Im Diabetes-Monat November: Back to the Roots

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Im Diabetes-Monat November: Back to the Roots

 

Nachdem uns in diesem Jahr diverse Diabetes-Gadgets das Leben ordentlich erleichtert haben, nutzen wir den Diabetes-Monat November, um damit eine Pause zu machen.

So sehr wir die Vorzüge des FreeStyle Libre genießen und dies uns ein Stück Freiheit gibt: Wir brauchen eine Pause. Das haben wir beide beschlossen. Natürlich ist uns der Vorteil gegenüber der punktuellen blutigen Messung bekannt, doch bescherte uns das FreeStyle Libre doch manchmal zu viele Informationen. Über diese Informationen herrschte bei uns eine unterschiedliche Auffassung.

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Das FreeStyle Libre liefert viele Informationen – wie damit umgehen?

Viel Wissen kann manchmal auch überfordernd sein

Da mein Sohn schon sehr selbstständig ist und viel allein entscheidet, merkten wir, dass die vielen Werte ihn zum ständigen Handeln animierten. Was im Grundgedanken gewollt ist, nahm nun leider überhand. Das bedeutet sehr oft: korrigieren von hohen Blutzuckerwerten, aber nicht darauf warten können, dass der Wert sinkt und dies in lesbaren Zahlen angezeigt wird. Und im Umkehrschluss zu früh und zu oft einer Hypoglykämie entgegenzusteuern.

In dieser Situation ist er dann sehr ungeduldig. Es scheint so, als ob er sein Gefühl für sich verloren hat. Das konnte er bis jetzt recht gut. Doch durch das einfache Scannen wurde sich darauf nicht mehr verlassen. Dies führt zu Diskussionen, die anstrengend sind für uns beide. Noch ein Argument zur Pause ist, dass Timo mit dem Sensor am Arm sehr vorsichtig ist. Er ist immer sehr darauf bedacht, nirgendwo anzustoßen. So ist der Sensor ständig in seinem Bewusstsein – und wird dadurch oft und viel genutzt. Ein ständiger Kreislauf, den wir jetzt mal unterbrechen.

Wir machen Ferien vom FreeStyle Libre

Wir nehmen uns jetzt bewusst diese 4 Wochen Zeit. Es gibt nur noch blutige Messungen, dabei spielen wir unser eigenes Blutzucker-Bingo. Timo „hört“ in sich rein, bevor er misst, um sein Gefühl wiederzubekommen. Er soll nicht den Wert voraussagen, aber sein Gespür wiederaufbauen. Das heißt: vor der Blutzuckermessung ein kurzes Innehalten und In-sich-Reinhören: Was sagt mein Gefühl? Die Freude ist dann sehr groß, wenn das Ergebnis in dem vorher erfühlten Rahmen liegt. So schärft sich sein Bewusstsein für sich selber. Das ist mir sehr wichtig.

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Durch das Blutzuckermessen soll Timo wieder ein Gefühl für seine Werte entwickeln.

 

Wenn unsere Ferien vorbei sind, freuen wir uns wieder auf die Hilfe, die das FreeStyle Libre uns bietet, und gehen mit klaren Absprachen etwas leichter damit um. Mit ein paar festgelegten Spielregeln können wir dann hoffentlich entspannt die Vorteile eines solch nützlichen Diabetes-Gadgets für uns nutzen.

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  • moira postete ein Update vor 1 Tag, 15 Stunden

    Meine Tochter ist ein großer Fan der Buchreihe Woodwalkers. In einem Band kommt wohl ein Woodwalker mit Diabetes typ 1 vor. Fand ich cool. Es wird Blutzucker gemessen und ein Unterzucker behandelt.
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  • moira postete ein Update vor 3 Wochen

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 4 Wochen

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

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