Auch wenn in Zeiten der Digitalisierung ein Papierdokument vielleicht etwas „aus der Zeit gefallen“ anmutet – dem Gesundheits-Pass Diabetes kommt nach wie vor eine wichtige Rolle zu. Mit ihm können Menschen mit Diabetes selbst die Rahmenbedingungen ihres Diabetes überprüfen.
Der Gesundheits-Pass Diabetes dient als Checkliste, ob die wichtigen Kontroll-Untersuchungen bezüglich des Diabetes durchgeführt worden sind und welche Ergebnisse sie erbracht haben. Für Folgeerkrankungen sieht der Pass Untersuchungen „einmal im Jahr“ vor. Die Hinweise für diese Untersuchungen finden sich vor allem im unteren Teil der jeweils für ein Jahr vorgesehenen Doppelseite. Die Untersuchungen bezüglich mikroangiopathischer Folgeerkrankungen beziehen sich auf Nephropathie, Retinopathie und Neuropathie.
Im Hinblick auf die Nephropathie (Nierenschädigung) sollte jährlich eine Bestimmung des Kreatinin-Werts mit Berechnung der glomerulären Filtrationsrate (eGFR) durchgeführt werden, ergänzend eine Bestimmung der Mikroalbuminurie (geringe Ausscheidung des Eiweißes Albumin), die ganz früh auf eine beginnende Nierenveränderung hinweist. Diese Untersuchungen sollten auch durchgeführt werden, wenn eine Schwangerschaft geplant ist. Spätestens bei Vorliegen einer Mikroalbuminurie muss unbedingt ein erhöhter Blutdruck ausgeschlossen werden. Er beschleunigt im Prinzip alle Folgeerkrankungen des Diabetes massiv.
Den vollständigen Artikel gibt es auf der DBW-Website.
von Dr. Bernhard Lippmann-Grob
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (8/9) Seite 68
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