- Soziales und Recht
Welche ist die großzügigste Krankenkasse?
2 Minuten

Rechtsanwalt Oliver Ebert gibt Ihnen in der Rubrik Rechteck Antworten auf Rechtsfragen rund um das Thema Diabetes.
Die Frage:
Unsere Tochter Lea (geb. 1997, Diabetes Typ 1 seit 01/2005, Pumpe seit 2006) beginnt im September 2014 eine Ausbildung. Sie muss sich dann selber krankenversichern. Die Auswahl ist sehr groß, und wir wollen natürlich das Optimale für sie erreichen. Können Sie uns helfen, die großzügigste Krankenkasse für Typ-1-Diabetiker zu finden, oder wie können wir vorgehen? Wir sind Mitglied im DDB und lesen immer wieder gerne Ihre Beiträge im Diabetes-Journal. Besten Dank für Ihre Antwort, Ihre Zeit, die Sie opfern, und Ihre guten Infos im Journal.
Bernd B.
Oliver Ebert:
Was die gesetzlichen Krankenkassen angeht, da gibt es hinsichtlich der Leistungen bei Diabetes nur geringe Unterschiede. Die medizinische Behandlung sowie die Versorgung mit Teststreifen, Insulin oder Insulinpumpe werden von allen Kassen in gleichem Umfang übernommen, da dies gesetzlich geregelt ist. Letztlich kommt es immer auf den zuständigen Sachbearbeiter bei der Kasse an: Manche sind kulant und winken beispielsweise einen Insulinpumpenantrag problemlos durch; andere fragen kritisch nach und fordern umfassende Begründungen.
Wenn sich Probleme ergeben, dann kann man aber Rechtsmittel gegen etwaige Ablehnungen einlegen – oder einfach die Kasse innerhalb der möglichen Fristen wechseln. Manche Kassen bieten aber zusätzliche Schulungen, Informationsmaterialien oder ein DMP (Disease-Management-Programm), mit dem eine strukturierte Versorgung sichergestellt werden soll.
Gravierende Unterschiede kann es allerdings bei privaten Krankenversicherungen geben: Dort muss man genau die vertraglichen Leistungen vergleichen. Denn die Versicherung bezahlt nur das, was auch im Vertrag geregelt ist. Es kann also durchaus auch vorkommen, dass man als Privatpatient deutlich weniger Leistungen bekommt als Kassenpatienten. Eine Insulinpumpenversorgung muss beispielsweise von Privatversicherungen grundsätzlich nur bezahlt werden, wenn dies im Vertrag vereinbart bzw. zumindest nicht ausgeschlossen ist.
Wenn eine private Versicherung nicht bezahlt, dann müssen die Leistungen ggf. auf zivilrechtlichem Wege eingeklagt werden – was in der Regel mit einem erheblichen Kostenrisiko verbunden ist.
von Oliver Ebert
Kontakt:
REK Rechtsanwälte
Nägelestraße 6A, 70597 Stuttgart oder
Friedrichstraße 49, 72336 Balingen
E-Mail: Sekretariat@rek.de
Internet: www.diabetes-und-recht.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2014; 63 (9) Seite 59
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lena-schmidt postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im August – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 12. August! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
thomas55 postete ein Update vor 1 Monat
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?





Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße