassene ärztliche und psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten in Deutschland gegenüber. Jede und jeder davon müsste jährlich etwa 456 Menschen behandeln, um alle versorgen zu können. Angesichts der Länge und Intensität von Psychotherapie kann dies nicht funktionieren.
Neue Versorgungsformen sind deshalb ein wichtiger Baustein, um Betroffenen frühzeitig Unterstützung anzubieten. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) schließen genau hier an: Sie vermitteln wissenschaftlich fundierte therapeutische Inhalte, können unmittelbar nach Verordnung genutzt werden und helfen dabei, die Zeit bis zu einer Psychotherapie sinnvoll zu überbrücken oder eine bestehende Behandlung zu ergänzen.
Damit eine App zur DiGA wird, muss nachgewiesen werden, dass sie einen positiven Effekt in der Versorgung hat und Beschwerden tatsächlich bessern kann. Bei erfolgreicher Prüfung können DiGAs von Ärztinnen und Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und -therapeuten verordnet werden. Die Kosten übernehmen bei entsprechender Indikation die gesetzlichen Krankenkassen.
Dieser Text steht nur eingeloggten Community-Mitgliedern zur Verfügung.
Melde dich jetzt kostenlos an, um diesen Beitrag lesen zu können.
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Psyche

5 Minuten
- Psyche
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
multi postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Doppel-Diabetes vor 1 Tag, 6 Stunden
Hallo, hat hier noch jemand Doppeldiabetes (durch Corona verursacht oder warum auch immer)? Ich würde mich gerne austauschen.
olivers postete ein Update vor 6 Tagen, 9 Stunden
Hallo Zusammen!
Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
Liebe Grüße
Oliverzojou96 postete ein Update vor 1 Woche
Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂



