- Aus der Community
Top-10-Reaktionen auf Diabetes
3 Minuten

„Ist das ein Scherzartikel?“
Keine Frage: Wer Insulinpumpen nicht kennt, weiß nicht, was wir Diabetiker da mit uns herumtragen. Besonders lustig war die Reaktion eines neuen Kollegen, als ich – damals mit Pumpe am Hosenbund und sichtbarem Schlauch – eine Plastikblume als Schmuck an meiner Bluse getragen habe: Er dachte allen Ernstes, es handle sich um eine Clowns-Scherzartikel-Blume, die ihr Wasser über den Schlauch aus dem Kästchen an meinem Gürtel speist, um andere Leute vollzuspritzen!

Drogen-Injektion im Stadion
Verschluss-Alarm bei meinem Omnipod. Mitten in einem Bundesliga-Fußballspiel im HSV-Stadion. Kein Problem, ich ziehe Insulin für einen neuen Pod auf – und bemerke einen interessierten Blick meines Sitznachbarn, der so alkoholisiert ist, dass er in meiner Spritze offenbar Drogen vermutet. Er zwinkert mir vermeintlich solidarisch-wissend zu. Ich ganz nüchtern: „Das ist Insulin.“ „Jaja“, winkt er ab, „das würde ich jetzt auch behaupten.“ Grinst nochmal, nimmt noch einen Schluck Bier und konzentriert sich wieder aufs Spiel.
„Du hast als Kind zu viele Süßigkeiten gegessen!“
Die Stiefmutter eines Ex-Freundes war sich sicher: Ich habe als Kind zu viele Süßigkeiten gegessen und deshalb jetzt Typ-1-Diabetes. Das hat sie vehement und bei jedem Treffen behauptet, sachliche Gegenargumente und medizinische Hintergründe ignorierte sie genauso vehement. Irgendwann war der Ex-Freund Geschichte – und die ständige Wiederholung ihrer „Diagnose“ damit zum Glück auch …
„Ich weiß, wie man Typ-1-Diabetes heilt!“
Sie sind immer lieb gemeint, trotzdem überflüssig, bieten aber immerhin Unterhaltungswert: Hinweise von Freunden und Bekannten, wie Typ-1-Diabetes geheilt werden kann. Mal ist es ein Link zu einem 60-minütigen Youtube-Video über „Green Smoothies“, die Wunder bewirken sollen, mal ein Vortrag über „Hafertage“ als spezielle Diät, die man drei Tage im Monat einlegen müsse …
„Zucker? Habe ich schon!“
Ich habe mir angewöhnt, in geschäftlichen Runden hin und wieder einen Diabetes-Witz zu machen. Fragt mich ein (neuer) Geschäftspartner: „Zucker zum Kaffee?“, antworte ich: „Danke, habe ich schon.“ Die Reaktionen zu beobachten von ehrlichem Interesse über betretenes Schweigen bis hin zu völligem Unverständnis, weil ich doch definitiv noch keinen Zucker in meinem schwarzen Kaffee habe, ist Gold wert!

Unerwartet gleichgesinnt
Ja, es gibt sie wirklich: andere Diabetiker. Nicht nur hier in der Blood Sugar Lounge, auch im echten Leben trifft man sie. Meine Lieblingsbegegnung: Als Automobiljournalistin habe ich den (damals) neuen Citroën DS5 in Südfrankreich getestet. Eine andere Journalistin, die bis dahin schon stundenlang mit mir im Testwagen durchs Gebirge gefahren ist, sieht beim Fahrerwechsel meine Insulinpumpe, grinst, zieht ihr T-Shirt hoch und entblößt ebenfalls eine Pumpe. Statt über Autos haben wir auf der weiteren Fahrt dann erstmal über Diabetes gesprochen.
Vortrag über Folgeerkrankungen statt Entspannung
Ich liebe Thai-Massagen. Meistens. Denn einmal hat eine der asiatischen Masseurinnen in meinem Lieblings-Studio erst neugierig nach meiner Patchpumpe gefragt – um dann die gesamten 30 Minuten Massagezeit zu quasseln. Über ihren übergewichtigen Ehemann mit Typ-2-Diabetes. Über sein amputiertes Bein. Über seine schlecht heilenden Wunden. Über seine Durchblutungsstörungen. Vielen Dank auch, die Erholung war dahin.
„Ist das ein Verhütungsmittel?“
All-inclusive-Urlaub in Ägypten: Der nette, aber etwas aufdringliche Pool-Boy zeigte eines Tages auf meinen Omnipod und fragte, was das sei. Seine Vermutung: ein Verhütungsmittel! Ob ihn die Patch-Pumpe tatsächlich an ein Hormonimplantat erinnert hat oder ob er lediglich nach einem kreativen Flirt-Einstieg gesucht hat, weiß ich nicht. Made my day!
Unter Terrorverdacht!
Sicherheitskontrolle beim Stopover in Dubai: Ein bewaffneter Araber des Sicherheitspersonals fand meine Insulinpumpe mit Katheter offensichtlich verdächtig. Er verstand meine Erklärungen auf Englisch nicht, also zog ich mein T-Shirt nach oben, um ihm den medizinischen Grund meiner „Kabel“ zu verdeutlichen. Fehler! Er schrie mich an, fuchtelte mit seinem Gewehr herum und brachte mich lautstark gestikulierend in einen kleinen, dunklen Raum … Einem Muslim als Frau in aller Öffentlichkeit den nackten Bauch zu zeigen, war vermutlich nicht sehr schlau. Zum Glück klärte sich alles auf und ich erreichte meinen Anschlussflug rechtzeitig.

„Hast du immer noch Typ-1-Diabetes?“
Besonders rührend: meine 83-jährige Oma. In regelmäßigen Abständen fragt sie besorgt nach, ob es jetzt schon etwas besser sei mit meinem Typ-1-Diabetes. „Das muss doch mal besser werden und weggehen“ – da ist sie sich sicher. Nein, Oma, das ist eine chronische Krankheit und die bleibt. Das hört sie – und fragt beim nächsten Mal trotzdem wieder: „Ist es inzwischen schon besser?“
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kety22 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?
katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen, 2 Tagen
Diabetes-Anker-Podcast | Extra: Gürtelrose bei Diabetes – Risiken, Symptome und Vorbeugung im Überblick
In dieser Podcast-Sonderfolge geht es um Gürtelrose bei Diabetes. Dr. Katrin Kraatz spricht mit Diabetologe Dr. Dietrich Tews über Risiken, Symptome u …mr postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
- katrin-kraatz antwortete vor 2 Wochen, 1 Tag
Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?





Hallo!
Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
Vielleicht hilft das etwas – viel Glück