- Aus der Community
Dexcom bringt Veränderungen
3 Minuten

Eine Bilanz im Herbst
Im Sommer habe ich mein CGM-System gewechselt. Eversense vertreibt seine Glukosesensoren nicht mehr in Österreich. Mein Eversense-Implantat kam (aus dem Oberarm) raus und der neue Dexcom-Sensor (zunächst erst für 10 Tage zur Probe) wurde in den Bauch hineingestochen.
Neue technische Systeme verlangen zur Gewöhnung für einen Diabetiker Zeit, Geduld und Ausdauer. Jetzt ist Herbst, die Tage werden kürzer und ich ziehe eine erste Dexcom-Bilanz.
Dexcom spart Zeit
Am Anfang hat mich das Dexcom-System zunächst entstresst. Das tägliche Kalibrieren morgens und abends wie beim Eversense entfällt nun. Zudem hält der Dexcom ganze 10 Tage und ich muss den Sensor nicht täglich neu setzen. Das spart mir viel Zeit ein.
Dexcom bringt Unruhe
Dafür brachte der Dexcom auch etwas Unruhe mit sich. Der Eversense-Sensor vibrierte lediglich bei zu niederen oder zu hohen Glukosewerten. Der Dexcom-Sensor hingegen gibt über das Handy extrem laute Geräusche von sich, sobald meine Glukosewerte zu tief sinken. Ich bezeichne es als lautes „Handyschreien“. An sich ist das ja eine super Sache, denn der Sensor soll vor Unter- oder Überzucker warnen.
Dexcom lehrt mich Achtsamkeit
Im Alltag muss ich jetzt noch besser auf meine Glukosewerte achten. Beispiel: Ich betreue in der Schule ein Kind und während des Unterrichts „schreit“ mein Handy plötzlich sehr laut. Das ist sehr unangenehm! Anderes Beispiel: Es ist Mitternacht, ich schlafe und mein Handy „schreit“ plötzlich laut. Mein Partner ist genervt, denn er möchte schlafen. Ich nehme dann schnell einen „Hypo”-Helfer aus dem Nachtkästchen, um auch wieder weiterschlafen zu können.
Diese Handygeräusche sind an sich sinnvoll. Ich habe festgestellt, dass der Gewebezucker (den der Sensor misst) und der Blutzucker (den ich blutig am Finger messe) oft 20 bis 40 mg/dl (1,1 bis 2,2 mmol/l) auseinanderliegen (https://www.feelfree-welt.de/pumpen-therapie/newsdetails/Feiner-Unterschied-Blutzucker-und-Gewebezucker). Ich messe daher bei lautem Handyalarm immer blutig nach. Ich möchte bei einer „Hypo“ nicht zu viele Kohlenhydrate zusätzlich zu mir nehmen.

Dexcom gibt Sicherheit
Positiv gibt mir der Dexcom mehr Sicherheit. Denn mein Partner sieht meine Glukosewerte nun auch auf seinem Handy. Diese tolle Funktion – speziell sinnvoll, wenn das eigene Kind Typ-1-Diabetes hat – lässt sich mit dem Dexcom gut einstellen. Gegen diese Art der Glukosewert-Überwachung habe ich mich zuerst gewehrt. Aber ich bin eine Bergfex – wie man in Tirol sagt – und gehe öfters größere Wanderungen alleine. Sicherlich, ich habe auch meinen Hund dabei. Im Falle einer drohenden Hypoglykämie messe ich jetzt zunächst immer blutig nach und schicke dann meinem Partner eine kurze Nachricht, dass ich okay bin. Das gibt meiner Familie und mir ein besseres Gefühl.

Dexcom erhöhte mein HbA1c
Seit ich das Dexcom-System trage, hat sich mein HbA1c von 6,5 auf 7,1% erhöht. Meinen behandelnden Diabetologen stört das nicht, ich selbst bin jedoch etwas unzufrieden. Vielleicht waren meine letzten Glukosewerte auch nur durch regelmäßige, unbemerkte Hypoglykämien „erkauft“? Es ist für mich sicher wieder ein Grund mehr, meine eigenen Blutzuckerwerte wieder schriftlich besser zu kontrollieren. So gibt mir Dexcom einen Anschub für positive Veränderungen in dieser kritischen (Diabetes-)Zeit.
Hier kommt ihr zu einem weiteren Artikel über das Dexcom-System:
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hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?-
ole-t1 antwortete vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
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ole-t1 antwortete vor 1 Woche, 1 Tag
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
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schorschlinger antwortete vor 1 Woche, 1 Tag
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.
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hexle antwortete vor 1 Woche
@ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.
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hexle antwortete vor 1 Woche
@schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….
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uho1 postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
