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Technik der Zukunft: Assistenzroboter und Chatbots für die Diabetestherapie?
4 Minuten
In der alten, analogen Welt geht technischer Fortschritt so: In den Entwicklungsabteilungen großer Unternehmen sitzen Spezialisten, basteln und machen sich schlaue Gedanken. Sie bauen Prototypen, die sie mit den diversen Fachabteilungen ihres Unternehmens diskutieren. Irgendwann gibt es ein Produkt, das auf Herz und Nieren geprüft und in Studien getestet wird und dann irgendwann eine Zulassung erhält. Jedes Blutzuckermessgerät, das wir zur Bestimmung unserer Glukosewerte in die Hand nehmen, hat einen solchen klar definierten und ziemlich langwierigen Prozess durchlaufen. Selbst Apps, mit denen große Unternehmen wie Ascensia oder Krankenkassen wie die Techniker Diabetikern den Alltag erleichtern wollen, wurden noch nach diesem Muster innerhalb des Unternehmens entwickelt.
Nerds + Cola + Laptops + Schlafsäcke + Programmiercodes = Hackathon
In der neuen, digitalen Welt kann dieser Prozess auch ganz anders laufen. Diesen Eindruck habe ich zumindest beim IBM Healthcare Hackathon gewonnen, der kürzlich in Hamburg stattgefunden hat. Ein Hackathon ist ein Event, bei dem ein Haufen Hard- und Softwareentwickler (gemeinhin „Nerds“ genannt) gemeinsam nützliche, kreative oder unterhaltsame Softwareprodukte erarbeiten. Gern über ein schlafloses Wochenende mit größeren Mengen koffeinhaltiger Getränke und Süßigkeiten, mit Isomatten- und Schlafsacklager. Also ungefähr so ein Szenario, wie ich es von meinem Sohn kenne, der als 14- bis 16-Jähriger gern auf Netzwerkpartys mit seinen Kumpels die Wochenenden durchgezockt hat.



Online-Therapie per Chatbot, Assistenzroboter für Demenzkranke
Beim IBM Healthcare Hackathon ging es darum, auf Basis des strukturierten Assistenznetzwerks Watson von IBM (was das genau ist, ist hier in diesem Youtube-Video recht gut erklärt) neue Anwendungen zu entwickeln. Den Nerds standen auch zwei humanoide Roboter namens NAO (Firma Softbank Robotics) zur Verfügung. Die Arbeitsgruppen tüftelten das ganze Wochenende an ihren Programmiercodes herum und präsentierten am Sonntag ihre Ergebnisse. Dabei kam zum Beispiel eine Online-Gruppentherapie für psychische Erkrankungen per Chatbot heraus. Oder ein NAO-Assistenzroboter für Demenzkranke, den man mit persönlichen und Krankheitsdaten füttern kann und der den Patienten dann im Tagesverlauf an seine Mahlzeiten und Medikamenteneinnahmen erinnern oder die eingehende Nachricht der Tochter vorlesen kann, die ihrem Vater kurz mitteilen möchte, dass sie sich ein wenig verspätet. Und etliche weitere Anwendungen, die im Alltag dabei helfen sollen, vorhandene Daten für den Einzelnen besser nutzbar zu machen.

Ein NAO-Roboter als sprechender Diabetes-Babysitter?
Zugegeben war nichts Diabetesspezifisches unter den Hackathon-Ergebnissen. Aber mit ein bisschen Fantasie kann man ja durchaus auf Ideen kommen, wie sich ein sprechender Assistenzroboter oder ein Chatbot, die mit Watson verknüpft sind, für die Diabetestherapie nutzen lassen. Vielleicht wäre der putzige NAO-Roboter ja ein passabler Babysitter für Kinder mit Diabetes, der sie ans Blutzuckermessen erinnert und ihnen gleich sagt, ob und wie viel Insulin sie bei einem solchen Messwert spritzen müssen oder ob sie lieber eine Banane oder einen Keks essen sollten. Auch einen Watson-basierten Chat für Diabetiker kann ich mir gut vorstellen: Es gibt zwar schon diverse Facebook- oder Twitterchat-Gruppen, in denen man sich mit anderen Betroffenen austauschen kann. Doch mit einem solchen Chatbot könnte man vorab auswählen, über welche spezifischen Probleme man in seiner Gruppensitzung sprechen möchte: Fühle ich mich in der Schule oder am Arbeitsplatz wegen meines Diabetes diskriminiert? Der Chatbot hielte eine Gruppe bereit, in der man genau über diese Themen sprechen kann. Ich habe Probleme, meinen Diabetes zu akzeptieren und mich zum Blutzuckermessen zu motivieren? Auch hierfür gäbe es eine eigene Gruppe, möglicherweise sogar durch psychologisch geschultes Fachpersonal moderiert.

Betroffene und Nerds haben einen anderen Blick auf Produkte
Auf alle Fälle war es äußerst spannend zu sehen, was medizinische Laien mit Lust auf Netzwerken und Programmieren über ein Wochenende alles an Ideen entwickeln können. Und faszinierend zu erleben, dass Innovationen längst nicht mehr nur in den Entwicklungsabteilungen großer Konzerne ausgeheckt werden, sondern dass der Anstoß für neue digitale Anwendungen immer häufiger aus ganz anderen Ecken kommt – seien es nun Betroffene oder Nerds –, die einen ganz anderen Blick auf mögliche Anwendungen haben, als es sich Produktentwickler in ihrem Unternehmensdenken oft vorstellen können.
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hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann? -
uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
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diahexe postete ein Update vor 3 Wochen
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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gregor-hess antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
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crismo antwortete vor 1 Woche, 1 Tag
@gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…
Kann es nur empfehlen!!!
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Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”
Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.
@ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.
@schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….