Ohne dich ist alles doof! Warum DU der wichtigste Faktor bei deinem Diabetes bist!

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Ohne dich ist alles doof! Warum DU der wichtigste Faktor bei deinem Diabetes bist!

Der Diabetes kommt ohne Vorwarnung in unser Leben und bleibt. Ein ungebetener Gast, der nicht mehr nach Hause geschickt werden kann. Wir werden nicht vor eine Wahl gestellt, wir müssen ihn einziehen lassen und ihn akzeptieren. Ihm ein Bett machen und uns um ihn kümmern, als wäre er unser neues Haustier, dass wir uns nicht gewünscht haben. Für wahrscheinlich immer. Wir hatten bei der Sache keinerlei Mitspracherecht und trotzdem, oder gerade deswegen, geht ohne uns am Ende einfach gar nichts.

Wenn du gedanklich nicht mehr beim Diabetes bist, hat der auch keinen Bock mehr auf dich.

Klingt sinnvoll, oder? Und trotzdem stoße ich seit Jahren immer und immer wieder auf Menschen mit Diabetes, die diesen weitestgehend aus ihrem Leben ausgeschlossen haben und nichts damit zu tun haben wollen. Und immer wieder geht es ihnen damit nicht gut. Die Werte passen nicht, drücken aufs Wohlbefinden und machen krank. Die Therapie funktioniert nicht mehr. Schon vor Jahren habe ich darüber geschrieben, dass wir uns den Diabetes leider mit ins eigene Boot holen müssen, um ordentlich mit ihm arbeiten zu können. Wir auf dem einen und der Diabetes auf dem anderen Boot – so funktioniert es leider nicht, dafür schlagen die Wellen zu hoch, zumindest, wenn man einen bunten und nie langweiligen Alltag hat.

Du kennst dich am besten, zumindest sollte das so sein!

Obwohl unsere Ärzte uns mit der Zeit ganz gut kennen lernen können und natürlich besonders viel Erfahrung mit sehr vielen Patienten haben, kennt kein Diabetologe uns so gut, wie wir uns selbst kennen. Nur wir allein mussten unser ganzes Leben mit uns selbst leben. Wir wissen am besten, wann uns was wie guttut. Wir haben unseren Diabetes. Und deswegen sind genau wir diejenigen, die bei unserer Therapie eben das Zünglein an der Waage sind.

Wenn du das Gefühl hast, dass du dich selbst nicht gut genug kennst, wird es genau jetzt Zeit damit, dich besser kennen zu lernen! Da kann noch so ein tolles CGM-System an unserem Arm kleben, die allerneuste Pumpe am Schlauch hängen – wenn wir nicht auf uns hören und mitspielen, klappt der Rest auch nicht.

Ohne dich ist alles doof

Was ich damit sagen möchte: Bleib dran, auch wenn’s schwerfällt. Dein Diabetes kann nichts dafür, du kannst nichts für den Diabetes. Trotzdem braucht dich der Diabetes im Alltag und auch dein Körper braucht dich! Versucht, zusammen das Beste daraus zu machen, werdet ein Team und steuert gemeinsam in die gleiche Richtung – nur mit dir im Boot kann der Diabetes in die richtige Richtung fahren!

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  • thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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