Weihnachtszeit – Zeit, dass du dir etwas Zeit gönnst

3 Minuten

Community-Beitrag
Weihnachtszeit – Zeit, dass du dir etwas Zeit gönnst

Ich hätte da mal eine Frage an dich…

Wann hattest du das letzte Mal Zeit, so richtig die Seele baumeln zu lassen?

Morgens so lange geschlafen, wie du es wolltest, weil du ausnahmsweise mal keinen Terminen hinterherrennen musstest.

Mittags stundenlang gekocht, weil du mal Bock auf etwas richtig Feines hattest.

Ein roter Weihnachtsstern
Es weihnachtet sehr… / Quelle: Michi Krauser

Lange Spaziergänge mit einem deiner Lieblingsmenschen unternommen und über all die großen und kleinen Dinge geredet, die dieses Jahr schon wieder passiert sind.

Auf der Wohnzimmer-Couch gechillt, nur um dann beim Filmeschauen einzuschlafen.

Ein Buch gelesen, Radio gehört, Kaffee getrunken…

So oder so ähnlich würde „die Seele baumeln lassen“ wahrscheinlich bei mir aussehen. Wie wäre es bei dir? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

Schneller + besser + weiter = höher!

Ich denke, du liest es aus meinen Anfangszeilen heraus: Ich sehne mich mal wieder nach solchen Momenten. Genauer gesagt: einem Tag, den man ganz ohne irgendwelche Störgeräusche genießen und an dem man die letzten Monate Revue passieren lassen kann, denn schon wieder neigt sich ein ereignisreiches Jahr dem Ende zu.

Ich möchte nun gar nicht ausführlich darüber berichten, was alles bei mir los war. Viel lieber möchte ich dich dazu einladen, ein wenig über dein 2019 nachzudenken, denn ich ahne bereits, dass auch bei dir viel vorgefallen ist. Glaubst du nicht? Dann nimm dir doch wirklich mal ein paar Minuten, um die vergangenen zwölf Monate zu rekapitulieren. Ich habe das Gefühl, dass ich bei den meisten dann gar nicht mal so falsch liege. Warum? Weil wir alle ein Teil dieser immer schneller werdenden Welt sind!

Die letzten Kilometer auf der Autobahn mit strahlendem Abendhimmel
Die letzte lange Autofahrt 2019 auf dem Weg nach Hause / Quelle: Michi Krauser

Nicht immer einfach, bei aller Hektik oder genauer gesagt dieser Geschwindigkeit Schritt zu halten. Insbesondere, wenn dieser Quälgeist namens Typ-1-Diabetes an deiner Hand klammert. Diese Nervensäge, die einfach nicht loslässt und gerne mal in den blödesten Momenten Aufmerksamkeit für sich beansprucht.

Unterzuckerungen, nach denen ich mich fühlte, als wäre ich gerade einen Marathon gelaufen, und die mich für viel zu viele Minuten außer Gefecht setzten. Achterbahnfahrten, die mich an manchen Tagen in den Wahnsinn trieben, und stressbedingte hohe Blutzuckerwerte, infolge der „schneller-besser-weiter-Einstellung“, die auf Dauer einfach ungesund ist. Ja, auch dieses Jahr hatte der Typ-1-Diabetes nochmal seine unerwünschten Auftritte in meinem Alltag, die viele von euch sicherlich nachempfinden können. #wirsindviele

Resümieren und lernen, auf sich zu achten

Glücklicherweise steht nun die Weihnachtszeit vor der Türe. Der letzte Abschnitt des Jahres, der sich super dazu anbietet, runterzukommen und einmal alles Revue passieren zu lassen. Nach meinem letzten Beitrag könnte man sogar fast meinen, dass ich Weihnachten regelrecht „entgegengefiebert“ habe.

Über die Feiertage wird alles etwas stiller. Die Arbeit ruht, Familie und Freunde rücken näher zusammen. Die Tage sind kürzer, so, als ob uns jemand regelrecht dazu zwingen möchte, weniger zu tun und zur Ruhe zu kommen. Eine Einladung, die ich dieses Jahr nur zu gerne annehmen möchte, nachdem ich sowohl 2017 (Melbourne, Australien) als auch 2018 (Great Barrier Island, Neuseeland) buchstäblich am anderen Ende der Welt saß.

Zur Ruhe kommen. Sich die Zeit nehmen, um zu resümieren. Aus dem, was hinter uns liegt, lernen und zukünftig mehr auf uns Acht geben. Ich glaube, dass wir, die wir tagtäglich mit unserer chronischen Erkrankung leben und nach außen hin oft mal den Starken bzw. die Starke mimen, diese Ruheinseln brauchen. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern über das ganze Jahr hinweg. Einfach mal lockerlassen und entspannen. So sehen jedenfalls meine Pläne für die nächsten Tage aus.

Ein Herz, das im Fenster strahlt. Das ist Zuhause!
Home is where the heart is – Frohe Weihnachten! / Quelle: Michi Krauser

Wenn du dich ähnlich fühlst, wünsche ich dir, dass du dir dieses Jahr diese Zeit gönnst, dir bewusst machst, was du in den vergangenen 365 Tagen schon wieder geleistet hast, und auch einfach mal stolz auf dich bist.

Mehr habe ich dir auch eigentlich nicht mehr zu sagen. Genug geschrieben für 2019.

Frohe Weihnachten dir und deinen Liebsten und einen guten Start ins neue Jahr!

Michi


So sah es übrigens aus, als Michi in das Jahr 2018 gestartet ist: Neues Jahr, neues Land, neue Motivation!

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Diabetes-Anker-Podcast mit Dr. Katja Schaaf: Diabetes und Vorsätze – Strategien, die wirklich funktionieren
Neues Jahr, neue Vorsätze? In dieser Diabetes-Anker-Podcast-Folge spricht Dr. Katja Schaaf über funktionale Ziele für Menschen mit Diabetes. Es geht um Strategien zur Umsetzung, den Umgang mit Rückschlägen und wie moderne Diabetes-Technologien unterstützen können.
Diabetes-Anker-Podcast mit Dr. Katja Schaaf Diabetes und Vorsätze – Strategien, die wirklich funktionieren | Foto: privat

2 Minuten

Wie zum Typ 1 noch ein Typ F hinzugekommen ist…
Ihr Typ-1-Diabetes begleitet Steffi schon seit einigen Jahrzehnten. Nun ist noch ein Typ F hinzugekommen, da ihr Partner ebenfalls einen Diabetes entwickelt hat.

4 Minuten

Community-Beitrag
Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

Verbände