- Aus der Community
Weihnachtszeit – Zeit, dass du dir etwas Zeit gönnst
3 Minuten

Ich hätte da mal eine Frage an dich…
Wann hattest du das letzte Mal Zeit, so richtig die Seele baumeln zu lassen?
Morgens so lange geschlafen, wie du es wolltest, weil du ausnahmsweise mal keinen Terminen hinterherrennen musstest.
Mittags stundenlang gekocht, weil du mal Bock auf etwas richtig Feines hattest.

Lange Spaziergänge mit einem deiner Lieblingsmenschen unternommen und über all die großen und kleinen Dinge geredet, die dieses Jahr schon wieder passiert sind.
Auf der Wohnzimmer-Couch gechillt, nur um dann beim Filmeschauen einzuschlafen.
Ein Buch gelesen, Radio gehört, Kaffee getrunken…
So oder so ähnlich würde „die Seele baumeln lassen“ wahrscheinlich bei mir aussehen. Wie wäre es bei dir? Lass es mich in den Kommentaren wissen.
Schneller + besser + weiter = höher!
Ich denke, du liest es aus meinen Anfangszeilen heraus: Ich sehne mich mal wieder nach solchen Momenten. Genauer gesagt: einem Tag, den man ganz ohne irgendwelche Störgeräusche genießen und an dem man die letzten Monate Revue passieren lassen kann, denn schon wieder neigt sich ein ereignisreiches Jahr dem Ende zu.
Ich möchte nun gar nicht ausführlich darüber berichten, was alles bei mir los war. Viel lieber möchte ich dich dazu einladen, ein wenig über dein 2019 nachzudenken, denn ich ahne bereits, dass auch bei dir viel vorgefallen ist. Glaubst du nicht? Dann nimm dir doch wirklich mal ein paar Minuten, um die vergangenen zwölf Monate zu rekapitulieren. Ich habe das Gefühl, dass ich bei den meisten dann gar nicht mal so falsch liege. Warum? Weil wir alle ein Teil dieser immer schneller werdenden Welt sind!

Nicht immer einfach, bei aller Hektik oder genauer gesagt dieser Geschwindigkeit Schritt zu halten. Insbesondere, wenn dieser Quälgeist namens Typ-1-Diabetes an deiner Hand klammert. Diese Nervensäge, die einfach nicht loslässt und gerne mal in den blödesten Momenten Aufmerksamkeit für sich beansprucht.
Unterzuckerungen, nach denen ich mich fühlte, als wäre ich gerade einen Marathon gelaufen, und die mich für viel zu viele Minuten außer Gefecht setzten. Achterbahnfahrten, die mich an manchen Tagen in den Wahnsinn trieben, und stressbedingte hohe Blutzuckerwerte, infolge der „schneller-besser-weiter-Einstellung“, die auf Dauer einfach ungesund ist. Ja, auch dieses Jahr hatte der Typ-1-Diabetes nochmal seine unerwünschten Auftritte in meinem Alltag, die viele von euch sicherlich nachempfinden können. #wirsindviele
Resümieren und lernen, auf sich zu achten
Glücklicherweise steht nun die Weihnachtszeit vor der Türe. Der letzte Abschnitt des Jahres, der sich super dazu anbietet, runterzukommen und einmal alles Revue passieren zu lassen. Nach meinem letzten Beitrag könnte man sogar fast meinen, dass ich Weihnachten regelrecht „entgegengefiebert“ habe.
Über die Feiertage wird alles etwas stiller. Die Arbeit ruht, Familie und Freunde rücken näher zusammen. Die Tage sind kürzer, so, als ob uns jemand regelrecht dazu zwingen möchte, weniger zu tun und zur Ruhe zu kommen. Eine Einladung, die ich dieses Jahr nur zu gerne annehmen möchte, nachdem ich sowohl 2017 (Melbourne, Australien) als auch 2018 (Great Barrier Island, Neuseeland) buchstäblich am anderen Ende der Welt saß.
Zur Ruhe kommen. Sich die Zeit nehmen, um zu resümieren. Aus dem, was hinter uns liegt, lernen und zukünftig mehr auf uns Acht geben. Ich glaube, dass wir, die wir tagtäglich mit unserer chronischen Erkrankung leben und nach außen hin oft mal den Starken bzw. die Starke mimen, diese Ruheinseln brauchen. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern über das ganze Jahr hinweg. Einfach mal lockerlassen und entspannen. So sehen jedenfalls meine Pläne für die nächsten Tage aus.

Wenn du dich ähnlich fühlst, wünsche ich dir, dass du dir dieses Jahr diese Zeit gönnst, dir bewusst machst, was du in den vergangenen 365 Tagen schon wieder geleistet hast, und auch einfach mal stolz auf dich bist.
Mehr habe ich dir auch eigentlich nicht mehr zu sagen. Genug geschrieben für 2019.
Frohe Weihnachten dir und deinen Liebsten und einen guten Start ins neue Jahr!
Michi
So sah es übrigens aus, als Michi in das Jahr 2018 gestartet ist: Neues Jahr, neues Land, neue Motivation!
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kety22 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?
katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen, 2 Tagen
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Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
- katrin-kraatz antwortete vor 2 Wochen, 1 Tag
Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?





Hallo!
Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
Vielleicht hilft das etwas – viel Glück