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Erste-Hilfe-Kit für Freunde
3 Minuten
Mit dem Diabetes ist das aber so ’ne Sache, ich denke, da könnt ihr mir alle zustimmen. Manchmal wollen die Werte einfach nicht runter, die Kopfschmerzen dazu werden immer stärker und es raubt einem die Energie, egal, wie schön es gerade mit den liebsten Menschen ist. An wiederum anderen Tagen folgt eine Hypoglykämie der nächsten und die Traubenzuckervorräte sind schneller leer, als man „Unterzucker“ sagen kann. Hier habe ich, wie bestimmt auch schon viele von euch da draußen, festgestellt, dass es wichtig ist, dass die eigenen Freunde mindestens grob wissen, was bei uns Sache ist und wie sie im Falle des Falles schnell helfen können. Ich versuche heute mal ein paar Tipps zu notieren, die vielleicht gerade auch praktisch für diejenigen unter euch sind, die noch gar nicht so lange Diabetes haben und noch nicht so genau wissen, wie sie ihre Freunde da direkt mit einbinden können, um im Ernstfall jemanden an seiner Seite zu haben, ohne die Freunde vielleicht sofort zu Beginn mit zu vielen Infos zu überfordern oder ihnen zu große Sorgen zu bereiten.

1. Traubenzucker
Wie oben schon gesagt, kann es manchmal sein, dass eine Hypoglykämie auf die nächste folgt und der Traubenzuckervorrat sich schnell dem Ende neigt. Es kann auch mal vorkommen, dass man komplett vergisst, Hypohelfer einzupacken. Ja, es sollte nicht passieren, aber wir wissen ja, wie stressig es manchmal im Leben werden kann, und ich bin mir sicher, dass auch das den meisten von euch schon einmal passiert ist. Informiert eure Freunde darüber, was eine Hypoglykämie ist und was sie für euch bedeuten kann. Erzählt ihnen von möglichen Symptomen, so dass sie ein Gespür dafür entwickeln können, wann ihr eine Hypoglykämie haben könntet. Drückt ihnen ein paar Rollen Traubenzucker in die Hand und bittet sie lieb, immer was dabei zu haben, wenn sie euch treffen. Irgendwann wird es auch für sie „normal“ und sie können im Notfall mit etwas Simplem wie Traubenzucker helfen, gerade zum Beispiel auch in Kombination mit Alkohol, wenn ihr lange spazieren geht oder gemeinsam Sport macht.
2. Überzucker
Wenn der Blutzucker über Stunden nicht runter will, kann das verschiedene Folgen haben und auch darüber sollten eure Freunde im Groben Bescheid wissen. Es muss ja kein vorbereiteter Vortrag sein, aber ein „Übrigens, wenn ich lange mit hohem Blutzucker durch die Gegend laufe, passiert Folgendes…“ schadet nicht. Dazu die Info, dass für euch damit leider auch schnell mal ein Abend gelaufen sein kann, so dass sie einfach Bescheid wissen, die Situation verstehen lernen und ihr nicht in unangenehme Situationen kommt, in denen es euch vielleicht unangenehm ist, wenn ihr wirklich einfach langsam machen müsst.
3. Wenn es für Traubenzucker zu spät ist oder die Ketoazidose nicht besser wird
Stellt sicher, dass die Nummer des Rettungsdienstes allen bekannt ist (sollte sie sowieso sein, aber man weiß ja nie), und erklärt, wann genau eine akute Notfallsituation bei euch bestehen kann und wie so etwas möglicherweise aussehen könnte. Versucht, eurem Gegenüber keine Panik zu machen, sondern klare Anweisungen zu geben, so dass sie im Ernstfall möglichst cool bleiben können!
4. Insulinvorrat
Ein bisschen Insulin im Kühlschrank der Freunde, bei denen du dich am häufigsten aufhältst, hat auch noch nicht geschadet. Manchmal verpeilt man das ja doch, und dann muss man zumindest nicht extra wieder nach Hause, sondern kann den Abend gemeinsam genießen.
5. Wenn sie erstmal gar nichts davon wissen wollen…
Cool bleiben! Gerade wenn ihr relativ neu diagnostiziert worden seid, ist es nicht nur für euch eine ungewohnte Situation. Auch eure Freunde sind vermutlich komplett unerfahren, was Diabetes angeht, und haben bestimmt viele Vorstellungen davon, die mehr oder weniger mit der Realität übereinstimmen. Eventuell machen sie sich Sorgen und sind übervorsichtig mit euch, oder aber sie wollen gar nichts von dem Thema wissen, weil sie es zunächst komisch finden. Alles schon vorgekommen. Gebt euch und ihnen Zeit. Irgendwann könnt ihr dann vielleicht mit dem Traubenzucker beginnen und euch so nach und nach vorarbeiten. Möglicherweise beginnen sie selbst irgendwann, Fragen zu stellen. Das ist ein Prozess und wird schon. Man kann nichts aufzwingen, aber zumindest für den Notfall sollten sie gewappnet sein, wenn bei uns mal irgendwas sein sollte. Schließlich sind es Freunde!
Ich hoffe, ich konnte euch mit diesen Basic-Tipps vielleicht gerade helfen, wenn ihr noch nicht so lange diagnostiziert seid, und drücke euch die Daumen, dass ihr gut mit euren Freunden über den Diabetes sprechen könnt! Habt ihr noch Tipps und Tricks für Notfälle? Lasst es die Community wissen!
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 6 Tagen, 4 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 4 Wochen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 4 Wochen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 4 Wochen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße