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FreeStyle Libre: TK und DAK übernehmen ab sofort komplett die Kosten
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Zwei der größten gesetzlichen Krankenkassen – die Techniker Krankenkasse (TK) und die DAK-Gesundheit (DAK) – übernehmen ab sofort komplett die Kosten für das Glukosemessgerät FreeStyle Libre in Form einer Satzungsleistung für Erwachsene und Kinder ab 4 Jahren. Zudem will Hersteller Abbott nun zeitnah einen Hilfsmittelantrag einreichen.
Sowohl die TK als auch die DAK übernehmen ab sofort – unter bestimmten Voraussetzungen – für insulinpflichtige Menschen mit Diabetes die Kosten für das Flash Glukose Messsystem (FGM) FreeStyle Libre von Abbott. Nachdem die DAK bereits seit einiger Zeit die Kosten für die innovative Glukosemesstechnologie für Kinder und Jugendliche mit Diabetes übernimmt, folgte kürzlich die Erweiterung der Kostenübernahme für Erwachsene.
Neue Satzungsregelung der TK regelt Kostenübernahme
Nun auch die TK: Der Verwaltungsrat der TK, Deutschlands größter Krankenkasse, hat am 15. Juli 2016 eine neue Satzungsregelung für das FGM beschlossen, welche die Kostenübernahme für das Flash Glukose Messsystem FreeStyle Libre regelt und mittlerweile auch vom Bundesversicherungsamt genehmigt wurde.
Voraussetzungen für Kostenübernahme für das FreeStyle Libre
DAK-Gesundheit
Die Voraussetzung für die Kostenübernahme für das FreeStyle Libre durch die DAK-Gesundheit sind:
- ein insulinpflichtiger Diabetes mellitus
- eine intensivierte Insulinbehandlung
- die festgelegten individuellen Therapieziele zur Stoffwechseleinstellung können, auch bei Beachtung der jeweiligen Lebenssituation, schwer erreicht werden
- ie Patientin oder der Patient muss vor der ersten Anwendung des Flash Glukose Messsystems in der Anwendung des Gerätes geschult sein (dazu stehen auch Online-Hilfen auf www.freestylelibre.de zur Verfügung)
Techniker Krankenkasse (TK)
Als besondere Satzungsleistung übernimmt die TK die Kosten für das Messsystem FreeStyle Libre. Versicherte tragen lediglich die gesetzliche Zuzahlung:
- für das Lesegerät zehn Prozent, mindestens fünf, maximal zehn Euro
- für die Sensoren zehn Prozent des Monatsbedarfs, jedoch nicht mehr als zehn Euro monatlich
Dies gilt für TK-Versicherte mit Diabetes, die sowohl schnell als auch langsam wirkendes Insulin spritzen, also die sogenannte intensivierte Insulintherapie durchführen oder die eine Insulinpumpe nutzen und mehrfach täglich ihre Bluckzuckerwerte bestimmen müssen.
Quelle: www.tk.de/tk/leistungen-a-z/f/freestyle-libre/870944
Dr. Ansgar Resch, General Manager von Abbott Diabetes Care Deutschland, zeigt sich darüber erfreut: “Wir begrüßen die zunehmend positiven Entscheidungen der Krankenkassen und freuen uns, dass immer mehr Kassen die Vorteile des Systems für ihre Versicherten erkannt haben, insbesondere auch die zu den größten gesetzlichen Krankenkassen zählenden wie die TK und die DAK. Dies bestärkt uns nun auch den Hilfsmittelantrag zeitnah einzureichen, um eine baldige generelle Kostenübernahme aller gesetzlicher Krankenkassen sicherzustellen.”
von Redaktion Diabetes-Anker / gh
mit Materialien von Abbot Diabetes Care
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