- Soziales und Recht
Schwerbehinderung: Insulintherapie allein reicht nicht
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Rechtsanwalt Oliver Ebert gibt Ihnen in der Rubrik Rechteck Antworten auf Rechtsfragen rund um das Thema Diabetes.
Die Frage:
Ich bin seit 30 Jahren Typ-1-Diabetiker und mache als Therapie die intensivierte Insulintherapie mit 4-fach-Blutzuckerkontrolle und Insulininjektionen nach Kohlenhydratmenge. Eines meiner Probleme ist die Hypoglykämiewahrnehmung.
Ich habe einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt und einen Bescheid zum GdB (Grad der Behinderung; d. Red.) mit 30 Prozent vorliegen, der Widerspruch über den VdK erbrachte kein anderes Ergebnis.
Günter S., per E-Mail
Oliver Ebert:
Es ist leider nicht so, dass aufgrund eines insulinpflichtigen Diabetes automatisch die Feststellung einer Schwerbehinderung beantragt werden kann. Ein Diabetes mit intensivierter Insulintherapie oder Pumpentherapie reicht allein also nicht. Grundsätzlich müssen Sie nachweisen können, dass Sie “erhebliche” Einschränkungen erfahren, die sich “gravierend” auf die Lebensführung auswirken. Der bloße Therapieaufwand dürfte dafür eher nicht ausreichen.
Wenn Sie den Antrag stellen, dann sollten Sie möglichst umfassend schildern, wie und inwieweit Sie durch den Diabetes beeinträchtigt werden bzw. was Sie dadurch nicht (mehr) machen können. Sofern die Feststellung der Schwerbehinderung abgelehnt wird, können Sie hiergegen Widerspruch einlegen und anschließend Klage erheben.
Weitere Tipps zur Antragstellung finden Sie in einer http://Broschüre
, die ich für diabetesDE zusammengestellt habe.
Oliver Ebert
Kontakt:
REK Rechtsanwälte
Nägelestraße 6A, 70597 Stuttgart oder
Friedrichstraße 49, 72336 Balingen
E-Mail: Sekretariat@rek.de
Internet: www.diabetes-und-recht.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2014; 63 (1) Seite 46
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lena-schmidt postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
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thomas55 postete ein Update vor 1 Monat
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?





Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße