Diabetiker-Treffen Berlin: CGM-System für sechs Monate bzw. 180 Tage

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Diabetiker-Treffen Berlin: CGM-System für sechs Monate bzw. 180 Tage | Foto - Schütte/Stanek – MedTriX GmbH
Foto - Schütte/Stanek – MedTriX GmbH
Diabetiker-Treffen Berlin: CGM-System für sechs Monate bzw. 180 Tage

Im Rahmen eines Treffens des Diabetiker Bundes Berlin wurden die Möglichkeiten des Langzeit-CGM-Systems Eversense E3 von Ascensia Diabetes Care vorgestellt.

Es ging um das System zum kontinuierlichen Glukose-Messen (CGM) des Unternehmens Ascensia: das System Eversense E3. Das Team von Ascensia war mit drei Referentinnen vor Ort: Sabine Wünsche, die das CGM-System schon seit vielen Jahren selbst trägt, Olivia Warren, eine Außendienst-Mitarbeiterin von Ascensia Diabetes Care, und Daniela Bettzüge, die für die Schulung und Zertifizierung der Eversense-Zentren zuständig ist.

Aus dem Publikum kamen viele Fragen – und die Referentinnen konnten jede Frage individuell und sehr ausführlich beantworten. So erfuhren wir, dass der Sensor „Eversense“ der einzige implantierbare Langzeitsensor ist. Das ganze Eversense-System besteht aus einem kleinen Sensor, dem Smart-Transmitter und der Eversense-App auf einem kompatiblen Mobilgerät.

Sensor wird in den Oberarm implantiert, wenig störanfällige Messung

Der kleine Sensor mit einer Größe von 3,5 mal 18,3 Millimeter wird von einem geschulten und zertifizierten Arzt in den Oberarm implantiert. Dort verbleibt der Sensor für fast sechs Monate, genauer: 180 Tage. Die Referentinnen konnten uns an einem künstlichen Arm den Vorgang mit dem entsprechenden Operations-Besteck genau erklären.

Da der Sensor fest unter der Haut liegt und dadurch wenig störanfällig ist sowie durch die Messmethode mittels Fluoreszenz ist, wie die Vertreterinnen von Ascensia berichteten, eine hohe Messgenauigkeit möglich. Durch die verwendete Fluoreszenz-Technologie, die den Glukosegehalt in der Gewebeflüssigkeit misst, gibt es außerdem keine Störeinflüsse zum Beispiel durch Acetaminophen (Paracetamol) oder Ascorbinsäure (Vitamin C).

Schnitt verheilt laut Nutzerin schnell, Sensor wird täglich kalibriert

Nach Information der Referentinnen ist nach kurzer Zeit der fünf Millimeter kleine Schnitt, der durch das Einsetzen des Sensors notwendig ist, verheilt. Ein doppelseitig klebendes, hautfreundliches Silikonpflaster wird dann über dem Sensor, der nicht sichtbar, nur leicht tastbar ist, auf den Oberarm geklebt und der Transmitter kann wiederum darauf befestigt werden. Sabine Wünsche zeigte uns an ihrem Arm, wie das Ergebnis aussieht.

Das Pflaster wird täglich gewechselt und der Transmitter kann einfach abgenommen und wieder aufgeklebt werden. Das System braucht ein- bis zweimal täglich eine Kalibrierung durch einen Blutzuckerwert. Nach 180 Tagen wird der alte Sensor operativ wieder auf dem gleichen Weg entfernt und ein neuer Sensor wird im anderen Arm implantiert.

Glukosewerte alle fünf Minuten aktualisiert, Transmitter vibriert am Körper

Die Eversense-App ist kompatibel mit allen Smartphones mit iOS 12 oder neuer oder Android 8.0 oder neuer. Die App gibt die Glukosewerte grafisch wieder und aktualisiert die Werte alle fünf Minuten.

Die Glukosewerte werden beim CGM-System Eversense E3 auch grafisch dargestellt. Foto: Ascensia Diabetes Care

Dadurch, dass der Transmitter bei einem Alarm neben der Information auf dem Smartphone zusätzliche Vibrationsalarme direkt am Körper abgibt, braucht man nicht unbedingt das Smartphone in seiner Nähe. Das hat zum Beispiel den Vorteil, so die Ascensia-Mitarbeiterinnen, dass andere Personen, die im gleichen Zimmer schlafen, nicht unnötig geweckt oder gestört werden.

Zielwerte individuell einstellbar, CGM-System grundsätzlich von Krankenkassen erstattbar

Die Zielwerte und Alarmgrenzen können individuell in der App eingestellt werden. Auch die Alarme für Änderungsraten und Vorhersagewarnungen lassen sich entsprechend einstellen.

Durch die Listung im Hilfsmittelverzeichnis besteht bezüglich dieses CGM-Systems eine Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen. Die Kosten sind daher bei entsprechender Indikationsstellung für die Versicherten zu übernehmen, informierten die Referentinnen.

Insgesamt war die Veranstaltung sehr interessant und informativ. Auch die Website www.eversense.de ist verständlich und man findet dort wirklich alle wichtigen Punkte, die man zur Information über das Langzeit-CGM Eversense E3 braucht.


von Barbara Dvorak

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    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

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