- Soziales und Recht
Bei Insulin: keine Teststreifen-Obergrenze
2 Minuten
Rechtsanwalt Oliver Ebert gibt Ihnen in der Rubrik Rechteck Antworten auf Rechtsfragen rund um das Thema Diabetes.
Die Frage:
Sowohl die Anfrage als auch die Antwort zur Teststreifenverordnung (Diabetes-Journal 4/2014 und 7/2014, Anm. d. Red.) brachte ich heute in ausgedruckter Form zu meinem Diabetologen. Ich bin seit 23 Jahren Typ-1-Diabetiker und habe häufig das Problem, dass mir 500 Stäbchen pro Quartal zu wenig sind. Mein Diabetologe nun wollte nicht einsehen, dass diese Aussagen ihn von dem Druck der Krankenkassen befreien. Er besteht darauf, mir nur 500 Stäbchen verschreiben zu wollen, da er sonst aus seiner eigenen Tasche zahlen müsste.
Er forderte mich auf, ihm schriftlich ein Dokument vorzulegen, in dem steht, dass ich als sein Patient “so viele Stäbchen” haben könnte, wie ich will, wenn er einen an ihn adressierten Brief bekäme. Mich macht das traurig, dass er nicht bereit war, das Dokument richtig durchzulesen, und mir stattdessen ein Dokument aus dem Jahr 2006 vorlegte.Ich habe jedesmal am Ende des Quartals die Diskussion, dass ich kein einziges Stäbchen mehr habe und aus eigener Tasche 30 Euro zahlen muss. Ich bin es leid und weiß nicht, wie ich den Arzt überzeugen kann.
René V., per E-Mail
Oliver Ebert:
Leider kann ich dazu nicht mehr sagen als in meinem von Ihnen genannten Beitrag im Diabetes-Journal: Es gibt für insulinpflichtige Patienten keine Verordnungsobergrenze für Teststreifen.
Allerdings bedeutet das aber natürlich nicht im Umkehrschluss, dass Sie so viele Teststreifen bekommen, wie Sie “möchten”: Sie haben nur Anspruch auf die Menge Teststreifen, die medizinisch notwendig ist – und darüber entscheidet letztlich Ihr Arzt.
Wenn dieser also der Auffassung ist, dass 500 Teststreifen aus seiner medizinischen Sicht ausreichend sind, dann wird er dafür seine Gründe haben. Und da können Sie dann auch nichts machen. Sollte Ihr Arzt allerdings pauschal behaupten, dass er generell nicht mehr als 500 Streifen verordnen dürfe, dann wäre das wahrheitswidrig; er müsste es besser wissen … Faktisch können Sie in diesem Fall leider dann nichts mehr machen– man könnte aber schon überlegen, ob Sie bei diesem Arzt auch wirklich gut aufgehoben sind.
von Oliver Ebert
Kontakt:
REK Rechtsanwälte
Nägelestraße 6A, 70597 Stuttgart oder
Friedrichstraße 49, 72336 Balingen
E-Mail: Sekretariat@rek.de
Internet: www.diabetes-und-recht.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2015; 64 (2) Seite 52
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bloodychaos postete ein Update vor 4 Tagen, 4 Stunden
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55 -
sayuri postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hi, ich bin zum ersten Mal hier, um mich für meinen Freund mit Diabetes Typ 1 mit anderen auszutauschen zu können. Er versteht nicht alles auf Deutsch, daher schreibe ich hier. Etwa vor einem Jahr wurde ihm der Diabetes diagnostiziert und macht noch viele neue Erfahrungen, hat aber auch Schwierigkeiten, z.B. die Menge von Insulin besser abzuschätzen. Er überlegt sich, mal die Patch-Pad am Arm auszuprobieren. Kann jemand uns etwas über eingene Erfahrungen damit erzählen? Ich wäre sehr dankbar!🤗🙏
Liebe Grüße
Sayuri

Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGM
Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.