CGM: Krankenkasse muss zügig entscheiden!

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CGM: Krankenkasse muss zügig entscheiden!

Rechtsanwalt Oliver Ebert gibt Ihnen in der Rubrik Rechteck Antworten auf Rechtsfragen rund um das Thema Diabetes.

Ich habe vor einigen Monaten bei meiner Krankenkasse einen Antrag auf ein CGM gestellt, meine Ärztin hat dazu eine ausführliche Begründung geschrieben. Leider hat sich noch immer nichts getan, obwohl ich mehrfach nachgehakt habe.

In einem Zeitungsartikel habe ich gelesen, dass die Krankenkasse einen Antrag innerhalb von 3 Wochen bearbeiten müsse, ansonsten gelte er als genehmigt, dies habe ich der Kasse auch mitgeteilt. Die Mitarbeiterin dort sagte mir dann, dass diese Frist nur gelten würde, wenn ich das CGM schon im Voraus erhalten hätte. Was kann ich machen, damit die Kasse endlich entscheidet?

Petra F., Wismar, per E-Mail


Die Antwort von Oliver Ebert:

Seit einiger Zeit ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Krankenkasse zügig entscheiden müssen: Gemäß § 13 Abs. 3a Sozialgesetzbuch V (SGB V) muss über einen Antrag auf Hilfsmittel wie CGM “zügig, spätestens bis zum Ablauf von drei Wochen nach Antragseingang” entschieden werden. Wenn der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) eingeschaltet wird, verlängert sich die Frist auf 5 Wochen. Kann die Krankenkasse diese Frist nicht einhalten, muss sie Ihnen rechtzeitig triftige Gründe mitteilen, warum sie denn (noch) nicht entscheiden kann.

Ein solcher Grund könnte z. B. sein, wenn Unterlagen fehlen bzw. unvollständig sind oder die Begründung des Arztes noch Fragen offen lässt. Personalnot oder Arbeitsüberlastung gelten dagegen grundsätzlich nicht als hinreichender Grund: Die Krankenkasse muss organisatorisch sicherstellen, dass gesetzliche Fristen eingehalten werden können. Wichtig ist schließlich auch, dass die Krankenkasse diese Gründe schriftlich mitteilen muss; ein Anruf wäre daher nicht ausreichend.

Erfolgt keine oder nur eine mündliche Mitteilung bzw. gibt es keinen hinreichenden Grund, dann gilt das beantragte Hilfsmittel nach Ablauf der Frist als genehmigt. Sie können dann das CGM selbst beschaffen und die Krankenkasse muss Ihnen die Kosten hierfür erstatten – selbst wenn die Krankenkasse deutlich günstigere Einkaufskonditionen gehabt hätte.

Tipp

Es wird mitunter empfohlen, die Krankenkasse auf die Frist hinzuweisen, um eine beschleunigte Bearbeitung zu erreichen. Das halte ich allerdings für taktisch eher ungünstig: Wenn man die Krankenkasse auf die Frist aufmerksam macht, dann könnte diese den Antrag womöglich vorsorglich einfach ablehnen, nur, um die Frist einzuhalten. Hiergegen bleibt dann nur der normale Rechtsweg (Widerspruch bzw. Klage, was sich dann womöglich über Jahre hinziehen kann).

§ 13 Abs. 3a SGB V (Auszug)
(3a) Die Krankenkasse hat über einen Antrag auf Leistungen zügig, spätestens bis zum Ablauf von drei Wochen nach Antragseingang oder in Fällen, in denen eine gutachtliche Stellungnahme, insbesondere des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (Medizinischer Dienst), eingeholt wird, innerhalb von fünf Wochen nach Antragseingang zu entscheiden. Wenn die Krankenkasse eine gutachtliche Stellungnahme für erforderlich hält, hat sie diese unverzüglich einzuholen und die Leistungsberechtigten hierüber zu unterrichten. Der Medizinische Dienst nimmt innerhalb von drei Wochen gutachtlich Stellung. […].

Kann die Krankenkasse Fristen nach Satz 1 oder Satz 4 nicht einhalten, teilt sie dies den Leistungsberechtigten unter Darlegung der Gründe rechtzeitig schriftlich mit. Erfolgt keine Mitteilung eines hinreichenden Grundes, gilt die Leistung nach Ablauf der Frist als genehmigt. Beschaffen sich Leistungsberechtigte nach Ablauf der Frist eine erforderliche Leistung selbst, ist die Krankenkasse zur Erstattung der hierdurch entstandenen Kosten verpflichtet. […]


von Oliver Ebert
REK Rechtsanwälte
Nägelestraße 6A, 70597 Stuttgart oder
Friedrichstraße 49, 72336 Balingen
E-Mail: Sekretariat@rek.de

Internet: www.diabetes-und-recht.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (8) Seite 49

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  • bloodychaos postete ein Update vor 5 Tagen, 7 Stunden

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

  • sayuri postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Hi, ich bin zum ersten Mal hier, um mich für meinen Freund mit Diabetes Typ 1 mit anderen auszutauschen zu können. Er versteht nicht alles auf Deutsch, daher schreibe ich hier. Etwa vor einem Jahr wurde ihm der Diabetes diagnostiziert und macht noch viele neue Erfahrungen, hat aber auch Schwierigkeiten, z.B. die Menge von Insulin besser abzuschätzen. Er überlegt sich, mal die Patch-Pad am Arm auszuprobieren. Kann jemand uns etwas über eingene Erfahrungen damit erzählen? Ich wäre sehr dankbar!🤗🙏
    Liebe Grüße
    Sayuri

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