Werte markieren, einordnen, auswerten

2 Minuten

© Johnson & Johnson Diabetes Solutions Companies
Werte markieren, einordnen, auswerten

Unser Ausprobiert-Anwedertest: In der aktuellen Ausgabe hat Dr. Katrin Kraatz das Blutzuckermessgerät OneTouch Select Plus für Sie unter die Lupe genommen.

Aus einer stabilen Tasche nehme ich das neue Blutzuckermessgerät des Unternehmens Johnson & Johnson Diabetes Solutions Companies: das OneTouch Select Plus. Durch eine Kunststoffhalterung, in die ich Messgerät, Stechhilfe und eine Dose mit Teststreifen stecken kann, habe ich alle Utensilien, die ich zum Messen meines Blutzuckers benötige, zusammen.

Grenzwerte einstellen

Um zu messen, nehme ich einen der sehr kleinen Teststreifen aus der Dose. Welche Seite des Teststreifens ich in die Einschubstelle oben am Messgerät stecken und wo das Blut hin muss, kann ich nur optisch unterscheiden; zu fühlen ist es nur sehr schwer. Nach dem Einstecken des Teststreifens muss ich, weil ich das Gerät zum ersten Mal in Betrieb nehme, vor dem Messen noch ein paar Einstellungen vornehmen:

In welcher Sprache möchte ich die Texte angezeigt bekommen – in Deutsch, Niederländisch oder Französisch (mg/dl) oder in Deutsch, Französisch oder Italienisch (mmol/l)? Bei welchen Werten liegen meine Niedrig- und Hochgrenzen, die ich zwischen 60 und 110 mg/dl (3,3 und 6,1 mmol/l) bzw. 90 und 300 mg/dl (5,0 und 16,7 mmol/l) wählen kann?

Möchte ich meine gemessenen Werte markieren als vor oder nach Mahlzeit? Falls ja, fragt das Gerät noch nach Niedrig- und Hochgrenzen für vor und nach der Mahlzeit, wählbar vor der Mahlzeit niedrig zwischen 60 und 110 mg/dl (3,3 und 6,1 mmol/l) und hoch 90 und 216 mg/dl (5,0 und 12,0 mmol/l), nach der Mahlzeit niedrig 80 und 120 mg/dl (4,4 und 6,7 mmol/l) und hoch 119 und 300 mg/dl (6,6 und 16,7 mmol/l).

Farben zeigen Güte des Werts

Nun kann ich messen – im Display fordert mich das Gerät auf, einen Blutstropfen aufzutragen. Reicht die Blutmenge beim Einsaugen des Bluts in den Teststreifen, erscheinen auf dem Display fünf Punkte, wenig später steht das Messergebnis auf dem Display.

Nun wähle ich noch vor oder nach Mahlzeit aus – und bekomme angezeigt, ob mein Wert im guten Bereich (grün), zu niedrig (blau) oder zu hoch (rot) liegt. Wenn ich will, kann ich aus dem Speicher alle Werte als Einzelwerte mit Datum und Uhrzeit abrufen und als Mittelwerte, ggf. mit Einteilung vor/nach Mahlzeit.

Wollen Sie mehr über das Blutzuckermesssystem OneTouch Select Plus wissen? Das Unternehmen Johnson & Johnson Diabetes Solutions Companies informiert Sie darüber telefonisch unter 08 00 / 7 07 70 07. Unter www.lifescan.de finden Sie das OneTouch Select Plus auch im Internet.

von Dr. med. Katrin Kraatz
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (06131) 9 60 70 0, Fax: (06131) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2015; 64 (11) Seite 40

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 1 Monat

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße