MDMD und Weltdiabetestag in Berlin: Wieder Besucher-Rekord – 1.200 Teilnehmende informierten sich rund um Diabetes

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MDMD und Weltdiabetestag in Berlin: Wieder Besucher-Rekord – 1.200 Teilnehmende informierten sich rund um Diabetes | Foto: diabetesDE/Deckbar
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MDMD und Weltdiabetestag in Berlin: Wieder Besucher-Rekord – 1.200 Teilnehmende informierten sich rund um Diabetes

Nach gut 1.000 Besucherinnen und Besuchern in 2024 gab es 2025 wieder einen Rekord: 1.200 Menschen nahmen am Sonntag, dem 16. November 2025, in Berlin an „Meilensteine der modernen Diabetologie“ (MDMD) und „Weltdiabetestag“ (WDT) teil.

Die wissenschaftlichen Vorträge unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und das Bühnen-Programm waren sehr gefragt. Im Hotel Maritim proArte in Berlin waren die Vortragssäle und die Industrie-Ausstellung den ganzen Tag voll.

Menschen mit Diabetes, ihre Angehörigen und weitere Interessierte informierten sich über die neueste Medizintechnik und aktuelle Therapien in der Industrie-Ausstellung. Ein weiteres Highlight war der Auftritt der Sängerin Diva Agata, die selbst mit Typ-2-Diabetes lebt. Die Vorträge und ein Video zu den Veranstaltungen stehen auch im Nachgang online zur Verfügung. Auch in 2025 wieder sehr erfolgreich war das Bewegtbild-Format „Weltdiabetestag – Das Magazin“.

Diva Agata begeisterte mit ihrer Soul-Stimme. | Foto: diabetesDE/Deckbar
Diva Agata begeisterte mit ihrer Soul-Stimme. | Foto: diabetesDE/Deckbar

Volle Säle, spannende Vorträge

„Die dritte Veranstaltung von ‚Meilensteine der modernen Diabetologie‘ war erneut ein voller Erfolg. Besonders mit den Vorträgen zum ‚Weltdiabetestag‘“, sagt Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Gut 1.200 Besucherinnen und Besucher füllten die Säle und die Industrie-Ausstellung.

Besonders die Technik-Themen, aber auch Soziales waren sehr gefragt. „Höhepunkte waren unter anderem die Vorträge rund um Smart-Pens und AID-Systeme bei Kindern sowie auch der Beitrag von Professor Kulzer und die Podiumsdiskussion rund um Diabetes zwischen Lebensqualität und Stigmatisierung.“

Innovative Projekte gesucht

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe sucht wieder innovative Projekte, die über die Risiken von Diabetes aufklären, der Erkrankung vorbeugen oder die Versorgung von Menschen mit Diabetes verbessern. Bewerbungen als Spendenprojekt der Diabetes-Charity-Gala sind bis 28. Februar 2026 möglich. Die Gala findet am 16. Oktober 2026 in Berlin statt. Mehr Informationen: www.diabetesde.org/projektvorschlaege.

Preisträger der Mehnert-Medaille: Biologe, Familienvater, Radfahrer

Die Mehnert-Medaille ist nach dem „Diabetes-Papst“ Prof. Dr. Hellmut Mehnert benannt und wird jährlich an eine Person vergeben, die 50 Jahre oder länger mit Diabetes lebt. Als der diesjährige Preisträger Dr. Tim Wessel im Sommer 1975 kurz vor seiner Einschulung Typ-1-Diabetes bekam, war die Diagnose etwas holprig: Die Sommerferien-Vertretung des Hausarztes warf einen kurzen Blick auf den Jungen und tat die Verdachtsdiagnose seiner Mutter zunächst mit den Worten ab: „Der Junge hat keinen Diabetes, das sehe ich.“

Nachdem die Erkrankung durch eine Urinprobe doch nachgewiesen wurde, erhielt Tim Wessel erst Schweine-Insulin, dann folgte der Umstieg auf Human-Insulin. Bereits 1988 erhielt er seine erste Insulinpumpe, 2016 dann auch ein System zum kontinuierlichen Glukose-Messen (CGM). Heute nutzt er erfolgreich ein Hybrid-Closed-Loop-System. Damit kommen auch die schweren Unterzuckerungen (Hypoglykämien) der Vergangenheit nur noch sehr selten vor.

Dr. Jens Kröger überreichte die Mehnert-Medaille an Dr. Tim Wessel (links). | Foto: diabetesDE/Deckbar
Dr. Jens Kröger überreichte die Mehnert-Medaille an Dr. Tim Wessel (links). | Foto: diabetesDE/Deckbar

Nach erfolgreichem Biologie-Studium und Promotion arbeitet Tim Wessel heute als Produkt-Spezialist für Zellbiologie und ist mit führenden Wissenschaftlern der Stammzellen-Forschung zu den Insulin-produzierenden Beta-Zellen im Austausch.

Seit 2021 fährt Tim Wessel jährlich im Sommer Fahrradtouren durch Deutschland über mehr als 1000 Kilometer. Tim Wessel ist verheiratet und hat drei Kinder, eine Katze und einen Hund. In (fast) allem, was er tut, gibt er „120 Prozent“, weil ihm von Anfang an vermittelt wurde, die „Macke“ Diabetes ausgleichen zu müssen.

Hauptsponsoren von MDMD 2025 waren die Unternehmen Abbott und Roche, weitere Sponsoren waren Boehringer Ingelheim, Dexcom, Lilly, Medtronic, Novo Nordisk, Insulet und Sanofi. Das Event fand in Kooperation mit „Diabetes-Anker“ – dem zentralen Angebot (digital, gedruckt, live) für Menschen mit Diabetes aus dem Medienhaus MedTriX Group statt.

Weitere Informationen

  • In einem Video-Gruß zum Weltdiabetestag 2025 spricht Bundesgesundheitsministerin Nina Warken über die Herausforderungen und die Unterstützung für alle Menschen mit Diabetes in Deutschland: t1p.de/da260102dda.
  • Die einzelnen Vorträge zum Weltdiabetestag stehen hier online: t1p.de/da260102ddb.
  • Weitere Informationen, Programm und Fotos zu dieser sowie auch zur letztjährigen Veranstaltung finden Interessierte auf unserem Instagram-Kanal unter t1p.de/da260102ddc sowie unter www.meilensteine-diabetologie.de.
  • Begleitend zu den Events wurde wieder das Bewegtbild-Format „Weltdiabetestag – Das Magazin“, moderiert von Prof. Dr. Thomas Haak, ausgestrahlt:t1p.de/da260102ddd.

Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (1/2) Seite 80-81

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  • thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 2 Wochen

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
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