10 statt 5 Jahre: Vorhersagezeitraum für Diabetes-Risiko-Test erweitert

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10 statt 5 Jahre Vorhersagezeitraum für Diabetes-Risiko-Test erweitert
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10 statt 5 Jahre: Vorhersagezeitraum für Diabetes-Risiko-Test erweitert

Wie hoch ist mein Risiko, in den nächsten fünf Jahren an Typ-2-Diabetes zu erkranken? Eine Antwort liefert der 2007 vom Deutsches Institut für Ernährungsforschung (DIfE) entwickelte niedrigschwellige Deutsche Diabetes-Risiko-Test (DRT). Der Vorhersagezeitraum wurde kürzlich auf zehn Jahre erweitert.

Mit dem Deutschen Diabetes-Risiko-Test (DRT) des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) können Menschen mit einem hohen Risiko für Typ-2-Diabetes außerhalb der klinischen Praxis frühzeitig identifiziert werden. Der DRT bietet Erwachsenen zwischen 18 und 79 Jahren als Fragebogen oder Online-Test die Möglichkeit, zu Hause oder in der Arztpraxis nicht-invasiv (also ohne Blutentnahme) und kostenfrei das individuelle Risiko zu ermitteln, innerhalb der nächsten fünf Jahre an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Die inzwischen verfügbare, längere Nachbeobachtungszeit der EPIC-Potsdam-Studie, auf deren Daten der Test basiert, hat nun die Überarbeitung des Diabetes-Risiko-Tests zur Vorhersage des 10-Jahres-Risikos zugelassen. „Die Verlängerung des Vorhersagezeitraums ermöglicht eine noch langfristigere individuelle Vorhersage des Risikos für Typ-2-Diabetes“, sagt Dr. Catarina Schiborn, Erstautorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Molekulare Epidemiologie am DIfE. „So können Menschen mit einem erhöhten Risiko frühzeitig aufgeklärt und über Möglichkeiten der Risikosenkung und Lebensstil­änderung informiert werden.“

Studie zeigt: Bei den meisten liegt der Diabetes-Risiko-Test mit erweitertem Vorhersagezeitraum richtig

Für die Weiterentwicklung des Vorhersagemodells wurde auf die Daten von rund 25.000 Teilnehmenden der EPIC-Potsdam-Studie zurückgegriffen. Daran waren auch Forschende des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) beteiligt. In die statistischen Modellierungen flossen Parameter ein, die für die Vorhersage von Typ-2-Diabetes relevant sind. Dazu zählen unveränderbare Faktoren (z.B. Alter, Geschlecht und das Auftreten von Typ-2-Diabetes in der Familie) sowie veränderbare Faktoren (z.B. Taillenumfang, Rauchverhalten, Bluthochdruck und körperliche Aktivität). Außerdem berücksichtigt das Modell Ernährungsgewohnheiten wie den Verzehr von Vollkornprodukten und rotem Fleisch.

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Unter den Teilnehmenden der Studie wurde bei 1.367 Personen innerhalb von zehn Jahren nach der Erst-untersuchung ein Typ-2-Diabetes festgestellt. Bei einem Großteil der Betroffenen lag der 10-Jahres-Diabetes-Risiko-Test mit seiner Vorhersage richtig. „In EPIC-Potsdam hat der Test mit einer Wahrscheinlichkeit von 83,4 Prozent zukünftig Erkrankenden ein höheres Risiko vorhergesagt als zukünftig nicht Erkrankenden“, erklärt Dr. Schiborn.

Die sehr gute Vorhersagequalität konnte in zwei unabhängigen Stichproben bestätigt werden. „Damit wurde die Aussagekraft des Tests für die deutsche Bevölkerung untermauert“, sagt Dr. Schiborn. Und Prof. Matthias Schulze, Leiter der Abteilung Molekulare Epidemiologie am DIfE, weist darauf hin, dass der 10-Jahres-DRT ein breites Anwendungsspektrum bietet und sowohl im klinischen Alltag eingesetzt werden kann, „als auch zu Hause, wenn klinische Parameter nicht verfügbar sind“.

Hier geht’s zum erweiterten Deutschen Diabetes-Risiko-Test.



von Redaktion Diabetes-Anker

mit Materialien des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD)

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