Diabetes-Equipment sicher und praktisch verstaut

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© Ruby Limes
Diabetes-Equipment sicher und praktisch verstaut

Diabetes-Equipment sollte allzeit einsatz- und griffbereit, aber trotzdem praktisch verstaut und – das ist für viele auch wichtig – nicht sichtbar und obendrein hübsch sein. Inzwischen gibt es dafür viele Lösungen. Wir stellen einige davon vor – entweder selbstgemacht oder von spezialisierten Anbietern.

Wohin mit der Pumpe? Wohin mit Pen, Blutzuckermessgerät, Traubenzucker, Ersatzmaterial? Das sind keine banalen Fragen! Wer gute Antworten findet, erleichtert sich selbst den Diabetes-Alltag. Hier kommen einige Antwortmöglichkeiten, viele davon stammen von Diabetesberaterin Sarah Biester:

  • Bauchgurte/-gürtel/-bänder gibt es vor allem für Kinder – entweder mit integrierter oder mit abnehmbarer Tasche. Mit dem Gürtel kann auch die Tasche und somit die Position der Insulinpumpe verschoben werden, damit sie z. B. beim Schlafen oder Toben nicht stört. Es gibt auch Modelle mit Sichtfenster – so kann man den Überblick behalten, ohne die Pumpe aus der Tasche ziehen zu müssen. Außerdem sind wasserdichte Modelle erhältlich. Mittlerweile gibt es zudem Unterwäsche und Shirts mit inte­grierter Pumpentasche von darauf spezialisierten Herstellern.
  • Geschickte und nähkundige Menschen können auch eine Art Rucksack nähen, der über der Kleidung getragen werden kann; aufgenähte Taschen auf dem Rückenteil der Kleidung können vor allem für Kinder ebenfalls eine Lösung sein. Noch ein Tipp für Selbermacher: Möchte man die Pumpe in der Hosentasche tragen, kann die Hoseninnentasche aufgetrennt und die Pumpe direkt von innen eingesteckt werden.
  • Mädchen und Frauen können die Pumpe am BH tragen – dafür gibt es spezielle Taschen, die an den Trägern oder an der Seite befestigt werden. Es gibt aber auch BHs und Tops mit schon integrierten Taschen für die Pumpe. Wer die Pumpe am oder im BH trägt, hat auch den Vorteil, als Katheterstelle den Arm und einen entsprechend kurzen Schlauch nutzen zu können.
  • Wer seinen CGM-Sensor oder auch die Patch-Pumpe schützen möchte, kann elastische Armbänder tragen, die es in vielen Größen, Farben und mit schönen Mustern gibt. Es gibt auch Modelle, die besonders für den Aufenthalt im Wasser geeignet sind.
  • Nicht jeder trägt eine Insulinpumpe und/oder ein CGM-System – zudem benötigen ja auch Pumpen- und Sensorträger unterwegs manchmal ein Blutzuckermess­gerät inklusive Zubehör. Für Messgeräte und Pens werden Taschen mitgeliefert. Wer aber mehr Komfort möchte, alles Nötige in einer Tasche verstauen will oder einfach eine schickere Alternative sucht, kann sich entweder eine Tasche selbst nähen bzw. eine vorhandene Tasche umarbeiten – oder ein Modell kaufen, das seinen Bedürfnissen entspricht. Auch für Diabetestaschen gibt es spezialisierte Hersteller.

Ideen zum Selbermachen aus der Blood Sugar Lounge (www.blood-sugar-lounge.de)


  • Kathy Maggy Tugend hat sich – ganz ohne große Vorkenntnisse – eine schicke BH-Pumpentasche selbst genäht; die Anleitung dafür ist zu finden über die Suchworte Pumpentasche selbstgemacht.
  • Sensoren lassen sich auch mit Kinesiotape befestigen. Katharina Weirauch hat damit so ihre Erfahrungen gemacht und weiß außerdem, wie man den Sensor mit Tape aufhübschen kann (Suchwort Kinesiotape).
  • Antje hat ihre ganz eigenen Ansprüche an Diabetestäschchen – und gibt Tipps, welche Kriterien so ein Täschchen ihrer Meinung nach erfüllen sollte (Suchwort Diabetestäschchen).

Spezialisierte Anbieter: Oft sind ­Betroffene selbst aktiv geworden

In den letzten Jahren hat sich das Angebot an Kleidung mit Taschen für die Insulinpumpe und anderes Diabetes-Equipment stark erweitert – oft entwickelt von Menschen, die selbst Diabetes haben. Im Angebot sind T-Shirts, Tops, Slips, Badekleidung, BHs in vielen Größen, mit Spitze oder eher sportlich, mit schönen Mustern und Motiven oder eher schlicht. Hier eine Auswahl an Herstellern:

  • Mellitus one: Max, der Sohn von Hanna Barat, hat Typ-1-Diabetes. Mit den angebotenen Bauchbändern war sie unzufrieden und hat – selbst vom Fach – deshalb eigene Modelle entwickelt. Inzwischen gibt es eine große, zum Teil farbenfrohe Produktpalette für Kinder, Damen und Herren, auch Unterwäsche und Shirts sind im Angebot. | www.mellitus-one.de; einige Modelle auf www.kirchheim-shop.de, mehr über Hanna Barat auf www.diabetes-online.de
  • Ruby Limes: Frida Lüth designt Unterwäsche mit Pumpentasche für Damen und Herren (siehe Bild oben). Vor allem die Damenunterwäsche kommt auch mal verspielt mit Spitze oder mit stylischen Mustern daher. | www.rubylimes.de, einige Modelle auf www.kirchheim-shop.de, mehr über Frida Lüth/Ruby Limes auf www.diabetes-online.de
  • AnnaPS: Anna Sjöberg hat vergeblich nach Kleidung gesucht, in der sie ihre Pumpe sicher und nicht spürbar unterbringen konnte. Deshalb hat sie begonnen, Tops, Shirts und Slips zu entwerfen. Inzwischen gibt es Modelle für Damen, Herren und Kinder. Auch im Angebot: Sport-BHs und Badekleidung. | www.annaps.com, einige Modelle auf www.kirchheim-shop.de, mehr über Anna Sjöberg/AnnaPS auf www.diabetes-online.de
  • bre.parat: Peggy Kraft entwickelt und designt für Kinder Bauchbänder und Shirts mit Pumpentasche und vieles mehr. | www.breparat.de, einige Modelle auch auf www.kirchheim-shop.de
  • Von Aquapac gibt es verschieden große wasserdichte Taschen speziell für Insulinpumpen, außerdem wasserdichte Taschen für Diabetes-Equipment. | www.aquapac.de
  • mysugarcase: Ausgeklügelt eingerichtete Taschen bietet Maren Schinz an, die selbst Diabetes hat und mit den bisher angebotenen Taschen nicht zufrieden war. Manche Modelle haben ein Extra-Fach für ein Kühlelement. | www.mysugarcase.com, einige Modelle auf www.kirchheim-shop.de

Autorin:

Nicole Finkenauer
Redaktion Diabetes-Journal, Kirchheim-Verlag
Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14, 55130 Mainz
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (12) Seite 28-29

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  • tako111 postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 3 Wochen

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

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