- Technik
Closed-Loop-System im Alltag: Wer loslässt, hat die Hände frei
2 Minuten
In der modernen Welt der Medizintechnik nimmt die kontinuierliche Verbesserung von Technologien eine zentrale Rolle ein. Ein beeindruckendes Beispiel dafür sind Closed-Loop-Systeme, auch bekannt als Systeme zur automatisierten Insulin-Dosierung (AID-Systeme). Diese Innovation verspricht nicht nur eine präzisere Kontrolle der Glukoseverläufe bei Menschen mit Diabetes, vor allem Typ-1-Diabetes, sondern auch eine erhebliche Erleichterung im Alltag der Betroffenen.
Mit dem Motto „Wer loslässt, hat die Hände frei“ gewinnt man etwas Wertvolles: Beide Hände sind frei, um sich auf andere Dinge im Leben und im Alltag konzentrieren zu können. Studien und Erfahrungen von Anwenderinnen und Anwendern zeigen, dass Closed-Loop-Systeme zuverlässig sind und auch die Anzahl der Unter- und Überzuckerungen (Hypo- und Hyperglykämien) reduzieren.
Ein solches System reagiert oft schneller und präziser, als man es selbst in stressigen oder unübersichtlichen Situationen im Alltag könnte. Durch die drei Komponenten – System zum kontinuierlichen Glukose-Messen (CGM), Insulinpumpe und Algorithmus, der die Verbindung zwischen beiden bildet – gewinnen Nutzerinnen und Nutzer etwas mehr Freiheiten. Der ständige Druck, die Glukosewerte im CGM-System im Auge zu behalten, sinkt.
System nimmt teilweise die Kontrolle ab
Für viele Menschen mit Diabetes ist das ständige Überwachen der Glukosewerte und das entsprechende Anpassen der Therapie eine enorme Belastung. Hier kommt der zentrale Vorteil des Closed-Loop-Systems ins Spiel: Es nimmt den Patientinnen und Patienten die Kontrolle teilweise ab, sodass diese ihre Hände – und auch den Kopf – frei haben für andere Dinge. Die Freiheit, nicht ständig an die nächste Blutzuckermessung oder Insulininjektion denken zu müssen, ist für viele Menschen mit Diabetes ein erheblicher Fortschritt.
Lebensqualität steigt
Der größte Gewinn durch das Nutzen eines Closed-Loop-Systems ist zweifellos die gesteigerte Lebensqualität. Viele Menschen berichten davon. Patientinnen und Patienten berichten häufig auch von einem Gefühl der Sicherheit, da sie sich weniger Sorgen um ihre Glukosewerte machen müssen. Besonders nachts oder in stressigen Situationen hilft das autonome Eingreifen des Systems, um die Glukosewerte stabil zu halten. So schlafen die Menschen besser, fühlen sich tagsüber sicherer und können sich auf andere wichtige Aspekte ihres Lebens konzentrieren – seien es die Arbeit, Familie oder Hobbys. Auch besonders für Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes kann ein Closed-Loop-System eine enorme Entlastung sein.
Zusätzlich ermöglicht das System eine flexiblere Gestaltung des Lebens. Spontane Aktivitäten, Reisen oder sportliche Betätigungen, die zuvor sorgfältige Planung erforderten, können nun mit weniger Aufwand durchgeführt werden.
Aufmerksamkeit bleibt wichtig
Natürlich bedeutet das Loslassen nicht, dass man die Fürsorge für die eigene Gesundheit vollständig abgibt. Es bleibt wichtig, das System zu überwachen, sicherzustellen, dass Sensor und Insulinpumpe korrekt funktionieren, und bei ungewöhnlichen Situationen einzugreifen. Doch das Vertrauen in die Technik kann dazu führen, dass man sich weniger belastet fühlt und mehr Freiheit gewinnt.
Trotz der vielen Vorteile gibt es auch Herausforderungen. Die Technologie ist komplex und erfordert regelmäßige Kontrollen sowie das Vertrauen in die automatisierten Prozesse. Ein Closed-Loop-System ist definitiv keine künstliche Bauchspeicheldrüse und der Mensch, welcher dieses System nutzt, kann nicht völlig aus der Diabetestherapie „aussteigen“. Auch eine gewisse Affinität zu Technik sollte vorhanden sein. Es gibt aber auch Menschen, die keine Hände frei haben und ein gewisses Maß an Kontrolle behalten möchten.
Individuelle Entscheidung für ein System
Die Zukunft der Closed-Loop-Systeme sieht vielversprechend aus. Durch kontinuierliche Forschung und technologische Verbesserungen wird erwartet, dass diese Systeme noch präziser, zuverlässiger und für eine größere Patientengruppe zugänglich werden. Jeder Mensch mit Typ-1-Diabetes sollte die Entscheidung für ein solches System individuell treffen können, am besten in Absprache mit seinem Diabetes-Team. Für viele ist das Closed-Loop-System der Schlüssel zu einem selbstbestimmteren Leben mit weniger Sorgen.
von Regine Werk
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2024; 72 (11) Seite 18-19
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lelolali postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Für alle Höhen und Tiefen vor 4 Tagen, 12 Stunden
Hallo, ich bin noch ganz neu hier. Ich war heute beim T1day und bin dadurch auf den DiabetesAnker aufmerksam geworden. Ich bin Ende 20 und komme aus Berlin und bin auf der Suche nach anderen Menschen mit Typ 1 Diabetes (ungefähr in meinem Alter) zum Austauschen und Quatschen. Vielleicht hat ja jemand Interesse 🙂
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laratyp1life antwortete vor 3 Tagen, 12 Stunden
Hey, ich bin Lara und 23 Jahre alt. Ich komme zwar nicht aus Berlin, aber bin im Mai wieder dort. Freue mich trotzdem immer über Austausch, auch wenn es digital ist. Liebe Grüße
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lelolali antwortete vor 3 Tagen, 12 Stunden
@laratyp1life: Hallo, über digitalen Austausch freue ich mich natürlich auch 🙂
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jasminj postete ein Update vor 4 Tagen, 20 Stunden
Hi,
Ich bin Jasmin und gerade auf dem t1day 🙂 hab seit 23 Jahren Diabetes, aktuell mit Ypsopump und G7. Bin entweder in Hamburg oder Berlin anzutreffen und freue mich auf Kontakte und Austausch!-
lelolali antwortete vor 4 Tagen, 12 Stunden
Hey Jasmin, ich war heute auch auf dem T1day, vielleicht hast du Lust auf Austausch 🙂
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jasminj antwortete vor 4 Tagen, 12 Stunden
@lelolali: Ich würde mich über Austausch und Kontakte sehr freuen. Gerne hier oder anders online und ansonsten bin ich aktuell alle ein bis zwei Wochen in Berlin – also ggf. auch gerne persönlich?
Wie hat Dir der Tag gefallen? -
lelolali antwortete vor 4 Tagen, 11 Stunden
@jasminj: Ja sehr gerne! Ich kann dir hier leider keine private Nachricht schreiben (werde auf die Startseite weitergeleitet) , funktioniert dies bei dir? 🙂
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jasminj antwortete vor 4 Tagen, 10 Stunden
@lelolali: funktioniert bei mir leider auch nicht. Ich wollte es mir morgen nochmal über die Webabsicht anschauen, vllt geht es da 🙂
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gregor-hess antwortete vor 3 Tagen, 16 Stunden
@jasminj & @lelolali: Leider funktionieren die DM aktuell tatsächlich nicht, sorry! Wir kümmern uns schnellstmöglich darum!
LG Gregor aus der Redaktion -
gregor-hess antwortete vor 3 Tagen, 2 Stunden
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jasminj antwortete vor 3 Tagen, 1 Stunde
@gregor-hess: vielen lieben Dank! Hab es direkt ausprobiert und es sieht gut aus 🙂
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galu postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
hallo,
ich bin d«Deutsche und lebe seit ca.40jahren in Portugal… meine Tochter, deutsch portugiesin, nun 27 ist seit ihrem 11.Lebensjahr Typ1.
Nachdem ich, gleich nach der Diagnose, eine Selbsgthilfegruppe – die jungen Diabetiker der Algarve, gegruendet habe – finden wir nun so einige Beschraenkungen, was Selbsthilfe und relevante Info betrifft….meine Frage an die Gruppe:
Kann mir jemand , irgendwo in Deutschland eine gute Diabetes Kur oder Kuren mit Hauptgewicht auf Diabetes empfehlen?
Wir werden eh alles privat organsieren und bezahlen muessen – also sind eh nicht auf Krankenkassenangebote angewiesen (falls es diese ueberhaupt (wo?) geben sollte)
Irgendwo in Deutschland (vielleicht nicht zuweit weg von internationalen Flughaefen, da wir ja immer aus Portugal kommen muessen.
Hat vielleicht jemand eine Idee? vielen dank im Voraus-
connyhumboldt antwortete vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo! Die beste Klinik für Diabetes ist in Bad Mergentheim! Ich hoffe Euch damit geholfen zu haben! Die Gesetzlichen Krankenkassen schicken die bei ihnen versicherten Diabetiker alle dahin! Privat geht aber auch? Liebe Grüße aus dem kalten Deutschland!
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