Blaues Rathaus in Erfurt: zentrale Aktion zum Weltdiabetestag

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Blaues Rathaus in Erfurt: zentrale Aktion zum Weltdiabetestag
Foto: DTH
Blaues Rathaus in Erfurt: zentrale Aktion zum Weltdiabetestag

Zum Weltdiabetestag setzte Erfurt ein leuchtendes Zeichen: Ein blaues Rathaus und ein Aktionstag des Diabetiker Thüringen e.V. schärften das Bewusstsein für Diabetes-Prävention.

Am 14. November 2024 veranstalteten die Mitglieder des Diabetiker Thüringen e. V. (DTH) einen Aktionstag, um auf die weltweit steigende Verbreitung von Diabetes mellitus aufmerksam zu machen. In Kooperation mit der Landeshauptstadt Erfurt wurde das Rathaus in den Abendstunden mit einem blauen Kreis angestrahlt, dem Symbol des Weltdiabetestags. Von 14 bis 19 Uhr hielten die Mitglieder des DTH vor dem Erfurter Rathaus am Fischmarkt Aufklärungs-Material für Passanten bereit.

Wie erkenne ich Diabetes?

Wir konnten zahlreiche Gespräche mit interessierten Bürgern führen und boten die Möglichkeit, direkt vor Ort einen persönlichen Diabetes-Risikotest (FINDRISK) durchzuführen sowie den Diabetes Self-Management Questionnaire (DSMQ) als ein wichtiges Instrument zur Bewertung des Selbstmanagements von Personen mit Diabetes mellitus.

Die Ergebnisse wurden den Teilnehmern direkt mitgeteilt, was eine wertvolle Gelegenheit zur Selbstreflexion über das eigene Gesundheitsrisiko und die Selbstfürsorge darstellte. Aus den Gesprächen mit den Thüringern greifen wir einige Gesprächsinhalte auf, diskutieren diese weiter im Verein und leiten entsprechende Hilfsmaßnahmen ab.

Wichtig beim Aktionstag: Zuhören und Sprechen. Beim Aktionstag kamen die Ehrenamtlichen mit Passanten ins Gespräch.

Passant: „Ich habe in letzter Zeit oft Durst und muss häufig zur Toilette. Könnte das Diabetes sein?“ Mitglied DTH: „Das können tatsächlich Anzeichen für Diabetes sein. Weitere Symptome sind oft Müdigkeit, verschwommenes Sehen und langsam heilende Wunden. Um sicherzugehen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dort kann man mit einem einfachen Bluttest Ihren Blutzucker messen. Möchten Sie gleich einen Diabetes-Risikotest machen?“

Probleme mit der Insulinpumpe und CGM-Nutzung im Pflegeheim

Junge Frau: „Ich bin Typ-1-Diabetikerin und habe seit Kurzem eine Insulinpumpe. Aber ich komme damit nicht zurecht. Können Sie mir helfen?“ Mitglied DTH: „Das kann am Anfang herausfordernd sein. Lassen Sie uns gemeinsam die Einstellungen überprüfen. Haben Sie an einer Schulung für die Pumpen-Nutzung teilgenommen? Falls nicht, könnte ich Ihnen Kontakte zu spezialisierten Diabetesberatern vermitteln, die Ihnen individuell helfen können.“

Pflegekraft: „Ich arbeite in einem Pflegeheim und wir sind mit der Nutzung von CGM-Systemen überfordert. Wie können wir das besser handhaben?“ Mitglied DTH: „Das ist eine häufige Herausforderung. Es gibt spezielle Schulungen für Pflegepersonal zum Umgang mit CGM-Systemen. Ich könnte Ihnen Kontakte zu Anbietern solcher Schulungen vermitteln. Zusätzlich haben wir Informationsmaterial, das die Grundlagen einfach erklärt. Vielleicht wäre es auch hilfreich, wenn ein Diabetesberater Ihr Team vor Ort schult?“

Weitere Themen waren Lieferengpässe, Neuigkeiten zur Diabetestherapie und die diabetische Polyneuropathie.

Ganzheitlichen Ansatz: Zusammenarbeit mit Landesverband Niere Thüringen

Neben dem DTH war auch der Landesverband Niere Thüringen e. V. vor Ort. Der Verein, der auf ehrenamtliches Engagement setzt, bot wichtige Unterstützung und Informationen für Betroffene und Angehörige. Er informierte über die verschiedenen Stadien der Nieren-Erkrankung, von der Prädialyse über die Dialyse bis hin zur Transplantation. Ein besonderes Angebot des Verbands ist das „Nierentelefon“, eine Hotline, die Betroffenen und Angehörigen die Möglichkeit bietet, auch außerhalb von Veranstaltungen Rat und Unterstützung zu erhalten.

Der Partner Niere Thüringen e.V. bekam auch Besuch von Oberbürgermeister Andreas Horn (Bild links). Unter einem Dach vereint war die Selbsthilfe vor dem blau angestrahlten Erfurter Rathaus (Bild rechts).

Die Zusammenarbeit beider Vereine verdeutlicht den ganzheitlichen Ansatz in der Gesundheitsvorsorge, da Diabetes und Nieren-Erkrankungen oft verknüpft sind. Durch ihre ehrenamtliche Arbeit tragen die Vereine dazu bei, das Bewusstsein für diese Erkrankungen zu stärken und Betroffenen Hilfe zu bieten. Ein besonderes Highlight des Aktionstags war ein Gespräch mit dem Oberbürgermeister von Erfurt Andreas Horn, der die Bedeutung der Aufklärung und Prävention im Umgang mit Diabetes als wichtiges stadtpolitisches Thema mit in das Rathaus und die Gremien nehmen wird.

Durchweg positive Resonanz auf den Aktionstag

Die Aktion zum Weltdiabetestag zielte darauf ab, das Bewusstsein für Diabetes zu schärfen und die Bevölkerung über die Risiken und Möglichkeiten der Prävention aufzuklären. Angesichts der aktuellen Statistiken, die einen Anstieg der Diabetesfälle weltweit prognostizieren – bis 2050 könnten es über 1,3 Milliarden Menschen sein –, ist das Sensibilisieren für diese chronische Erkrankung wichtiger denn je.

Die Resonanz auf den Aktionstag war durchweg positiv. „Wir haben heute viele Menschen erreicht und hoffentlich ein stärkeres Bewusstsein für Diabetes geschaffen.“ Gemeinsam können wir dazu beitragen, das Bewusstsein für diese Volkskrankheit zu stärken und die Lebensqualität von Menschen mit Diabetes zu verbessern.


von DTH

Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 73 (1/2) Seite 70

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  • Huhu, ich bin Marina und 23 Jahre alt, studiere in Marburg, habe schon etwas länger Typ 1 Diabetes und würde mich total über persönlichen Austausch mit anderen jungen Menschen/Studis… freuen, vielleicht auch mal ein Treffen organisieren oder so 🙂 Schreibt mir gerne, wenn ihr auch Lust habt!

  • Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!

    Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.

    Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.

    LG Wolfgang

  • Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!

    • Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
      Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
      Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
      Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
      Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!

    • @suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊

    • Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
      Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
      Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
      auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.

      Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.

      Gruss Wolfgang

    • Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.

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