Nächtliche Wanderung im Hypolabyrinth – Oder: Wie ich meine Wohnung auf den Kopf stellte

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Nächtliche Wanderung im Hypolabyrinth – Oder: Wie ich meine Wohnung auf den Kopf stellte

Hypolabyrinth1

Warme Tage sind wunderbar. In der Sonne liegen, Eis essen und die Seele baumeln lassen. Aber jeder Diabetiker kennt auch die Schattenseiten einer Hitzeperiode. Gerade in den ersten Tagen nach einem extremen Wetterumschwung geraten meine Blutzuckerwerte öfter mal außer Kontrolle. Der Tag vor der besagten Nacht war geprägt durch Werte, die entweder über 200 mg/dl (11,1 mmol/l) oder unter 70 mg/dl (3,9 mmol/l) lagen. Als es dann Zeit wurde, ins Bett zu gehen, dachte ich, ich hätte meinen Blutzucker wieder einigermaßen im Griff…falsch gedacht!

Alles, was ich nachfolgend berichte, habe ich mir hinterher zusammengereimt, denn meine Erinnerung daran ist nur noch lückenhaft.

Irgendwann nachts bin ich aufgrund einer Hypoglykämie aufgewacht. Anscheinend war mir auch bewusst, dass ich etwas Süßes zu mir nehmen muss, denn die ganze Küche war am nächsten Morgen voller Instanteistee-Krümel. Einen Eistee zuzubereiten, habe ich am Ende aber wohl nicht mehr geschafft. Als Nächstes bin ich dann wohl ins Wohnzimmer gegangen und auf meinem Sofa wieder eingeschlafen. Ich weiß noch, dass ich von einer Geschichte aus einem ehemaligen Kinderbuch von mir geträumt habe. Dann bin ich wohl aufgewacht und habe in meinem Bücherschrank nach diesem Buch gesucht. Die Bücher lagen morgens alle verstreut auf dem Boden. Ich weiß noch, dass mir in dem Moment nicht bewusst war, ob ich träume oder wach bin. Ich hatte irgendwie das Gefühl, alles würde in Zeitlupe ablaufen. Nach weiterem Herumgeirre in der Wohnung und weiteren Versuchen, mir etwas Essbares zu besorgen (dabei habe ich wohl jede Menge Lärm gemacht), ist mein Freund, der im Büro übernachtet hatte, wach geworden und hat mich schlussendlich aus meinem Chaoshypotraum befreit.

Klingt merkwürdig? War es auch! Und ich hoffe, es passiert mir nie wieder. Manchmal kann ich es leider nicht verhindern zu unterzuckern, aber das passiert mir glücklicherweise nicht oft.

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