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Indisch kochen – für Anfänger und Experimentierfreudige
3 Minuten
Mir ist bewusst, dass ich mit diesem Rezept aus der indischen Küche ein bisschen polarisieren werde. Dennoch, ich traue mich, es heute mit euch zu teilen, weil ich es definitiv als lecker empfinde und es ein bisschen meine Sicht auf mein Kochen verändert hat. Dazu unten mehr.
Welches ist eure liebste Länderküche?
Natürlich habe ich viele Favoriten, aber ich liebe auch indisches Essen. Oder zumindest das, was wir hier in unseren Breitengraden als gutes indisches Essen bekommen können. Es begeistert mich, wie ausgewogen und mit wie vielen verschiedenen Gewürzen die Gerichte zubereitet werden. Dabei sind sie häufig noch sehr gesund. Und wie viele vegetarische und vegane Gerichte es gibt, richtig kreativ.
Trotzdem habe ich es irgendwie nie geschafft, gut indisch selbst zu kochen. Indisch zu essen, bedeutete für mich immer: indisch woanders essen. Irgendwie hat mich die indische Küche immer komplett überfordert, wenn es darum ging, selbst zu kochen. Und vermutlich zu Recht, denn es gibt einfach nicht „die eine“ indische Landesküche. Indien ist riesengroß und allein schon der Unterschied zwischen nordindischer und südindischer Küche ein mächtiger. Also kochte ich nie indisch. Klar, hier und da mal ein Pseudo-Curry. Aber mal ehrlich: Ich weiß, dass die Currypasten, die man hier im Supermarkt kaufen kann, nichts mit dem Real Deal zu tun haben.
Voneinander lernen – auch wenn’s ums indisch Kochen geht
Und dann lernte ich Bhakti kennen. Bhakti ist die indische Mitbewohnerin einer guten Freundin von mir und inzwischen auch meine Freundin geworden. Und da wir immer gerne gemeinsam kochen und uns gegenseitig neue Gerichte präsentieren, habe ich im Laufe der Zeit viel von Bhakti lernen können, was die explizit südindische Küche angeht. Die unterscheidet sich nämlich in vielerlei Hinsicht von dem, was wir hierzulande in Restaurants präsentiert bekommen. Die meisten Restaurants, gerade in Deutschland, kochen viel nordindisch. Dass ich das bis vor kurzem nicht einmal wusste, hat mich ein wenig erschreckt.
Einmal kochte Bhakti dieses Gericht mit weißen Bohnen und Kokosnuss für uns, und da hat es irgendwie bei mir klick gemacht. Sie kochte es eigentlich nur, um mir zu zeigen, was ich mit Amchoor kochen kann. Amchoor ist grünes Mangopulver, sehr fruchtig und ein bisschen sauer. Bhakti brachte mir eine Tüte mit, und das Gericht hat mich bis heute nachhaltig beeindruckt.
Mit dabei: die wahnsinnig unterbewerteten Bohnen
Ich finde Bohnen generell eigentlich super, aber kochte bis dato quasi kaum mit ihnen. Sie sind einfach so wahnsinnig unterbewertet. Bohnen enthalten total viel Eiweiß. Außerdem tun sie so unfassbar vieles für unseren Körper, dass ich das gar nicht alles aufzählen kann, weil dieser Text sonst zu lang werden würde. Und unfassbar billig sind sie dabei auch noch, vor allem, wenn man sie getrocknet kauft und selbst kocht.
Das mache ich inzwischen relativ häufig: Ich koche Bohnen für die Woche vor und verkoche sie in diversen Speisen. So auch eben im heutigen Gericht, dessen Namen mir Bhakti gar nicht verraten hat (an dieser Stelle habe ich nochmal in meinen Notizen nachgelesen und ja, sie hat mir tatsächlich den Namen nicht gesagt).
Ein indisches Rezept mit ganz viel Tiefe – und super lecker
Warum nun präsentiere ich euch heute ausgerechnet dieses Gericht? Ich finde es simpel, aber super lecker. Es hat durch die Gewürze total viel Tiefe. Es ist in ungefähr 5 Minuten zubereitet, wenn man alle Zutaten vorbereitet hat. Es gibt einem einen guten Eindruck der südindischen Küche, und ich kann es inzwischen im Schlaf kochen. Traut euch! Wenn ihr einen indischen oder asiatischen Supermarkt in der Nähe habt, könnt ihr dort mit Sicherheit alle Zutaten finden. Online geht das sonst sicher auch. Und Reis braucht man nicht unbedingt dazu, da es gut sättigt.
So, kommen wir nun endlich, endlich zum Rezept. Ihr braucht für eine große (ohne Reis) oder zwei kleine Portionen (mit Reis):
- 1 TL Kokosöl
- 1 kleine rote Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 daumennagelgroßes Stück Ingwer
- 2 EL Kokosraspel
- 1/4 Dose Kokosmilch
- Salz, Pfeffer
- 7-8 Curryblätter (habt vor denen bitte keine Angst, die sind super aromatisch und nussig!)
- 1 TL Garam Masala
- 1 TL Kurkuma
- 1-2 TL Amchoor (grünes Mangopulver)
- 1 Dose oder 250g gekochte Bohnen (Bhakti nutzte weiße, ich heute rote, weil ich die schon gekocht hatte; Kichererbsen gehen sicher auch super)
- Reis, wenn ihr mögt
Schält die Zwiebel, halbiert sie und schneidet sie in dünne Ringe. Erwärmt in einer Pfanne das Kokosöl und schmeißt die Zwiebeln dazu. Sie sollen glasig werden. Es folgen klein geschnittener Knoblauch und Ingwer.
Wenn alles aromatisch riecht, folgen nun nacheinander die Gewürze: Garam Masala, Kurkuma, Amchoor, die Curryblätter. Die Kokosflocken hinterherwerfen. Alles gut verrühren und die Gewürze etwas anrösten. Ich empfinde dies als einen der vielen essentiellen Momente der indischen Küche. Das Anrösten lässt die Aromen noch intensiver werden und macht alles noch besser bekömmlich.
Dann die Bohnen zugeben, rühren. Zum Schluss mit der Kokosmilch ablöschen und diese etwas einkochen lassen, fertig! Ich serviere das gerne mit frisch gekochtem braunem Rundreis, was natürlich nicht unbedingt traditionell ist.
Lasst es euch schmecken!
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 5 Stunden, 2 Minuten
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen, 1 Tag
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!