- Soziales und Recht
Auto fahren: nur bei stabilem Stoffwechsel
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Rechtsanwalt Oliver Ebert gibt Ihnen in der Rubrik Rechteck Antworten auf Rechtsfragen rund um das Thema Diabetes.
Die Frage:
Ich habe gelesen, dass ein Diabetiker, der innerhalb von zwölf Monaten wiederholt eine so schwere Unterzuckerung hat, dass er fremde Hilfe benötigt, nicht mehr fahren darf. Bedeutet dies, dass eine Behörde, sofern sie über Informationen bzgl. schwerer Hypoglykämien verfügt, den Führerschein entziehen kann? Ist es überhaupt möglich und zulässig, dass eine Behörde solche Informationen bekommt?
G. Z., per E-Mail
Oliver Ebert:
Wenn die Gefahr besteht, dass man am Steuer die Kontrolle verliert oder plötzlich bewusstlos wird, dann darf man nicht losfahren oder weiterfahren. Die Teilnahme am Straßenverkehr setzt voraus, dass Unterzuckerungen rechtzeitig wahrgenommen werden. Dies wird von den seit 01.05.2014 geltenden Begutachtungsleitlinien für Kraftfahrer konkretisiert: Wer innerhalb von zwölf Monaten wiederholt eine so schwere Unterzuckerung hat, dass er fremde Hilfe benötigt, darf in der Regel zunächst nicht mehr fahren.
Erst wenn nachgewiesen werden kann, dass „wieder eine hinreichende Stabilität der Stoffwechsellage sowie eine zuverlässige Wahrnehmung von Hypoglykämien sichergestellt ist“, darf man sich wieder ans Steuer setzen.
Werden der Straßenverkehrsbehörde Tatsachen bekannt, die auf eine mangelnde Fahreignung hinweisen, dann wird in der Regel ein verkehrsmedizinisches Gutachten verlangt: Der Betroffene muss auf eigene Kosten nachweisen, dass er aus gesundheitlicher Sicht (weiterhin) zum Führen von Kfz geeignet ist. Wird das Gutachten verweigert oder die Fahreignung darin nicht bestätigt, dann kann (und wird) die Fahrerlaubnis entzogen werden.
Ihr Arzt ist an die gesetzliche Schweigepflicht gebunden und darf die Straßenverkehrsbehörde nicht informieren. Aber die Behörde kann auch auf anderem Wege davon erfahren: durch Denunziation (durch missgünstige Kollegen, Nachbarn, Scheidungsverfahren etc.) oder wenn man im Straßenverkehr entsprechend aufgefallen ist (Unfall in Unterzuckerung).
von Oliver Ebert
Kontakt:
REK Rechtsanwälte
Nägelestraße 6A, 70597 Stuttgart oder
Friedrichstraße 49, 72336 Balingen
E-Mail: Sekretariat@rek.de
Internet: www.diabetes-und-recht.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2015; 64 (2) Seite 52
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 2 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße