- Aus der Community
Therapieziele nicht erreicht? CGM!
2 Minuten

Wie hoch ist mein Blutzucker gerade? Wird er die nächste Zeit so bleiben, steigen oder womöglich fallen? Kann ich ohne großes Risiko der Unterzuckerung Sport treiben oder einfach nur mit dem Fahrrad von der Arbeit nach Hause fahren? Wer gesund ist, kann sich nicht vorstellen, wie das ist, ständig über solche Fragen nachdenken zu müssen – wir aber müssen es tun, wir Diabetiker. Und wenn der Stoffwechsel zusätzlich völlig instabil ist und ohne ersichtliche Gründe macht, was er will – und so geht es vielen von uns –, sind wir für alles dankbar, was uns unterstützt. Das kann manchmal einfach nur sein, zu sehen, in welche Richtung sich die Glukosekonzentration bewegt, und so vorbeugen zu können. Eine besonders große Hilfe aber ist es, wenn sich Unterzuckerungen, leichte und schwere, dadurch vermeiden lassen. Denn bereits leichte Unterzuckerungen beeinträchtigen: das Denken, das Bewegen, die Sicherheit, das Leben.
Das Leben mit Typ-1-Diabetes kann einfacher sein

Und so fiel mir ein riesengroßer Stein vom Herzen, als ich erfuhr, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die kontinuierliche Glukosemessung mit Anzeige der Glukosewerte (Real-Time-CGM) und -verläufe als vertragsärztliche Leistung zu Lasten der Krankenkassen genehmigt (noch vorbehaltlich der Zustimmung des Bundesgesundheitsministeriums)! Ich kenne, wie ihr wisst, Real-Time-CGM bereits, in Verbindung mit der Abschaltfunktion der Insulinzufuhr bei drohender Unterzuckerung. Und ich weiß deshalb, wie viel einfacher das Leben sein kann mit Typ-1-Diabetes.
Weitgefasste Indikation
Hoffentlich nehmen die Krankenkassen die Indikation wörtlich, in der es unter anderem heißt: „Die Kontinuierliche interstitielle Glukosemessung mit Real-Time-Messgeräten (rtCGM) darf zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung erbracht werden (…) wenn die zwischen Ärztin oder Arzt und Patientin oder Patient festgelegten individuellen Therapieziele zur Stoffwechseleinstellung auch bei Beachtung der jeweiligen Lebenssituation der Patientin oder des Patienten nicht erreicht werden können“. Wenn mein Arzt und ich also ein HbA1c-Ziel vereinbaren und ich kann es ohne Real-Time-CGM nicht erreichen (warum auch immer, denn Gründe dafür gibt es im Leben mit seinen vielen unterschiedlichen Anforderungen immer), besteht die Indikation.
Ich freue mich auf jeden Fall riesig, dass uns dieser medizinische Fortschritt nicht weiter vorenthalten wird!
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lena-schmidt postete ein Update vor 6 Tagen, 12 Stunden
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im August – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 12. August! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
thomas55 postete ein Update vor 1 Monat
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße