Diabetes im Fokus von Blitzlicht und Politik

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Diabetes im Fokus von Blitzlicht und Politik

Die 5. Diabetes Charity Gala erzielt mit mehr als 80.000 Euro einen neuen Spendenrekord. Der „Thomas-Fuchsberger-Preis 2015“ geht an George Ezeani und sein Projekt „Diabetes Care West Africa e.V.“.

Die gemeinnützige und unabhängige Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe lud gestern zur Diabetes-Charity-Gala ins TIPI am Kanzleramt, um so Diabetes mellitus und seine Folgeerkrankungen in den Fokus von Öffentlichkeit und Politik zu rücken. Höhepunkt der Gala war die Verleihung des „Thomas-Fuchsberger-Preises“ an George Ezeani und sein Projekt „Diabetes Care West Africa e.V.“ sowie der Auftritt der 11-jährigen Lea, die den Diabetes Voice Kids Contest (Medienpartner: Diabetes-Eltern-Journal) gewonnen hat.

Gesundheitspolitiker und Prominente Gäste

Durch die Veranstaltung, an der u.a. Politiker wie Edgar Franke, Eberhard Gienger, Hilde Mattheis, Maria Michalk und Dietrich Monstadt sowie Prominente wie Christoph Daum, Annemarie Eilfeld, Valerie Niehaus und Matthias Steiner teilnahmen, führte die Fernsehmoderatorin und ehemalige Eisschnellläuferin Franziska Schenk. Für die musikalische Untermalung sorgte die Berliner Band Laing.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion Maria Michalk hielt die Auftaktrede und betonte, „dass schon bei den Kleinsten in der Kita gesunde Ernährung und Bewegung geschult werden muss, um das Risiko einer Erkrankung an Typ-2-Diabetes zu minimieren.“

Im Hinblick auf eine Nationale Diabetes Strategie erklärte Hilde Mattheis, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD, man sei im Gespräch. Marcus Weinberg (CDU), Kapitän des FC Bundestag, trat auf der Bühne gegen die 13-jährige Catalina an und lud die junge Typ-1-Diabetikerin spontan zum gemeinsamen Besuch eines Bundesliga-Fußballspiels nach Hamburg ein.

Verleihung des „Thomas-Fuchsberger-Preises“ als Höhepunkt

Höhepunkt des Abends war die Verleihung des „Thomas-Fuchsberger-Preises“ an den medizinisch-technischen Assistenten George Ezeani, der sich seit 2007 mit seinem Verein „Diabetes Care West Africa e.V.“ für die Förderung von Früherkennung und Aufklärung einsetzt, um so die medizinische Grundversorgung und Lebensqualität von Menschen mit Diabetes in Westafrika zu verbessern. Verliehen wurde der Preis wie auch im letzten Jahr von Jennifer und Julien Fuchsberger, den Enkelkindern von „Blacky“ Fuchsberger. Die Laudatio hielt Schauspielerin Valerie Niehaus.

Der Thomas-Fuchsberger-Preis wird jährlich in memoriam an den vor fünf Jahren verstorbenen Sohn von Fernsehlegende „Blacky“ Fuchsberger an eine ehrenamtlich tätige Person verliehen, die sich für die Aufklärung und die praktische Hilfe im Umgang mit der Krankheit einsetzt. Der an Typ 1 erkrankte Thomas Fuchsberger war im Alter von 53 Jahren durch eine Unterzuckerung in einen Bach bei München gestürzt und auf tragische Weise ertrunken.

Spendengelder für zwei Diabetes-Projekte

Für zwei Spendenprojekte von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe wurden am gestrigen Abend Gelder eingesammelt: Das Projekt „Fr1da-Studie“, initiiert von Universitäts-Professorin Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler, Direktorin des Instituts für Diabetesforschung im Helmholtz Zentrum München, bietet Kindern in Bayern zwischen zwei und fünf Jahren die Möglichkeit, sich auf frühe Anzeichen eines Typ-1-Diabetes testen zu lassen. Ziel ist es, durch ein flächendeckendes Screening die Erkrankung bereits in einem frühen Stadium, wenn noch keine Symptome vorliegen, zu erkennen und die betroffenen Familien auf die Erkrankung vorzubereiten.

Das Projekt „Diabetes Programm Deutschland“ (DPD) hat es sich zum Ziel gemacht, Menschen mit Diabetes und Prädiabetes nachhaltig für sportliche Aktivitäten zu begeistern. Das Programm bietet bereits Laufgruppen, in denen unter professioneller Aufsicht Sport getrieben wird, um so Blutzuckereinstellungen zu verbessern und Gewicht zu reduzieren. Im nächsten Jahr soll mit den Spenden der Gala die Bandbreite der Sportarten auf Radfahren erweitert werden.

Rekord-Spendensumme von über 80.000 Euro

Die Schecks der Großspender Lilly, Medtronic, Roche und Boehringer Ingelheim für die gemeinnützigen Projekte wurden stellvertretend an prominente Betroffene übergeben: den ehemalige Olympiasieger im Gewichtheben Matthias Steiner, die Weltmeisterin im Standardtanz Melanie Ahl, den Vizeweltmeister im Bodybuilding Andre Pascal Volkmann und Boxer Enrico Kölling (alle Typ-1-Diabetes) sowie Promi-Visagistin Betty Amrhein (Typ-2-Diabetes). Am gestrigen Galaabend kam die Rekord-Spendensumme von über 80 000 Euro zusammen.

Spendenkonto
Gespendet werden kann aber natürlich weiterhin unter dem Stichwort „Charity-Gala 2015“ an das Spendenkonto 60 60 bei der Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 100 205 00), IBAN DE59 1002 0500 0001 1888 00, BIC BFSWDE33BER oder online unter www.diabetesde.org/gala2015.

Quelle: Pressemitteilung von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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