- Soziales und Recht
Behinderung: zusätzliche Urlaubstage ausdrücklich beantragen!
2 Minuten

Rechtsanwalt Oliver Ebert gibt Ihnen in der Diabetes-Journal-Rubrik Rechteck Antworten auf rechtliche und soziale Fragen rund um das Thema Diabetes.
Frage
Ich habe seit 23 Jahren Diabetes und bin Hotelfachfrau. Meine Vorgesetzte möchte, dass ich Arzttermine früh einreiche, und diese werden dann von ihr genehmigt. Darf sie das? Angenommen, mein Dienst ist von 10 bis 18.30 Uhr, ich werde auf dem Dienstplan um 15.30 Uhr wieder ausgetragen, darf man mir die fehlende Arbeitszeit ins Minus schreiben – falls sie im Urlaub oder krank ist, ich ihre Arbeit (der Vorgesetzten) mit schaffen muss.
Meine Frage ist, darf man dies mit mir tun?Eine weitere Frage: Um Anspruch auf bezahlten Urlaub der zusätzlichen 5 Tage (bei GdB 50) zu bekommen, zählt eine gewisse Zeit der Betriebszugehörigkeit? Ich erhalte erst laut Arbeitsvertrag bezahlten Urlaub nach einem Jahr Betriebszugehörigkeit. Gilt dies für die 5 zusätzlichen Urlaubstage? Über eine Antwort freue ich mich sehr. Vielen Dank!(An dieser Stelle ein großes Kompliment: Ich habe ihr Buch “Diabetes: Ihr Recht im Alltag” gelesen. Endlich Fragen beantwortet ohne Beamten-Deutsch.)
Fabienne R.
Oliver Ebert
Vielen Dank für Ihre nette Mail. Wenn Sie nicht krankgeschrieben sind, müssen Sie Arzttermine (also z. B. Vorsorgeuntersuchungen) grundsätzlich in der Freizeit machen oder mit dem Arbeitgeber abstimmen. Einen Anspruch, dies während der Arbeitszeit zu erledigen, haben Sie nur, wenn dies im Arbeitsvertrag oder tariflich geregelt ist; insoweit darf der Arbeitgeber diese Fehlzeit ins Minus schreiben.
Der Anspruch auf Zusatzurlaub für schwerbehinderte Menschen hängt nicht vom Arbeitsvertrag oder der Dauer der Betriebszugehörigkeit ab, allerdings bekommen Sie die 5 Tage nur aufs Jahr gerechnet (wenn Sie also erst am 01.07. angefangen haben, dann bekommen Sie nur 2,5 Tage).
Wichtig: Sie erhalten den Zusatzurlaub nicht automatisch, sondern müssen diesen ausdrücklich beantragen.
von Oliver Ebert
REK Rechtsanwälte
Nägelestraße 6A, 70597 Stuttgart oder
Friedrichstraße 49, 72336 Balingen
E-Mail: Sekretariat@rek.de
Internet: www.diabetes-und-recht.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (2) Seite 61
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florahdo postete ein Update vor 4 Tagen, 22 Stunden
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 1 Woche
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
moira postete ein Update vor 1 Woche
Hallo!
Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
Ich wüsste gerne wie gut das klappt.- moira antwortete vor 6 Tagen, 13 Stunden
Ich meinte Liberty





Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?