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Tipps und Tricks für die große Prüfung – Teil 1
5 Minuten
Schon mal zum Vormerken: Im zweiten Teil gibt Olli Tipps, die sie an ihrem großen Prüfungstag angewandt hat, um den Blutzucker möglichst gut in Schach zu halten.
Hallo halli hallöle, meine Prüfung ist geschafft, meine Blutzuckerwerte versuchen gerade, wieder in den Alltag zurückzufinden, und auch ich versuche, mich wieder, an das „normale“ Leben zu gewöhnen. Es ist so merkwürdig, endlich wieder für etwas Zeit zu haben. Zum Beispiel Zeit für die „Blood Sugar Lounge“ und, um meine Erfahrungen mit euch zu teilen und auszutauschen. Aber starten wir am besten am Anfang.

Ein Nachteil meiner Ausbildung: Ich verbringe viel Zeit am Schreibtisch
Dass ich eine Ausbildung in Berlin mache, hatte ich bereits in einigen zurückliegenden Beiträgen bestimmt schon einmal erwähnt. Für alle, für die diese Info neu war – ich mache eine Ausbildung, in Berlin. 😉
Meine Ausbildung hat nicht nur mich bisher so manchen Nerv gekostet, nein, auch mein Diabetes hat öfters darunter gelitten. Mal war ich mehr daran beteiligt, dass meine Werte Achterbahn fuhren, mal hat mein Körper und somit auch der Diabetes einfach schlechte Laune gehabt und ist aus der Reihe getanzt. Es gab, wie man klassisch so schön sagt, gute, aber auch schlechte Zeiten.
Ich erkannte recht schnell, dass meine jetzige Tätigkeit sehr wahrscheinlich nicht mein absoluter Traumberuf sein wird. Für meinen Job verbringe ich nämlich relativ viel Zeit sitzend an einem Schreibtisch. Mein Blutzucker hatte von Anfang an damit zu kämpfen und tut sich auch heute noch schwer damit. Mein Körper war es einfach nicht gewohnt, denn all die Jahre davor war ich eher ein super aktives Duracell-Menschlein, welches den halben Tag durch die Gegend geflitzt ist. Das fand ich auch ganz gut so, nichtsdestotrotz gibt es bei jedem Job seine Vor- und Nachteile und auch diese kann man bewältigen.
Ich bin ein Prüfungs-Angsthase – was tun?
Für mich stand fest, dass ich im Mai dieses Jahres meine schriftliche Prüfung schreiben werde. Und ich bin da ganz offen und ehrlich, ich bin ein absoluter Prüfungs-Angsthase, was schriftliche Prüfungen betrifft. Mündlich sieht die Welt schon ganz anders aus.
Leider merkt mein Körper das allerdings auch und wittert teilweise schon die „Gefahr“, wenn ich diese Meldung noch gar nicht auf dem Schirm habe. Deswegen könnt ihr euch evtl. vorstellen, wie viel „Spaß“ ich die vergangenen Wochen und Monate mit meinem Blutzucker hatte. Der Prozentsatz lag bei unter 10%.
Doch was tut man dagegen? Wenn man gleichzeitig gut vorbereitet sein möchte, aber die Blutzuckerwerte einem das durch die innere Unruhe und Angespanntheit versauen? Tja, diese Frage habe ich mir, zusätzlich zu meinen Lernfragen, oft gestellt.

