Hilft uns Menschen mit Diabetes die KI? Ein Plädoyer für die KI im Gesundheitswesen

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Hilft uns Menschen mit Diabetes die KI? Ein Plädoyer für die KI im Gesundheitswesen | Foto: Iryna – stock.adobe.com
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Hilft uns Menschen mit Diabetes die KI? Ein Plädoyer für die KI im Gesundheitswesen

Künstliche Intelligenz (KI) hält zunehmend Einzug in die Diabetes-Versorgung. Sie kann Daten auswerten, Muster erkennen und Therapieprozesse unterstützen. DDF-Vorsitzender Leonhard Stärk mit einem Plädoyer, warum KI im Gesundheitswesen Chancen bietet – ohne persönliche Erfahrung und Selbsthilfe zu ersetzen.

„Wir sind Betroffene, wir wissen selbst, was uns hilft und was uns schadet“, könnte unsere erste Reaktion sein, wenn wir nach dem Nutzen der künstlichen Intelligenz (KI) gefragt werden. Nun sind wir als Leser dieses wunderbaren Magazins „Diabetes-Anker“ meist auch noch in der Diabetes-Selbsthilfe engagiert und bauen auf den Austausch untereinander. Selbsthilfe bedeutet ja vor allem, dass wir uns gegenseitig mit Wissen und Erfahrung helfen und unterstützen.

So weit, so gut – ich bin als Vorsitzender der Deutschen Diabetes Föderation auch sehr stolz auf unsere vielen Aktiven in den Mitglieds-Organisationen und in den zahlreichen Selbsthilfegruppen. Ich schätze den persönlichen Austausch untereinander als den zentralen Erfolgsfaktor der gesundheitlichen Selbsthilfe.

KI kann Diabetes-Management kontinuierlich verbessern

Dennoch dürfen wir die Augen nicht verschließen vor den Entwicklungen in der digitalen Welt. Insbesondere sollten wir offen sein für die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz im Gesundheitswesen. Ich möchte die künstliche Intelligenz nicht den Schülern überlassen, die mit Hilfe von ChatGPT ihre Aufsätze für die Schule verfassen. Künstliche Intelligenz muss auch uns chronisch Kranken dienen. Wir müssen sie nutzen, um unsere medizinische Versorgung zu verbessern, um Prävention durch Früherkennung zu ermöglichen, um unsere Krankheitsverläufe positiv zu beeinflussen und um Diagnose- und Behandlungsfehler zu reduzieren.

Unsere Erkrankung erfordert ein kontinuierliches Überwachen der Glukosewerte sowie ein möglichst exaktes Abstimmen von Ernährung, Bewegung und Medikation. Künstliche Intelligenz eröffnet uns durch den Zugriff und die systematische Analyse von unglaublich großen Datenmengen die Möglichkeit, das Diabetes-Management kontinuierlich zu verbessern und damit die Lebensqualität von Menschen mit Diabetes zu erhöhen – sowohl für Menschen mit Typ 1 als auch für Menschen mit Typ 2.

Ärztliche Betreuung und Selbsthilfe bleiben unersetzlich

Auf der Basis von Erfahrungswerten auch außerhalb unserer eigenen Community ermöglicht die künstliche Intelligenz, Muster zu erkennen und sogar individuelle Vorhersagen zu treffen, wenn etwa zu hohe oder zu niedrige Glukosewerte drohen, womit dann eine frühzeitige Warnung möglich ist. Klar – viele von uns erkennen bei sich ganz gut selbst erste Anzeichen einer Veränderung unserer Glukosewerte, aber mit künstlicher Intelligenz könnte bereits viel früher angesetzt werden, wenn wir es selbst noch nicht spüren. Das funktioniert, weil in Hunderttausenden vergleichbaren Fällen es ähnlich verlaufen ist.

Ein gutes Beispiel ist die Kombination von künstlicher Intelligenz mit Systemen zum kontinuierlichen Glukose-Messen (CGM) und Insulinpumpen. Diese Closed-Loop- oder Künstliches-Pankreas-Systeme passen die Insulin-Abgabe automatisiert an die aktuellen Bedürfnisse des Körpers an und verändern diese aufgrund individueller Daten.

Ich plädiere zwar für einen offenen, nicht jedoch für einen unkritischen Umgang mit künstlicher Intelligenz. Themen wie Gesundheits-Datenschutz, Transparenz bei den Algorithmen und die Verantwortung bei Fehlentscheidungen sind wichtige ethische und rechtliche Fragen, die zu klären sind. Am Ende ersetzt auch die beste und transparenteste künstliche Intelligenz niemals die ärztliche Betreuung – und ich füge hinzu: Sie ersetzt auch niemals die Selbsthilfe!


von Leonhard Stärk, Vorsitzender des Vorstands der DDF

Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (1/2) Seite 62-63


zur Beitragsübersicht von Deutsche Diabetes Föderation e.V.

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  • hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche

    Hallo,
    das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
    Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?

    • Hallo hexle,
      ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
      Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
      Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”

      Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.

      Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.

      Beste Grüße

    • PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.

    • Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.

    • @ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.

    • @schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….

  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen

    Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?

  • diahexe postete ein Update vor 3 Wochen

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

    • Liebe diahexe,
      Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
      Viele Grüße
      Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion

    • @gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.

    • crismo antwortete vor 1 Woche

      @gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…

      Kann es nur empfehlen!!!

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