Viele Projekte und Kooperationen: Kurzer Rückblick auf das ablaufende Jahr und Perspektiven für 2025

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Viele Projekte und Kooperationen: Kurzer Rückblick auf das ablaufende Jahr und Perspektiven für 2025 | Foto: Larisa - stock.adobe.com
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Viele Projekte und Kooperationen: Kurzer Rückblick auf das ablaufende Jahr und Perspektiven für 2025

Zum Ende des Jahres gönnen wir es uns, etwas innezuhalten, um zu prüfen, wo wir stehen und wohin wir uns in Zukunft weiterentwickeln wollen.

Positiver Rückblick auf 2024

Der Rückblick auf 2024 zeigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind. Wir haben auf den verschiedensten Ebenen viel bewegen können. Beispiele hierfür sind die Fortschritte in unserem Projekt „Diabetes und Pflege“, Durchführung des Reiter-Camps für Kinder mit Diabetes, das Tischtennis-Turnier für Menschen mit Diabetes, erfolgreiches Fortführen des Projekts „Kinder mit Diabetes in Kitas und Schulen“, Beteiligung am Bündnis Adipositas NRW, weitere Einsätze unserer beiden Diabetes-Infomobile und nicht zuletzt eine harmonische Landesversammlung im Mai 2024. So kann der Vorstand der Deutschen Diabetes-Hilfe, Menschen mit Diabetes, Landesverband NRW e. V. im Großen und Ganzen sehr zufrieden sein.

Bei Zusammenarbeit leider nur ganz ­geringe Fortschritte

Leider hat sich auch einiges entgegen unseren Planungen und Wünschen entwickelt: Seit Jahren bemühen wir uns, die Zusammenarbeit mit anderen Diabetesverbänden zu intensivieren. Wir haben das große Ziel der Diabetes-Allianz eben noch nicht ganz aus den Augen verloren! Aber bis dahin bedarf es noch sehr vieler kleiner Schritte, die beharrlich gegangen werden müssen.

Im abgelaufenen Jahr waren hier leider (wenn überhaupt) nur ganz geringe Fortschritte möglich. Gründe hierfür können unter anderem in der Fluktuation in den einzelnen Verbänden gesehen werden. Es war auch sehr schwierig, die unterschiedlichen Vorstellungen in einem gemeinsamen Kompromiss unterzubringen. Letztlich fehlt es wohl zurzeit an einer zentralen Organisation, die alle Verbände in einer verlässlichen Verbindlichkeit zusammenführt. Alle Beteiligten sollten sich darauf besinnen, inwieweit das über zehn Jahre eingeübte „Kirchturmdenken“ zugunsten eines handlungsstarken Gesamtverbands reduziert werden kann.

Mit vielen kleinen Verbänden können wir im Gegensatz zu einer Union nur wenig bei Politik sowie Kranken- und Rentenkassen erreichen. Es lohnt sich also, dass die zahlreichen Verbände zusammenfinden, um damit mehr Erfolge für die Verbesserung der Lebensqualität aller Menschen mit Diabetes zu ermöglichen!

Gute Perspektiven für das neue Jahr

Für das neue Jahr hat sich der Landesverband NRW schon jetzt einiges vorgenommen:

  • Natürlich wird unser Schwerpunkt „Diabetes und Pflege“ intensiv fortgesetzt. Es werden weiterhin regelmäßige Arbeitstreffen stattfinden. Und wir werden regelmäßige Gespräche mit Vertretern des Landtags NRW führen, um auf dem Laufenden zu bleiben und der Gesetzgebung Impulse zu geben.
  • Ein großes Anliegen ist, die Apothekerverbände Westfalen-Lippe und Nordrhein zu unterstützen, das gegenwärtige Apotheken-Sterben in NRW zu stoppen.
  • Im Frühjahr wird eine große Podiumsdiskussion zum Thema „Versorgung von Menschen mit Diabetes im ländlichen Raum in NRW“ stattfinden. Hierzu haben wir unter anderem Karl-Josef Laumann, Gesundheitsminister NRW, eingeladen.
  • Weiterhin werden wir uns schwerpunktmäßig des Themas „Diabetes in Kitas und Schulen“ annehmen. Hierzu haben wir schon seit fünf Jahren ein Kooperationsprojekt mit dem Land NRW, in dem es darum geht, Kinder und Lehrkräfte gezielt zu Diabetes zu schulen. Bei diesem Projekt können wir auch Kinder auf Ausflügen oder Klassenfahrten mit geschultem Personal begleiten. Hiermit entlasten wir die Eltern und das Lehrpersonal bei den Fahrten. Leider werden heute immer noch Kinder und Jugendliche mit Diabetes von Klassenfahrten und -ausflügen ausgeschlossen, weil die Lehrkräfte nicht bereit sind, in Bezug auf den Diabetes die Verantwortung zu übernehmen. Ab 2025 wird dieses Projekt nicht mehr direkt vom Ministerium für Arbeit und Gesundheit begleitet und es wird in die Zuständigkeit des Landeszentrums Gesundheit überführt. Wir hoffen, dass die gute Unterstützung unseres Projekts auch weiterhin so erfolgreich gewährleistet bleibt.
  • Mit dem RIN (Regionales Innovationsnetzwerk) planen wir weiterhin gemeinsame Aktivitäten. So möchten wir gemeinsam am 15. und 16. Juni 2025 mit Borussia Düsseldorf als Kooperationspartner den dritten DiaCup im Tischtennis für Menschen mit Diabetes durchführen.
  • Zum Weltdiabetestag soll wieder eine größere Veranstaltung in Düsseldorf durchgeführt werden. Wir unterstützen auch weiterhin den Düsseldorfer Diabetes Tag mit dem RIN-Symposium. Hier hat sich eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem RIN entwickelt, die durch Dr. Olaf Spörkel und sein Team stets kreativ beeinflusst wird.
  • Aufgrund der ausgesprochen großen Nachfrage planen wir, in den Sommerferien 2025 statt eines zwei Reiter-Camps über je eine Woche für jeweils 35 Kinder mit Diabetes durchzuführen. Die Erfahrungen aus den letzten Jahren zeigen uns, wie wichtig solche Veranstaltungen sind. Die Kinder merken, dass sie mit ihren Diabetes-Problemen nicht allein sind. Den Kindern wird in der Woche Gelegenheit gegeben, ihren ganzen Frust über ihren Diabetes herauszulassen, und werden dabei von verständnisvollen Diabetesberaterinnen und -beratern betreut.
  • DDH-M NRW e. V. ist Gründungsmitglied im Adipositas Bündnis NRW unter der Leitung von Christel Moll vom Adipositas Verband Deutschland e. V. Hieraus hat sich in den letzten Jahren eine intensive und erfolgreiche Zusammenarbeit entwickelt, die auch 2025 intensiv fortgesetzt werden soll.
  • Der Landesverband ist auch weiterhin in folgenden Gremien vertreten:
    • Regionales Innovationsnetzwerk (RIN), in Kuratorium und Vorstand
    • Gesundheitsselbsthilfe (GSH)
    • Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) als Ansprechpartner für die Diabetes-Selbsthilfe
    • Bürger- und Patientenrat des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) in München
    • ab 2025 auch im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)

Die jahrelange sehr enge und gute Zusammenarbeit mit diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe soll ebenfalls in 2025 fortgesetzt werden. Hier beteiligt sich der Landesverband unter anderem an verschiedenen Kampagnen wie #SagEsLaut #SagEsSolidarisch. Hierzu gehören auch Veranstaltungen wie die Diabetes-Sommertour, Meilensteine der modernen Diabetologie und andere.

Weiterhin beteiligen wir uns an verschiedenen ­Forschungsprojekten wie Diabetes und Zähne oder die Diabetes-Zahngesundheits-App.

Das ist alles nur in einem guten Team zu schaffen

Die mit diesen Aufgaben verbundene Arbeit ist nur mit einem hervorragend zusammenarbeitenden Vorstand sowie mit der Unterstützung von zahlreichen Akteurinnen und Akteuren aus den verschiedensten Bereichen möglich. Hierfür ein herzliches Dankeschön! Ein Dank sei an dieser Stelle auch allen Sponsoren gesagt, die es ermöglichen, unsere Projekte zu realisieren.

Wir benötigen dringend Unterstützung

Da die Aufgaben einer Selbsthilfe-Organisation immer größer werden, suchen wir auch immer ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die uns unterstützen möchten.


von Norbert Kuster und Hansgünter Bischoff

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat, 2 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße