- Aktuelles
#BSLounge trifft Royal
5 Minuten
[Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Markennennung. Disclaimer: Novo Nordisk hat sämtliche Reise- und Unterkunftskosten übernommen. Dies beeinflusst jedoch nicht unsere subjektive Meinung und Berichterstattung.]
Am Montag, dem 27. Mai, begab ich mich auf eine spannende Reise Richtung Norden. Für mich ging es das erste Mal zu einer Veranstaltung, welche von einer der größten Unternehmen in der Diabetes-Industrie organisiert wurde. Novo Nordisk, einer der Weltmarktführer im Sektor Diabetes-Pharmazie, organisierte den zweiten „European Diabetes Patient Advocacy Summit“ (kurz: EDPAS), zu welchem sich über 100 Teilnehmer aus mehr als 30 europäischen Ländern versammelten. Das Event wurde von Bastian Hauck moderiert, welcher auch Autor für die Blood Sugar Lounge ist!

„European Diabetes Patient Advocacy Summit“
Wie der Name des Events vielleicht schon erahnen lässt, ging es rund um das Thema „Patienten“ und wie wir, als Diabetiker verschiedenster Typen, uns stark machen können und besser von den Unternehmen gehört werden. Dazu sprachen viele bekannte Vorsitzende aus verschiedensten Organisationen, Unternehmen und zwei „Special Guests“.
Der Dienstagmorgen wurde von einer ganz besonderen Person eröffnet: Seine königliche Hoheit, Prinz Joachim von Dänemark! Ich hatte vorher noch nie einen Adligen gesehen und wusste auch nicht, dass es eine spezielle Zeremonie gibt, die man einzuhalten hat, sobald der Prinz den Raum betritt, eine Rede hält und wieder den Raum verlässt. So standen wir schweigend auf, durften uns erst nach dem Prinzen setzen und mussten ebenso schweigsam stehend warten, bis er später den Raum verlassen hat. Wahnsinn, irgendwie etwas verrückt, aber gleichzeitig sehr faszinierend. Ich kann euch allerdings eines verraten: Auch ein Royal sieht von nahem aus wie eine ganz normale Person. Er ist Schirmherr der dänischen Diabetes-Gesellschaft und hielt eine Rede über die Fortschritte innerhalb der Forschung und des Gesundheitssystems.

Andere Länder, andere Organisationen
Es war sehr inspirierend zu hören, wie viel in anderen europäischen Ländern bereits passiert ist und wie stark sich die Patienten dort für ihre Rechte einsetzen. Moti Perlmutter (Israel Diabetes Association) berichtete darüber, wie seine Organisation es geschafft hat, dass Lebensmittelampeln auf Produkten im Supermarkt eingeführt wurden. Diese machen es besonders für Typ-2-Diabetiker einfacher, da man nun direkt auf den ersten Blick erkennen kann, wie viel Zucker in beispielsweise einem Joghurt enthalten ist.
Ein Punkt, welcher besonders während der Podiumsdiskussion ein großes Thema war, ist die Frage nach der Finanzierung. Engagement hin oder her, letztendlich benötigt man finanzielle Mittel, um eine Organisation aufrechtzuerhalten. Hier war es sehr interessant zu sehen, dass die meisten Vereine, Verbindungen oder Organisationen sich allein durch die geringen Mitgliedsbeiträge und Unterstützung seitens Pharmaunternehmen finanzieren können. Jeder, der bereit ist, etwas zu verändern oder zu unterstützen, setzt sich dafür ein und gibt sein Bestes. Ebenso sind viele Mediziner dazu bereit, auf freiwilliger Basis beratend und unterstützend zu agieren und für einen Fortschritt zu sorgen – man muss sich nur trauen und auf die Menschen zugehen! Seid ihr in einer Organisation (nicht nur in Bezug auf den Diabetes)?

„When it comes to sickness, nobody cares about politic […]“
Moti Perlmutter hat etwas gesagt, was mich besonders berührt hat: „When it comes to sickness, nobody cares about politic – everyone was happy in this picture.“ („Wenn es um Krankheiten geht, interessiert sich keiner für Politik – jeder auf dem Foto war glücklich.“)
Dabei zeigte er ein Foto von drei Personen aus Israel, dem Irak und Syrien. Seit Jahren herrscht dort Krieg, allerdings kamen diese Menschen zusammen, um für etwas Besseres zu kämpfen – einen guten Zweck und Veränderung! Alle drei lachten auf dem Foto und waren glücklich, ganz unabhängig von der politischen Lage ihrer Länder.

Der Mittwoch begann mit dem nächsten Special Guest: Lars Fruergaard Jørgensen – der CEO von Novo Nordisk! Wir bekamen die Chance in einer kurzen Session, ihm die Fragen zu stellen, die uns schon immer beschäftigt haben. Er stellte sich jeder Frage, egal wie unangenehm sie erschien. Besonders ausführlich sprach er über das Projekt namens „Cities Changing Diabetes“, wobei es darum geht, die enorme Verbreitung von Diabetes zu stoppen. Schätzungen zufolge sollen 2045 circa 736 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt sein, was eine untragbare Größe wäre. Dieses Projekt bezieht sich besonders auf Typ-2-Diabetiker, mit dem Ziel, den Ausbruch zu verhindern und die Gesellschaft generell wieder fitter zu machen.

Der Diabetes muss kein Ende sein!
Ein weiterer Vortrag, der mir sehr im Gedächtnis geblieben ist, war von Phil Southerland. Er ist der CEO vom Team Novo Nordisk, einem internationalen Team aus Sportlern mit Diabetes. Besonders bekannt wurden sie, da sie das erste professionelle Profi-Radsportteam sind, dessen kompletter Kader aus Fahrern mit Diabetes besteht! Hut ab! Er erzählte über seine Diagnose und wie man ihm sagte, dass er niemals Profisportler werden könne. Es war wirklich sehr faszinierend und zeigte wieder einmal: Der Diabetes muss kein Ende sein.

Mittwochnachmittag ging es für mich dann auch schon wieder zurück nach Frankfurt. Wenn man mich jetzt fragen würde, was ich von den drei Tagen in Kopenhagen mit nach Hause nehme, dann ist das eine wichtige Sache: Wir Patienten können vieles bewegen! #wirsindviele
Die Unternehmen können die tollsten Produkte entwickeln und auf den Markt bringen, doch wenn sie uns Diabetiker nicht überzeugen, bringt das auch nicht viel. Es ist wichtig, dass ihr eure Meinung äußert und euch starkmacht – doch vergesst bitte dabei niemals eure Manieren und respektiert euch gegenseitig 🙂
Ach, und dann war da ja noch was! Natürlich konnte ich ein Foto mit dem Prinzen ergattern. Wer findet mich? (Und es wurde genau dieses Bild, auf dem ich total grimmig schaue.)

Im vergangenen Jahr war auch Lea auf einem Pantient*innen-Kongress. Ihren Bericht dazu gibt es hier: Erfahrungsbericht: Ein Workshop für junge Patientenvertreter*innen für chronische Erkrankungen
Diabetes-Anker-Newsletter
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Aus der Community
DIAlog 15: Die Zukunft
5 Minuten
- Aktuelles
“Time for us!”: Der t1day 2025 in Berlin
3 Minuten
Diabetes-Anker-Newsletter
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Über uns
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist das neue Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
Werde Teil unserer Community
Community-Feed
-
lelolali postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Für alle Höhen und Tiefen vor 5 Tagen, 19 Stunden
Hallo, ich bin noch ganz neu hier. Ich war heute beim T1day und bin dadurch auf den DiabetesAnker aufmerksam geworden. Ich bin Ende 20 und komme aus Berlin und bin auf der Suche nach anderen Menschen mit Typ 1 Diabetes (ungefähr in meinem Alter) zum Austauschen und Quatschen. Vielleicht hat ja jemand Interesse 🙂
-
jasminj postete ein Update vor 6 Tagen, 3 Stunden
Hi,
Ich bin Jasmin und gerade auf dem t1day 🙂 hab seit 23 Jahren Diabetes, aktuell mit Ypsopump und G7. Bin entweder in Hamburg oder Berlin anzutreffen und freue mich auf Kontakte und Austausch!-
lelolali antwortete vor 5 Tagen, 19 Stunden
Hey Jasmin, ich war heute auch auf dem T1day, vielleicht hast du Lust auf Austausch 🙂
-
jasminj antwortete vor 5 Tagen, 19 Stunden
@lelolali: Ich würde mich über Austausch und Kontakte sehr freuen. Gerne hier oder anders online und ansonsten bin ich aktuell alle ein bis zwei Wochen in Berlin – also ggf. auch gerne persönlich?
Wie hat Dir der Tag gefallen? -
lelolali antwortete vor 5 Tagen, 18 Stunden
@jasminj: Ja sehr gerne! Ich kann dir hier leider keine private Nachricht schreiben (werde auf die Startseite weitergeleitet) , funktioniert dies bei dir? 🙂
-
jasminj antwortete vor 5 Tagen, 17 Stunden
@lelolali: funktioniert bei mir leider auch nicht. Ich wollte es mir morgen nochmal über die Webabsicht anschauen, vllt geht es da 🙂
-
gregor-hess antwortete vor 4 Tagen, 23 Stunden
@jasminj & @lelolali: Leider funktionieren die DM aktuell tatsächlich nicht, sorry! Wir kümmern uns schnellstmöglich darum!
LG Gregor aus der Redaktion -
gregor-hess antwortete vor 4 Tagen, 9 Stunden
-
jasminj antwortete vor 4 Tagen, 7 Stunden
@gregor-hess: vielen lieben Dank! Hab es direkt ausprobiert und es sieht gut aus 🙂
-
-
galu postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
hallo,
ich bin d«Deutsche und lebe seit ca.40jahren in Portugal… meine Tochter, deutsch portugiesin, nun 27 ist seit ihrem 11.Lebensjahr Typ1.
Nachdem ich, gleich nach der Diagnose, eine Selbsgthilfegruppe – die jungen Diabetiker der Algarve, gegruendet habe – finden wir nun so einige Beschraenkungen, was Selbsthilfe und relevante Info betrifft….meine Frage an die Gruppe:
Kann mir jemand , irgendwo in Deutschland eine gute Diabetes Kur oder Kuren mit Hauptgewicht auf Diabetes empfehlen?
Wir werden eh alles privat organsieren und bezahlen muessen – also sind eh nicht auf Krankenkassenangebote angewiesen (falls es diese ueberhaupt (wo?) geben sollte)
Irgendwo in Deutschland (vielleicht nicht zuweit weg von internationalen Flughaefen, da wir ja immer aus Portugal kommen muessen.
Hat vielleicht jemand eine Idee? vielen dank im Voraus-
connyhumboldt antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo! Die beste Klinik für Diabetes ist in Bad Mergentheim! Ich hoffe Euch damit geholfen zu haben! Die Gesetzlichen Krankenkassen schicken die bei ihnen versicherten Diabetiker alle dahin! Privat geht aber auch? Liebe Grüße aus dem kalten Deutschland!
-

Hey, ich bin Lara und 23 Jahre alt. Ich komme zwar nicht aus Berlin, aber bin im Mai wieder dort. Freue mich trotzdem immer über Austausch, auch wenn es digital ist. Liebe Grüße
@laratyp1life: Hallo, über digitalen Austausch freue ich mich natürlich auch 🙂