#DBW2019 – Tag 1: Heilung?!

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#DBW2019 – Tag 1: Heilung?!

Das Wort „Heilung“ geisterte schon oft durch meinen Kopf. Kurz nach der Diagnose, während der Honeymoon-Phase und seitdem bei jeder größeren Diabetes-Krise.

Mir würde ein einzelner Fingerschnips gefallen. *Schnips*, alles ist wie vor der Diagnose und vor den ersten Symptomen. Da das wohl das unrealistische Szenario ist, das in den nächsten Jahrzehnten eintreten wird, wird es vielleicht andere Möglichkeiten geben.

Was bedeutet Heilung in Bezug auf Diabetes für mich?

Um ehrlich zu sein, gehe ich nicht davon aus, dass ich selbst noch eine Heilung von Typ-1-Diabetes miterleben werde. Die Heilung, wie ich sie mir vorstelle, wäre ein Eingriff (in welcher Form auch immer), der wirklich alles in meinem Körper so einstellt, dass ich keinen einzigen Moment mehr an Unter- oder Überzuckerungen, an Folgeschäden, ausreichend Insulin im Kühlschrank oder die Menge von Kohlenhydraten in Melone und der ewigen Frage „Ist die Grammangabe mit oder ohne Schale gemeint?“ nachdenken muss. Ich möchte spontan einen weiteren Weg zu Fuß oder auf dem Rad zurücklegen können, ohne vorher meinen Blutzucker zu checken, und ich möchte nach einem Glas Wein nicht überlegen müssen, was mein Blutzucker in der Nacht machen wird. Ich will, dass das bei einer Heilung alles vorbei ist. Und während ich das schreibe, merke ich: Ich will das so sehr!

Quelle: Katharina Weirauch

In der Diabetes-Therapie hat sich viel getan und tut sich nach wie vor viel. Das Leben mit Diabetes wird einfacher und ich bin dankbar, heutzutage so viele Möglichkeiten mit dieser Krankheit zu haben. Dennoch sind es alles Therapie-Unterstützungen und keine Heilungsansätze. Oder?

Keine Heilung?

Ganz frisch in der #BSLounge ist der Beitrag von Basti über smartes Insulin. Wenn dieses wirklich auf den (deutschen) Markt kommt, wäre das ein viel, viel größerer Schritt Richtung „normales Leben“, als ich es mir jemals hätte vorstellen können. Deswegen ist das sicherlich Jammern auf hohem Niveau, aber Heilung wäre das für mich nicht. Denn ich müsste immer noch darauf achten, das Insulin zur Hand zu haben und die genaue Dosierung einzuhalten.

Ebenso ist der Gedanke an eine Inselzelltransplantation für mich eher beängstigend, als dass ich es mit Heilung in Verbindung bringe. Alleine schon, weil ich große Angst vor Operationen habe. Natürlich schätze ich mich im ersten Schritt glücklich, dass ich keine der Indikationen für diesen Eingriff erfülle. Aber früher dachte ich oft darüber nach, wie es wäre, diese „Chance“ zu bekommen. Heute schreckt mich die damit verbundene lebenslange Einnahme von Medikamenten ab. Vielleicht wäre es einfacher als das Leben mit Diabetes jetzt. Ich weiß es nicht. Aber an das Leben, wie ich es jetzt führe, habe ich mich mehr oder weniger gewöhnt. Ich weiß in der Regel, was mich erwartet und worauf ich achten muss.

Was wäre, wenn…

Sämtliche Versuche in Richtung Typ-1-Diabetes-Heilung würden für mich erst einmal eines bedeuten: eine riesige Erwartungshaltung und wahrscheinlich eine ebenso große Enttäuschung.

Ich bin offen für alle Fortschritte, aber nicht für Experimente auf Kosten meiner Hoffnung. Denn wie gesagt: An das Leben jetzt habe ich mich irgendwie gewöhnt.

Sobald mir aber der gewünschte, alles heilende Fingerschnips geboten wird, werde ich die Erste sein, die all ihr Diabetes-Zubehör und ihren Traubenzuckervorrat in die Tonne knallt und im Anschluss stundenlang durch tiefen Sand am Strand spazieren geht, ohne Angst vor einer „Hypo“ zu haben.

Quelle: diabetes-blog-woche.de

Alle Infos zur #DBW2019 findet ihr auf der Seite diabetes-blog-woche.de

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  • moira postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

    • Hi Thomas 🙂
      Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
      Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.

      Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!

    • @crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.

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