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Endlich Alltag mit der Insulinpumpe – Pumpine Teil #10
3 Minuten

Die Sorge, wieder zur ICT wechseln zu müssen, hat sich endlich gelegt. Tatsächlich habe ich nach der endgültigen dauerhaften Genehmigung meiner Insulinpumpentherapie fast noch ein halbes Jahr gebraucht, um den Stress der Monate davor abschütteln zu können. Keine Angst mehr vor Krankenkassen-Briefen, keine Anspannung vor der HbA1c-Messung und keine Demotivation, mich mit dem Einstellungs-Fine-Tuning auseinanderzusetzen.
Verrückt, wie nachhaltig die Belastung durch das lange Hin und Her war und wie oft ich bestimmte Aspekte der Geschichte immer wieder erzählen könnte, weil es sich für mich immer noch so aktuell anfühlt. Ein Grund mehr, jetzt dankbar dafür zu sein, dass der Kampf vorbei ist.
Die Insulinpumpe top, der Diabetes-Manager „geht so“

Inzwischen hat mein Accu-Chek-Insight-Insulinpumpensystem etwas über zwei Jahre auf dem Plastik-Gehäuse-Buckel und das sieht man zumindest dem Diabetes-Manager (Fernbedienung und gleichzeitig Messgerät des Systems) deutlich an. Ziemlich spät fiel mir auf, dass es wie bei einem Smartphone sinnvoll gewesen wäre, einen Displayschutz zu benutzen, um das Gerät etwas weniger empfindlich gegen Kratzer zu machen. Dazu kamen ein paar Unfälle, bei denen mir das Ding aus der Tasche oder vom Tisch gefallen ist – mit Letzterem hat der Spieltrieb meiner Katze natürlich rein gar nichts zu tun.
Das Gute: Die äußerlichen Gebrauchsspuren haben keinen Einfluss auf die grundsätzlich zuverlässige Technik der Insulinpumpe. Es gab in den Jahren zwei größere Probleme beim Einsatz der Fernbedienung – über die Insulinpumpe an sich war nach wie vor alles steuerbar. Einmal ging sie nicht mehr an, nachdem sie lange im kalten Auto lag; was sich durch das Rausnehmen, Reinlegen und Aufladen des Akkus beheben ließ. Ein anderes Mal – und das ist erst ein paar Wochen her – verlor sie über ein paar Tage hinweg regelmäßig die Bluetooth-Verbindung zur Pumpe, was nach mehrmaligem neuen Koppeln dann aber auch wieder in den Griff zu bekommen war. Was zu dem Zeitpunkt natürlich nervte, aber in meiner Erinnerung schon wieder gar nicht so dramatisch war.

Eine Fehlermeldung, die mich nicht genug stört
Bereits seitdem ich die Pumpe habe, gibt es eine Fehlermeldung an der Fernbedienung beim Berechnen des Bolusvorschlags, die immer wieder auftritt und mit einem lauten „Döötdööt“ angekündigt wird, was besonders schön im stillen Kino ist, wenn man ganz kurz für das Popcorn Insulin abgeben will. Auch wenn ich davon manchmal gestresst bin, scheint es mich nicht genug zu stören, um es bei Roche zu beanstanden. Ein weiteres Problem ist der unzuverlässige Verbindungsaufbau des Diabetes-Managers mit dem PC – sowohl bei mir zuhause als auch in der Praxis bei meiner Diabetesberaterin ist das immer Glückssache.
Was für mich einen hohen Wert hat, ist das gute Gefühl, mich auf die Insulinversorgung verlassen zu können.

Mein Part – von Motivation und der richtigen Entscheidung
Wie gesagt: Ich habe den Antrieb endlich wieder, mich mit der gesamten Diabetes-Therapie auseinanderzusetzen. Passend dazu trage ich inzwischen ja ein CGM, das Dexcom G5, und bin außerdem in einem neuen Behandlungs-Umfeld, welches mich gut unterstützt. Insgesamt gute Voraussetzungen, mich anzustrengen. Und das tue ich auch. Ob Basalratentests, das pünktliche Wechseln des Katheters (und der Setzstellen) oder das rechtzeitige Anpassen von temporären Basalraten – ich bemühe mich bei allem mehr, weil ich den Langzeitnutzen dahinter sehe.
Nach wie vor sehe ich einen großen Vorteil der Accu Chek Insight in der unkomplizierten Handhabung des Insulin- und Zubehörwechsels und wenn ich Erfahrungsberichte über andere Insulinpumpen lese und mich frage, ob ich mich nochmal für dieses Pumpenmodell entscheiden würde, denke ich, dass ich das tun würde. Obwohl ich selbst den Kundendienst von Roche noch nie in Anspruch nehmen musste, fühle ich mich immer gut betreut, wenn ein Informationsbrief ankommt, der auf mögliche Fehler bei der Bedienung oder bei anderen Nutzern aufgetretene Probleme hinweist. Ich fühle mich wohl mit der Pumpe und das ist das Wichtigste.

Was in den Monaten zuvor passierte, steht in meiner Beitrags-Reihe zu diesem Thema: Teil #1, Teil #2, Teil #3, Teil #4, Teil #5.1, Teil #5.2, Teil #6, Teil #7, Teil #8 und Teil #9.
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moira postete ein Update vor 5 Tagen, 12 Stunden
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55
