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Pumpine Teil #8 – HbA1c vs. MDK
4 Minuten

Es ist Oktober, und die Erprobungsphase meiner Insulinpumpentherapie ist (mal wieder) vorbei. Vor ein paar Tagen kam per Post die Bitte meiner Krankenkasse, ein Formular von meiner Ärztin ausfüllen zu lassen und dieses ebenso wie meine Diabetes-Tagebücher der letzten drei Monate zum Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (kurz „MDK“) zu senden. Zu den Angaben, die meine Ärztin machen muss, gehört – natürlich – das HbA1c.
Und ganz ehrlich: Inzwischen belastet mich in meinem Leben mit Typ-1-Diabetes kaum etwas mehr als die Gedanken an diesen bestimmten Laborwert.

Die meisten Menschen mit Diabetes werden sich in etwa an ihren allerersten HbA1c-Wert erinnern. Ich schätze, es gibt kaum jemanden, bei dem am Tag der Diagnose die Zahl vor dem Prozent-Zeichen einstellig war (mein Wert lag bei 13,4%). In dem Moment, in dem man als Nicht-Mediziner zum ersten Mal von der Existenz dieses Blutwertes erfährt, bekommt man auch eingeprägt, dass dieser Wert sinken muss.
Das gute HbA1c als A und O. Wenn Ärzte aus anderen Fachrichtungen sich für irgendetwas an meinem Diabetes interessieren, dann für das HbA1c. Ich wurde danach schon in Situationen gefragt, in denen das dem behandelnden Arzt bei nichts hätte helfen oder Aussage über etwas geben können – trotzdem hatte er eine Meinung inklusive Gruselgeschichten dazu, dass das HbA1c ein bisschen zu hoch sei und was die Folgen davon wären.
Aber worum geht es beim HbA1c eigentlich genau?
„Hämoglobin A1c ist das sogenannte Zuckerhämoglobin. Der rote Blutfarbstoff (Hämoglobin = Hb), der mit Glukose verbunden ist (Hämoglobin A1c), ist ein Maß für die durchschnittliche Blutzuckerkonzentration der letzten acht bis zehn Wochen.“ (Quelle: https://www.diabetes-online.de/a/diabetes-lexikon-h-1637051)
In erster Linie wird der Ziel-Wert beim HbA1c individuell zwischen dem Facharzt und dem Patienten festgelegt, prinzipiell gilt aber, dass die Wahrscheinlichkeit von Folgeschäden am geringsten ist, wenn der HbA1c-Wert unter 7,5% ist.

Mein aktueller HbA1c-Wert liegt exakt bei 7,5%. Vor dem Umstieg auf die Insulinpumpe lag er bei 7,6% – verbunden mit doppelt so vielen Hypoglykämien.
Ja, mein HbA1c könnte niedriger sein. Schaue ich mir andere Menschen mit Diabetes an, die von der Pen- zur Pumpentherapie gewechselt haben, fällt dort fast immer eine deutliche Verbesserung des HbA1c auf. Was mache ich falsch? Bin ich einfach doch eine schlechte Diabetikerin? Der MDK hat mich dazu gebracht, vermehrt an mir zu zweifeln. Während meine Ärztin und meine Diabetes-Beraterin mir jedes Mal diese Zweifel wieder versuchen zu nehmen, klingelt in meinem Kopf nur der „Aber der MDK entscheidet es, ich muss es dem MDK recht machen“-Alarm.
Was könnte ich tun, um das HbA1c zu verbessern?
Was ich aus meiner Sicht noch ändern könnte, um ein besseres HbA1c zu bekommen? Ernährung und Bewegung. Natürlich ist das die Antwort. Ich bin kein fittes Low-Carb-Mädchen, bestimmt gehöre ich sogar zu den Menschen, die mit Typ-1-Diabetes ziemlich uneingeschränkt weiter essen, was sie mögen, auch wenn das mal eine postprandiale Blutzuckerspitze bedeutet. Warum ich das nicht ändere? Weil ich gemerkt habe, dass es überhaupt keinen Einfluss auf mein HbA1c hat, ob ich Pizza oder Salat esse. Ebenso wenig interessiert es mein HbA1c, wie viel ich mich bewege. Den Sommer über war ich deutlich aktiver als sonst, ich habe auch ein paar Kilo abgenommen, und trotzdem rührt sich der Wert nicht um 0,1%. Mein HbA1c liegt, genau wie bei den letzten Kontrollen im Juli, April und Februar davor bei 7,5%.

Denn etwas, das ich nicht zuverlässig beeinflussen kann, sind mein Stresspegel, meine Hormonschwankungen seit dem Absetzen der Antibabypille und immer wiederkehrende Entzündungen in meinem Körper. All das beeinflusst den Blutzucker genauso wie Essen oder Bewegung.
Der Moment, in dem jemand aus meinem Diabetes-Team sagt, „Toll, dass dein HbA1c trotz allem so stabil ist!“, ist eben auch der Moment, in dem der MDK meint, ich bzw. mein Diabetes sei schlecht eingestellt. Zuletzt bekam ich nun den Tipp von meiner Diabetes-Beraterin, dass ich bei der anstehenden Überprüfung explizit darum bitten solle, dass mein Fall von einem MDK-Gutachter mit fachärztlichem Hintergrund in Sachen Diabetes bearbeitet wird. Dass das nicht automatisch so geregelt ist, war mir nicht einmal bewusst – ein klitzekleiner Grund zur Hoffnung, dass die Beurteilung dieses Mal positiver für mich ausfällt?!
Alle Artikel aus meiner Pumpen-Reihe: #1 #2 #3 #4 #5.1 #5.2 #6 #7
Das Thema beschäftigt Katharina schon eine ganze Weile – zum Beispiel in ihrem Artikel “5 Gedanken, die ich vor jedem Quartals-Check habe”.
Und auch bei Heike geht es um den HbA1c-Wert – die “heilige Kuh des Diabetes”.
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bloodychaos postete ein Update vor 5 Tagen, 1 Stunde
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55 -
sayuri postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Hi, ich bin zum ersten Mal hier, um mich für meinen Freund mit Diabetes Typ 1 mit anderen auszutauschen zu können. Er versteht nicht alles auf Deutsch, daher schreibe ich hier. Etwa vor einem Jahr wurde ihm der Diabetes diagnostiziert und macht noch viele neue Erfahrungen, hat aber auch Schwierigkeiten, z.B. die Menge von Insulin besser abzuschätzen. Er überlegt sich, mal die Patch-Pad am Arm auszuprobieren. Kann jemand uns etwas über eingene Erfahrungen damit erzählen? Ich wäre sehr dankbar!🤗🙏
Liebe Grüße
Sayuri

Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGM
Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.