Psychosoziale Folgen von Isolations- und Quarantänemaßnahmen

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Psychosoziale Folgen von Isolations- und Quarantänemaßnahmen

Sowohl die Regeln zur Reduzierung der räumlichen Nähe zu anderen Personen als auch die Quarantänemaßnahmen im engeren Sinne sind mit einer sozialen Isolierung verbunden. Menschen sind soziale Wesen, für die die Gemeinschaft mit anderen ein fundamentales menschliches Bedürfnis ist – wichtig für Wohlbefinden, Gesundheit und sogar Überleben. Wissenschaftler der Universität Leipzig haben federführend zusammen mit dem Kompetenznetz Public Health zu COVID-19 ein Kurzdossier (Policy Brief) zu den psychosozialen Folgen von Isolations- und Quarantänemaßnahmen veröffentlicht. Darin werten sie vorliegende Studien aus und bieten Lösungsansätze.

Kontaktverbote, Ausgangsbeschränkungen und Abstandhalten – Ziel dieser Maßnahmen ist, das Infektionsgeschehen zu verlangsamen. Doch gleichzeitig gefährden diese Beschränkungen die psychische Gesundheit von Menschen. Ganz besonders trifft es Alleinlebende und das sind in Deutschland rund 27 Prozent der Haushalte.

Um die Folgen der Maßnahmen abzuschätzen und Lösungsansätze zu entwickeln, haben sich Wissenschaftler aus über 25 wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Verbänden zum Kompetenznetz Public Health zu COVID-19 zusammengeschlossen. Darin bündeln sie ihre Fachkenntnis sowie evidenzbasierte Informationen für Behörden, Institutionen und politische Entscheidungsträger.

In dem nun veröffentlichten Policy Brief haben sie Erkenntnisse über psychosoziale Folgen von Isolations- und Quarantänemaßnahmen bei früheren Coronavirus-Ausbrüchen zusammenzutragen, um auf dieser Basis Handlungsmöglichkeiten zur Minimierung psychosozialer Folgen aufzuzeigen.

Studien zu Isolations- und Quarantänemaßnahmen bei SARS- und MERS-CoV-Ausbrüchen ausgewertet

„Wissenschaftliche Studien belegen konsistent negative psychosoziale Folgen von Isolations- und Quarantänemaßnahmen bei den SARS- und lokalen MERS-CoV-Ausbrüchen, darunter Depressivität, Ängstlichkeit, Wut, Stresserleben, Schlafstörungen, Sorgen, Einsamkeit und Stigmatisierungserfahrungen. Diese erhöhten psychosozialen Belastungen treten während der Isolations- und Quarantänemaßnahmen auf, können aber auch noch Monate und gar Jahre nachwirken“, konstatiert Prof. Dr. Steffi Riedel-Heller, Direktorin des Instituts für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP) der Medizinischen Fakultät an der Universität Leipzig.

Bekannte Risikogruppen sind Menschen mit psychischen Vorerkrankungen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Verstärker der Symptombelastungen waren eine längere Dauer der Quarantäne, Einkommenseinbußen und Einschränkungen in der Versorgung mit Alltagsgütern wie Lebensmittel und Haushaltswaren. Mildernd wirkten sich dagegen klare Informationen und soziale Unterstützung aus.

Dr. Susanne Röhr, Wissenschaftlerin am ISAP, betont: „Nach der Literatursichtung bleiben noch viele Forschungsfragen offen. Dringender Forschungsbedarf besteht zu den psychosozialen Folgen von Isolations- und Quarantänemaßnahmen für ältere und hochbetagte Menschen.“

Wissenschaftler empfehlen drei Ansätze zur Minimierung psychosozialer Folgen

Strukturierte Public-Health-Ansätze im Sinne eines umfassenden psychosozialen Krisenmanagements für die Allgemeinbevölkerung existierten bisher nicht. Die Wissenschaftler schlagen nun Maßnahmen zur Minimierung der psychosozialen Folgen von Isolations- und Quarantänemaßnahmen vor.

„Aus Sicht von Public Health geht es darum, einen konsequenten Infektionsschutz umzusetzen und gleichzeitig die Auswirkungen der Pandemie und getroffener Präventionsmaßnahmen im Blick zu behalten, deshalb sollte der Schutz der psychischen Gesundheit integraler Bestandteil im COVID-19 Krisenmanagement sein“, fordert Riedel-Heller. Um psychosoziale Folgen zu minimieren, benennen die Forscher drei komplementäre Lösungsansätze:

  • Zum einen sei eine umfassende Information und Aufklärung zu den möglichen Folgen notwendig. Die Bevölkerung wird dabei sensibilisiert und kann mögliche Beschwerden einordnen.
  • Als zweiten Ansatz führen die Wissenschaftler die Prävention und Gesundheitsförderung in der Allgemeinbevölkerung an. So ließe sich etwa die Resilienz stärken durch Tagesstrukturierung, Bewegungserhalt und gesunde Ernährung.
  • Der dritte Lösungsansatz bezieht sich auf psychotherapeutische Interventionen, vor allem bei besonders gefährdeten Gruppen und Personen mit psychischen Vorerkrankungen.

Besonders E-Health und telemedizinische Ansätze können unter diesen besonderen Umständen Betroffenen helfen. Diese und weitere Aspekte thematisiert der Policy Brief, der sich an Entscheidungsträger, Medienvertreter, Wissenschaftler und Tätige im Bereich der Prävention, der psychischen Gesundheit und psychosozialen Arbeit richtet.


Quelle: Pressemitteilung der Universität Leipzig

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  • Hallo Zusammen!
    Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
    Liebe Grüße
    Oliver

  • zojou96 postete ein Update vor 1 Tag, 8 Stunden

    Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂

  • darktear postete ein Update vor 1 Tag, 23 Stunden

    Hallo,

    hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
    Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
    Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
    Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
    Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
    Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁

    LG Sandra

    • Nun, ich weiß nicht, was ihr alles probiert habt. Aber Handyneustart, Bluetooth neu aktivieren, Akku muss genug Kapazität haben. Vielleicht ist der Sensor auch locker, Schweiss hat auch immer bei mir Schwierigkeiten gemacht (wird beim Kind nicht sein).
      Gruß Oliver