- Soziales und Recht
EU-Politiker fordert Trendwende zur Prävention
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Gesundheitssysteme müssen vom kostspieligen ineffektiven Ansatz abkommen, sich mit großem Aufwand vor allem um späte Erkrankungs-Phasen zu kümmern, und sich stattdessen mehr auf ergebnisorientierte, kosteneffektive Präventionsmaßnahmen und frühe Interventionsstrategien konzentrieren, mahnt der Slowenische EU-Parlamentarier Alojz Peterle an.
„Mit den letzten Europawahlen haben die europäischen Institutionen eine klare Botschaft erhalten: Die EU muss die Belange und Erwartungen der Bürger/-innen stärker ansprechen“, sagte Dr. Alojz Peterle (Abb. 1), Mitglied des Europaparlaments (MEP, Slowenien) bei der Eröffnung des 17. European Health Forum Gastein (EHFG). „Wir brauchen eine starke Führung und eine mutige Zukunftsvision, um europäische Bürger/-innen stärker in die Entscheidungsprozesse der EU einzubinden, und um die europäische Politik wieder mit der Bevölkerung zusammenzubringen.”
Dieser Ansatz sei, so Dr. Peterle, im Gesundheitsbereich von besonderer Bedeutung. „Die Gesundheit ist einer der wichtigsten Werte im Leben der Menschen und ein essentieller Bestandteil des wirtschaftlichen und sozialen Erfolgs“, sagte er.
„Die Gesundheit ist einer der wichtigsten Werte – und in Gefahr“
„Besorgniserregende Gesundheitstrends, vor allem die ansteigenden Raten von Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Adipositas bedeuten, dass dieser Wert trotz aller therapeutischen Fortschritte zunehmend bedroht ist. Zusätzlich haben Sparmaßnahmen wie Leistungskürzungen im Sozial- und Arbeitslosenbereich ihren Tribut gefordert: von Menschen, ihrer Gesundheit und ihrem Vertrauen in politische Vorgänge.“
Gesundheitssysteme müssen von ihren derzeitigen kostspieligen, ineffizienten und späten Reaktionen auf Krankheiten abkommen und sich stattdessen mehr auf ergebnisbasierte, kosteneffektive Präventionsmaßnahmen und frühzeitige Interventionsstrategien konzentrieren, betonte Dr. Peterle, Präsident der „MEPs Against Cancer“-Gruppe (MAC) und Co-Chair der Arbeitsgruppe für Gesundheit des Europäischen Parlaments.
„Angesichts einer rasch alternden Bevölkerung und der steigenden Inzidenz von Lebensstil-Erkrankungen wie Krebs, Diabetes und Herzkrankheiten haben Verhaltensinterventionen eine hohe Priorität für Gesundheitssysteme.“
„Prävention ist die kosteneffektivste Maßnahme“
Gesundheitsförderung und Prävention seien Schlüsselfaktoren für die langfristige Nachhaltigkeit der Gesundheitssysteme und auch der richtige Weg hin zu einer gesünderen Gesellschaft, betonte Dr. Peterle. „Gesundheitsförderung sollte positiv verstanden werden, als Möglichkeit, den Anstieg von Erkrankungszahlen zu verringern. Auf lange Sicht gesehen ist die Prävention die kosteneffektivste Maßnahme zur Verbesserung der Gesundheit in Europa.“
„Electing Health – The Europe We Want“ ist das Motto des diesjährigen EHFG. Rund 600 Teilnehmer/-innen aus mehr als 50 Ländern nutzen Europas wichtigste gesundheitspolitische Konferenz in Bad Hofgastein zum Meinungsaustausch über zentrale Fragen europäischer Gesundheitssysteme. Die zukünftige Richtung der europäischen Gesundheitspolitik ist das Schwerpunktthema des Kongresses.
Quelle: Pressemitteilung des European Health Forum Gastein
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lena-schmidt postete ein Update vor 4 Tagen, 13 Stunden
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thomas55 postete ein Update vor 1 Monat
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?





Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße