Zuckersteuer: Jetzt die Chance für echte Prävention nutzen und Selbsthilfe fördern!

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Zuckersteuer: Jetzt die Chance für echte Prävention nutzen und Selbsthilfe fördern! | Foto: olga_demina - stock.adobe.com (KI-generiert)
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Zuckersteuer: Jetzt die Chance für echte Prävention nutzen und Selbsthilfe fördern!

Im Beschluss der Bundesregierung zur Zuckersteuer wird der Bedarf für die Professionalisierung der Selbsthilfe nicht berücksichtigt! Diabetiker Thüringen e.V. fordert, dass die Einnahmen Kindern, Prävention und Ehrenamt zugutekommen müssen.

Die Bundesregierung beschloss im April 2026, ab dem Jahr 2028 eine gestaffelte Abgabe auf zuckergesüßte Getränke (z.B. Limonaden, Cola, Eistees, Energydrinks) einzuführen. Es handelt sich um eine Verbrauchsabgabe, die je nach Zuckergehalt pro Liter erhoben wird:

  • unter 5 g Zucker pro 100 ml: abgabenfrei,
  • 5 bis unter 8 g Zucker pro 100 ml: ca. 26 Cent pro Liter,
  • ab 8 g Zucker pro 100 ml: ca. 32 Cent pro Liter.

Ausgenommen sind u.a. 100-Prozent-Fruchtsäfte und mit Süßstoffen gesüßte Getränke. Die Diabetes-Selbsthilfe betrachtet diese Ausnahmeregelung als kritisch, da suggeriert wird, dass Fruchtsäfte für die Verbraucher ein positiv auf die Gesundheit wirkendes Getränk sind, als flüssiger Zucker zu einem höheren Konsum und zu einem Mehr an Kalorien führen und negativ auf die Zahngesundheit wirken. Welche Effekte Süßstoffe (z.B. Saccharin, Sucralose, Aspartam, Stevia) auf die Darmflora haben, lässt sich aktuell nicht abschließend sagen. Die Auswirkungen sind individuell sehr unterschiedlich und noch nicht ausreichend wissenschaftlich untersucht.

Das erwartete jährliche Aufkommen durch die Zuckersteuer liegt bei rund 450 Millionen Euro. Die Einnahmen sind zweckgebunden und fließen in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV), um das Gesundheitssystem finanziell zu entlasten. Wir wollen im aktuellen Gesetzgebungsverfahren zur Zuckersteuer, ähnlich wie die Politiker Markus Söder und Daniel Günther, dass die Gelder der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zugutekommen.

Gelder für Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Gesünderes Essen in Kitas und Schulen, Programme zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz und gezielte Prävention sind absolut machbar. Sie werden von Verbraucherschützern und Verbänden wie der Verbraucherzentrale explizit als sinnvolle Verwendung empfohlen.

Gelder zur Professionalisierung der Selbsthilfe

Die Mittel können über die Krankenkassen in die Förderung von Selbsthilfegruppen und -strukturen fließen, wie es im Präventionsgesetz bereits vorgesehen ist. Hier gibt es Spielraum, um Schulungen, Koordination und Professionalisierung zu finanzieren – gerade bei Diabetes und Adipositas.

Anmerkung

Das Gesetzgebungsverfahren läuft noch, die konkrete Ausgestaltung wird entscheidend sein. Jetzt ist der richtige Moment, um als Teil der Selbsthilfe und Fachgesellschaften Einfluss zu nehmen, damit ein klarer Anteil für Prävention bei Kindern und Stärkung der Selbsthilfe festgeschrieben wird.

Jetzt ist der Moment, sich einzubringen!

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Zusammenfassung

Regierungsbeschluss: Die Mittel fließen primär in die allgemeine Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen als Beitrag zur Stabilisierung des GKV-Haushalts (Teil eines Spar- und Reformpakets). Es gibt eine Zweckbindung an das Gesundheitssystem, aber keine detaillierte, enge Festlegung auf konkrete Präventionsprogramme wie gesunde Verpflegung in Kitas und Schulen oder den flächendeckenden Einsatz von Ernährungsberatern, Sporttherapeuten und Coping-Experten für die Bewältigung von Angst, Stress und Krisen. Der Fokus liegt auf der System-Entlastung (Beitragssatzstabilität und langfristige Kostendämpfung durch Prävention).

Die Diskussion ist inzwischen auch in der Thüringer Landespolitik angekommen. Auf Anfrage der Diabetes-Selbsthilfe signalisierte die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, das Thema in einer der nächsten Landtagssitzungen aufzugreifen. Unterstützung kommt ebenfalls aus der Fraktion Die Linke.

Gemeinsam soll erreicht werden, dass die Verwendung der Mittel aus der Zuckersteuer stärker an konkrete Präventionsziele gebunden wird – insbesondere an Maßnahmen für Kinder und Jugendliche sowie an die Stärkung der Selbsthilfe. Denn echte Gesundheitsvorsorge beginnt nicht erst in der Klinik – sondern bei unseren Kindern, in Schulen, Familien und im Alltag.

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von Dr. Klaus-D. Warz, Landesvorsitzender, DTH Diabetiker Thueringen e.V.


Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (7) Seite 70-71

zur Beitragsübersicht von Diabetiker Thüringen e.V.

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  • thomas55 postete ein Update vor 2 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 2 Tagen, 17 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 3 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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