Bundeswehr: Tauglichkeitsvorschriften sind antiquiert

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Bundeswehr: Tauglichkeitsvorschriften sind antiquiert

Die Frage:


Oliver Ebert:

Leider habe ich hier keine richtig positive Antwort: Soldaten sind nach dem Soldatengesetz (u. a. gemäß § 13 Abs. 1 SoldatenG) verpflichtet, in dienstlichen Angelegenheiten – also auch bei dortigen Untersuchung en – wahrheitsgemäße Angaben zu machen, ansonsten drohen ihm möglicherweise disziplinarische und strafrechtliche Sanktionen.

§ 13 Soldatengesetz

Ein Bewerber mit Diabetes wird wahrscheinlich aufgrund der noch immer gültigen, antiquierten Tauglichkeitsvorschriften abgelehnt werden – diese sehen nämlich vor, dass bei insulinpflichtigem Diabetes keine Wehrtauglichkeit anzunehmen sei. Dennoch muss man die Flinte nicht ins Korn werfen: Wenn jemand wirklich allein aufgrund seiner Dia­betes-Erkrankung als untauglich angesehen und daher ausgemustert wird, dann kann er gegen den Ausmusterungs- bzw. Ablehnungsbescheid rechtlich vorgehen.

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass die Tauglichkeitsvorschriften bei gerichtlicher Überprüfung als diskriminierend angesehen werden, da sie seit langem schon nicht mehr dem Stand der Medizin entsprechen. Die Schweiz wurde übrigens unlängst in ähnlicher Sache vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt, weil auch dort Diabetiker pauschal als wehruntauglich angesehen wurden.


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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 1 Monat

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße