Höhepunkte und Krisen durch Corona

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© Jutta Bürger-Büsing
Höhepunkte und Krisen durch Corona

Insulin zum Leben“: wenn Menschen Menschen helfen – spontan, hemdsärmlig, uneigennützig, lebensrettend. Diese beiden Geschichten passen perfekt in den Dezember. Auch Sie, wir alle können helfen, gerade jetzt.

Bisher hat das Hilfsprojekt „Insulin zum Leben“ seinen festen Partnerorganisationen in der Demokratischen Republik Kongo (Dem. Rep. Kongo), in Gambia, Ruanda, Uganda, Bolivien und Peru über viele Jahre hinweg jeden Monat eine individuelle Sendung mit Insulin und Zubehör geschickt.

Unter Corona wurde alles anders

Von Mitte März bis Mitte Juni 2020 ging nun coronabedingt gar nichts, d. h. keinerlei Pakete konnten wie üblich mit DHL verschickt werden. DHL hatte eine Länderliste, auf der Gambia, Ruanda, Uganda, Bolivien und Peru alle einen roten Punkt hatten. Es gab also eine Sperre „wegen ungesicherter Ableitung“. Mitte Juni stellte ich erleichtert fest, dass Ruanda grün wurde: Ich konnte wieder Pakete schicken, die für Ruanda und die Dem. Rep. Kongo bestimmt waren – nach 4 Wochen kamen sie an. Bolivien, Peru, Gambia und Uganda blieben rot.

So können Sie „Insulin zum Leben“ helfen


Bitte helfen Sie mit, damit „Insulin zum Leben“ weiter auf Erfolgskurs segeln kann.

Insulin- und Hilfsmittelspenden, mindestens noch 4 Monate haltbar, können ungekühlt, nur etwas gepolstert, und bitte frankiert an das Insulinlager geschickt werden:
„Insulin zum Leben“
c/o Biokanol Pharma GmbH
Kehler Straße 7
76437 Rastatt
Tipp: Insulin aus dem Kühlschrank nehmen, verpacken und so zur Post bringen, dass es noch am selben Tag bei der Post wieder rausgeht. Dann ist das Insulin am nächsten Tag bei uns wieder im Kühlschrank.

Geldspenden für die Transportkosten und Diabetescamps sind willkommen auf dem Spendenkonto:
BdKJ e. V. „Insulin zum Leben“
Volksbank Hameln-Stadthagen eG
IBAN DE20 2546 2160 0670 3208 01
Der BdKJ ist berechtigt, Spendenbescheinigungen auszustellen.

Informationen finden Sie unter: www.insulin-zum-leben.de

Bestellungen oder Fragen an die Projektbeauftragte Heidrun Schmidt-Schmiedebach, bevorzugt per E-Mail: heidi.schmidt-schmiedebach@gmx.de

Im Juni meldete sich Dra. Blanco aus Bolivien telefonisch und klagte über einen lebensbedrohlichen Insulin-Notstand. Es gebe auch schon Todesfälle. Unerträglich. Die verzweifelte bolivianische Ärztin stellte fest, dass einmal pro Woche ein Flugzeug von Madrid nach Cochabamba fliegt, jeden Mittwoch. Sie kontaktierte die bolivianische Fluggesellschaft BoA (Boliviana de Aviación) und argumentierte so vehement, bis sich die Zuständigen bereit erklärt hatten, die heiß ersehnten Insulinpakete mitzunehmen, wenn dies durch die bolivianische Botschaft in Madrid abgesegnet wäre.

Sie telefonierte am Montag früh mit der bolivianischen Botschaft in Madrid und setzte Himmel und Hölle in Bewegung, um das Versprechen der Absegnung zu erhalten – und damit an das lebensnotwendige Insulin zu kommen. Leider war es zeitlich unmöglich, drei Pakete à 20 kg zu packen, mit den nötigen Papieren zu versehen, per Express an die Botschaft in Madrid zu schicken und in das Flugzeug zwei Tage später am Mitt­woch­abend zu bekommen. Aber niemand wollte diese Unmöglichkeit akzeptieren. Plan B musste her.

Dann halt selbst los mit den Paketen …

Kurzerhand entschloss sich Jutta Bürger-Büsing, Präsidentin des BdKJ e. V., die im heißen telefonischen Kontakt mit Dra. Blanco stand, mit ihrem Lebensgefährten die Pakete im Auto selbst nach Madrid in die Botschaft zu bringen. Das hieß für mich, meine zwei Helferinnen zu alarmieren und umgehend die drei Pakete zu packen – inklusive Papieren, innerhalb von wenigen Stunden.

Jutta Bürger-Büsing und Victor kamen von Kaiserslautern, luden die 3 Pakete in Rastatt ein und bretterten die ganze Strecke bis Madrid in einem durch. Pausen bestanden aus Tanken und Kaffee … und weiter, durch Frankreich durch; verbaler Kampf an der Grenze zu Spanien wegen Corona. Aber ihre humanitäre Mission wurde schließlich anerkannt – und der Weg freigegeben. Dann durch ganz Spanien bis Madrid zur Botschaft. Ankunft um 15 Uhr. Die Hoffnung auf problemlose Übergabe zerschlug sich schnell: Bürokratische Hürden waren schwer zu überwinden, und erst am nächsten Vormittag wurde man sich einig.

Links: Dann eben selbst ins Auto und ab zur bolivianischen Botschaft in Madrid. Rechts: „Endlich!“ Ausgepackte Insulin-­Schätze.

Die Botschaft machte die feste Zusage, dafür zu sorgen, dass die Pakete am selben Abend ins richtige Flugzeug geladen werden. Jutta und Victor machten sich umgehend auf den 2000 km langen Rückweg. Am Donnerstagmorgen um 6 Uhr war Dra. Blanco mit Tochter und Auto am Flughafen in Cochabamba und konnte um 8 Uhr endlich die Pakete in Empfang nehmen. Welch eine Erlösung! Ihre Patienten hatten als WhatsApp-Gruppe die ganze Aktion verfolgt, mit Daumendrücken und guten Wünschen begleitet und hinterher mit Dankbarkeit erleichtert bejubelt. Das war der erste Höhepunkt.

Ein zweiter Höhepunkt folgte bald

Mitte Juni wurde es auch in Gambia brenzlig. Ein Paket sollte mit UPS verschickt werden. Aber es blieb 2 Monate in der Warteschleife bei UPS liegen, weil keine passenden Flüge nach Gambia gingen. Die Not in Gambia war inzwischen am Limit. Ich wollte gerade mit der gambischen Botschaft in Brüssel Kontakt aufnehmen, als mich der Vorsitzende des Vereins The Gambia e. V., Roland Schindler, anrief mit der fantastischen Nachricht, dass der Honorarkonsul der Republik Gambia, Stuttgart, Dr. Georg Bouché, selbst bereit sei, nach Gambia zu fliegen, ausschließlich zum Zweck, uns zu helfen.

Roland Schindler (li.) und Dr. Georg Bouché am Flughafen.

Mit 4 Gepäckstücken à 23 kg mit Insulin und Zubehör machte er sich auf den mühsamen Weg: Stuttgart – München – Brüssel – Banjul – Dakar/Senegal – Brüssel – München – Stuttgart. Alles in der Holzklasse, um uns Kosten zu ersparen. Mittwoch morgens um 6 Uhr ging die Reise los, Donnerstagmorgen konnte er dann die wertvolle Fracht in die Hände des sich um fast alle Diabetiker in Gambia kümmernden Arztes Dr. Alieu Gaye, Gambia Dia­be­tes Association, übergeben. Rettung in letzter Minute.

Dr. Bouché erwartete eine abenteuerliche Rückreise auf dem Weg nach Dakar in Senegal mit der Fähre und dem Taxi zum Flughafen.

Weil ab Banjul nur ein Flugzeug pro Woche geht, machte sich Dr. Bouché mit Taxi – Fähre – Taxi auf den Weg nach Dakar in Senegal. Von dort geht täglich ein Flieger, und er wollte so schnell wie möglich wieder nach Hause wegen der Arbeit. Sein Einsatz ging von Mittwochmorgen bis Sonntagabend. Welch eine Heldentat! Auf mein dickes Danke reagierte er mit den Worten: „Ich hatte 5 Tage Abenteuer. Gerne mal wieder.“

Vier Gepäckstücke à 23 kg mit Insulin und Zubehör konnten in Gambia Dr. Alieu Gaye übergeben werden.



Autor:

Heidrun Schmidt-Schmiedebach
Projektbeauftragte von „Insulin zum Leben“

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (12) Seite 38-39

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  • Huhu, ich bin Marina und 23 Jahre alt, studiere in Marburg, habe schon etwas länger Typ 1 Diabetes und würde mich total über persönlichen Austausch mit anderen jungen Menschen/Studis… freuen, vielleicht auch mal ein Treffen organisieren oder so 🙂 Schreibt mir gerne, wenn ihr auch Lust habt!

  • Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!

    Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.

    Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.

    LG Wolfgang

  • Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!

    • Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
      Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
      Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
      Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
      Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!

    • @suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊

    • Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
      Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
      Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
      auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.

      Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.

      Gruss Wolfgang

    • Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.

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