Meine Tipps für mehr Kontrolle
Hier also meine Tipps und Erfahrungen für die weitestgehende Kontrolle der Blutzuckerwerte vor der Prüfung:
a.) Routine, Routine, Routine!
Genauso wie der Mensch sind viele Diabetes-Erkrankungen sogenannte -> „Gewohnheitstiere“. Das heißt, man kann sie unter Kontrolle halten, indem man sich an gewisse Pläne, Zeiten und Abläufe hält, sich zumindest daran orientiert. Ich meine jetzt nicht, dass ihr euch im Denken und Handeln einschränken sollt, aber auch eine Prüfungsplanung freut sich über routinierte Abläufe. Zudem tut dies eurem Gehirn wiederum gut, weil es weiß, es kann auch mal abschalten.
Strukturiert einfach eure Lernplanung um euren Tagesablauf herum, erst dann kommt der Diabetes. Ich weiß, „Gesundheit geht IMMER vor“, und das stimmt auch zu 100%, aber nur weil ich z.B. meine Basalrate erst nach dem Festlegen meines Tagesablaufes beachte, bedeutet das nicht, dass die Reihenfolge relevant ist. Durch diese Reihenfolge könnt ihr möglichst genau erkennen, wann ihr wo Freiraum habt und in welchen denkerisch-aktiven Phasen evtl. etwas mehr oder weniger Insulin gefragt ist. Denn man vergesse nie: Denken fordert unserem Gehirn sehr viel Energie ab, denn dies tun wir im normalen Alltag nicht ganz so häufig. Zumindest nicht dann, wenn wir nicht müssen.
Durch wiederholende Abläufe im Alltag entstehen nämlich Routinen und der Kopf und Körper schaltet so auf eine Art Energiesparmodus um, um seine Energie für andere Dinge verwenden zu können. Denn Routine = ein bekannter, wiederholter Vorgang. Dabei passiert dann ungefähr Folgendes: Kopf aus -> einfach machen -> nicht allzu viel denken -> Energie für anderes verwenden.)
b.) Pausen und Spaß, sogenannte kleine „self-treatments“ nicht vergessen!
(self treatment = Mini-Belohnungen für dich selbst)
Damit meine ich jetzt nicht, dass ihr nach jeder erfolgreichen Lernwoche erst mal fett shoppen gehen sollt. Also bitte, wer das Geld übrig hat und wem das gut tut = viel Spaß!!! :p
Im Grunde genommen meine ich aber damit viel, viel kleinere und winzigere Gesten, um sich selbst mal „zu belohnen“, für z.B. eine Woche, in der man sein Lern-Pensum geschafft hat, oder einfach, weil man wirklich produktiv und fleißig war. Denn genau diese klitzekleinen „self treatment“-Geschichten sind die Dinge und Aktionen, die uns wieder zurück auf den Boden der Tatsachen bringen. Welche uns verdeutlichen, wir sind alle nur Menschen, wir leben noch, die Welt dreht sich ebenfalls noch und wir haben uns diese Mini-Belohnung verdient.
Was genau ich mit Mini-Belohnung meine? Na, in meinem Fall war das jetzt etwas wie Ausschlafen oder sich einmal an einem Nachmittag gezielt frei zu nehmen, auch wenn kein Wochenende ist. Oder schon abends um 17 Uhr die Bücher und Hefte beiseite zu legen und sich einfach einen Film anzuschauen oder sich abzulenken und etwas backen/kochen, Spazieren gehen. Einfach mal komplett das Thema wechseln. (Wenn man jetzt Back-Lehrling ist, ist Backen als Ablenkung natürlich nicht gedacht :D).
Auch wenn das den einen oder anderen erst einmal bei dem Gedanken, aus dem „Workflow“ auszutreten, beängstigt, merkt man danach relativ schnell, wie gut diese Mini-Belohnung doch tat und wie notwendig so etwas ist.

Im zweiten Teil geht es konkret um den Prüfungstag
Somit wäre der erste Teil für die Prüfungsvorbereitung schon geschafft und ihr seid mit allen grundlegenden und wichtigen Tipps und Tricks, meinerseits, ausgestattet.
Im zweiten Teil kommen wir dann zu den Tipps und Tricks ganz direkt auf „den großen Prüfungstag“ oder die Prüfungswoche bezogen.
Also haltet die Ohren steif und denkt immer wieder daran, euch auch mal kleine Mini-Belohnungen zu gönnen. Falls dir noch mehr Tipps und Tricks zur Prüfungsvorbereitung einfallen und du diese gerne mit den anderen Lesern und mir teilen möchtest, dann kannst du dies gerne in einem Kommentar unter diesem Beitrag tun. Wir freuen uns, von dir zu lesen! ☺
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 5 Tagen, 21 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen, 6 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße